Genau Servant, wie du sagst: „…das Selbstwertgefühl wird nicht von der Kanzel gepredigt“. Leider leider ist es so.


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Nun, das Thema lautete: Jungfräulichkeitsdogma: «Sex vor der Ehe gibt es biblisch gesehen nicht» und dies aufgrund eines Beitrages über/von ICF.

Nun, was ist denn „biblisch“? Wann beginnt denn „biblisch“ eine Ehe? Nein, da gibt es keine Weisungen, wie man/frau eine Ehe beginnt, oder wann sie beginnt, sondern es ist in erster Linie eine Sache zwischen den beiden, wie es steht: „ und er nahm sich ….“

Nun, paulinisch biblisch wäre ja die Unterordnung der Frau unter Mann, nur ist solches ebenso keine Gottesweisung, und dadurch eben „unbiblisch“, da die Frau nicht der Abglanz des Mannes ist. Und so nimmt man der Frau zB das Selbstwertgefühl, sie hat ja paulinisch biblisch betrachtet in der Gemeinde zu schweigen.

Sicher gab und gibt es immer Traditionen, welche eine Eheschliessung bestimmen oder besser gesagt, bestimmen wollen, aber es ist eben Tradition und somit eigentlich keine Gottesweisung. Traditionen können auch was schönes sein, das ist unbestritten, nur verüben sie ebenso auch Zwang, denn wehe, wer nicht konform läuft.


„Biblisch“ betrachtet wurde mit der Sexualität doch recht grosszügig umgegangen. Da nahm man sich mal die Magd, oder eben eine Dirne, oder dann mehrere Frauen usw. Ja, und es wird auch keine freizügige Sexualpraxis gelehrt, denn Treue und Verbindlichkeit gehören nun eben auch zu einer „Ehe“, so dass aufeinander verlass ist. Nur, dies alles lässt sich weder durch Weisung noch durch Tradition durchzwängen, sondern es ist eine persönliche Sache. Es gibt keine Garantie, ob mit Sex vor oder nach der Ehe, oder kirchlich oder nur zivil getraut (oder überhaupt nicht :-) ) , weder Segen noch Gebet, dass diese gegenseitige Vertrauen auch wirklich erwächst, sondern es sist eine Willensentscheidung der Partner.


Alef