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    Hallo Dispicio
    Zitat Zitat von “dispicio“
    Eine pauschale Ablehnung von egal was ist immer falsch. Es geht mir nicht darum zu sagen, Sex vor der Ehe sei schlecht. Diese Sex-vor-der-Ehe-Thema wollte ich nutzen über die Flüchtigkeit von Beziehungen zu diskutieren und über die "Verhackstückung" des Menschen in Funktionalität (Sex sei einfach Sex und müsse nichts mit Liebe und Intimität zu tun haben) nachzudenken.
    Was mir nun nicht ganz ersichtlich ist, ist der Umstand, wie du dich dann gegenüber Kulturen und Lebensformen positionierst, die nicht das christlich-monogamen bzw. exklusiven Beziehungsmodell leben. Du wirst deren Existenz ja nicht einfach leugnen. Setzt du hier dieselben Denkmuster an, wie in entsprechend sexuell-exklusiven Gesellschaften? Sind also abweichende Sexualnormen wie die Leihgabe des eigenen Ehepartners an einen geschätzten Gast oder ritueller Fellatio von Jungen im Zuge der Mannwerdung nur etwas, dass diese Menschen sich entgegen ihrer mutmaßlichen, monogamen Natur einreden?

    Zitat Zitat von “dispicio“
    Wage ich zu bezweifeln. Erstens erscheint mir diese "Entspanntheit" allzu häufig vorgeschoben, weil man von einem "aufgeklärten" Menschen einfach erwartet, dass er mit seiner Sexualität/Liebesfähigkeit keine Schwierigkeiten hat und zweitens sind die Ergebnisse solcher Studien natürlich reproduzierbar, weil mit den gleichen Befragungen auch die gleichen Ergebnisse produziert.
    Eine Reproduzierbarkeit einer Befragung über Jahrzehnte und diverse Bevölkerungsquerschnitte hinweg, die durchaus um Störeffekte weiß und entsprechend aufgebaut ist, um dies zu vermeiden bzw. zu minimieren, weist durchaus auf ein recht valides Ergebnis hin. Natürlich müssen dazu dieselben Fragen gestellt werden, wie sollte sonst überhaupt von Reproduzierbarkeit gesprochen werden können? Zudem wenn mich nun mal diese Fragen bzw. die Ergebnisse zu derartigen Fragen interessieren, dann bekomme ich meine Antworten wohl kaum wenn ich nach dem Lieblingsspeiseeis frage. ^^
    Wie dem auch sei, ich gebe offen zu, dass ich hier jedoch am Ende bin mit meinem Latein – wie man so sagt. Wenn du die Richtigkeit entsprechender Studien abstreitest bzw. bezweifelst, dann ist dies natürlich dein gutes Recht. Grundsätzlich ist natürlich auch jeder dazu aufgerufen, derartige Studien in Frage zu stellen. Aber sofern du keine sachliche Kritik an der Durchführung anführen magst, kann ich – und das ist nicht böse gemeint, auch wenn es sich etwas ruppig anhören mag – hier nicht mehr sehen als eine auf deiner persönlichen Meinung und Erfahrung basierenden „Es kann nicht sein was nicht sein darf“-Bekundung gegenüber durchaus anerkannten wissenschaftlichen Befragungen.

    Zitat Zitat von “dispicio“
    Ich glaube eben nicht, dass man Sex haben kann, ohne Auswirkungen auf die eigene Liebes- und Beziehungsfähigkeit. Sex stellt eben nie einfach nur eine Aktivität dar. Die Verknüpfung von Sex und Intimität halte ich eben doch für "zwangsläufig", wie Du dich ausdrückst.
    Glauben darfst du natürlich alles – selbst das die Erde eine Scheibe ist.^^ Aber im Ernst.... Jede Handlung ist rein nüchtern betrachtet erst einmal nur eine Handlung, die von uns mit Bedeutung und Kontexten gefüllt wird. Wenn du das abstreiten magst, bitte. Das kann ich durchaus als Meinung bzw. Mutmaßung akzeptieren, aber auch das ohne entsprechendes Argument weder annehmen noch weiter sinnvoll diskutieren. Und mir kommt zumindest im Moment auch keine Handlung in den Sinn, in der bereits ein bestimmter Kontext immanent innewohnt.

    Zitat Zitat von “dispicio“
    In vielen Gesprächen rieten mir Freunde, diese Offenheit zu unterlassen, weil dadurch ja nur Misstrauen geschaffen würde. Ich fand nie, dass dies eine wirkliche Alternative sei. Schließlich sollte meine Partnerin ja wissen, worauf sie sich einlässt.
    Das ist eine Haltung, die ich für sehr respektabel halte und für die ich dir meine Hochachtung entgegenbringe.
    In diesem Sinne auch für die Zukunft hier alles gute
    Herzlichen Gruß
    Kaspar
    Geändert von Lior (09.07.2012 um 06:05 Uhr)


 

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