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Hybrid-Darstellung

  1. #1
    luxdei Gast

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    Hallo Miss_Wings,
    Man hört ja auch immer wieder, dass, wenn man Jesus nachfolgt, täglich stirbt. Jesus nachzufolgen, bedeutet also, dass das eigene Ego stirbt und man sich ganz Jesus unterordnet.
    Ganz allgemein gesagt, ist es das Kernproblem vieler westlicher Religionen, dass sie ihre meditativen, kontemplativen Seiten fast gänzlich verloren haben. Dieser spirituelle Niedergang, wenn ich es mal so nennen darf, begann, was das Christentum betrifft, schon recht früh im Rahmen innerchristlicher Konflikte. Sofern sich Hinweise auf diese Punkte noch in der Bibel finden, so scheinen sie mir von den meisten nicht mehr verstanden zu werden. "Täglich zu sterben" gehört zu diesen meines Erachtens nach unverstandenen Punkten.
    Hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass Paulus von sich selbst sagte, er sterbe täglich in Christum sterbe, und dass Christus in ihm lebe. Er sagt nie "Jesus". Meines Erachtens macht er da einen Unterschied.

    Was hilft? Das von Provisorium erwähnte Ruhegebet mag für einen christlich orientierten Menschen ein guter Ansatzpunkt sein. Vermeide es aber dabei in einen halbbewußten Dämmerzustand zu gleiten. Bleine dabei wach und aufmerksam, hingebungsvoll.

    Auch der Alltag, sei er noch so stressig, kann ein gutes Übungsfeld sein. Wer gab, gibt die die Fähigkeit, das zu tun, was Du tust? Gott, oder? Bringst Du, wenn Du Deinen täglichen Pflichten nachgehst, nicht ein Geschenk Gottes zum Ausdruck?

    Gruß
    LD

  2. #2
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    Zitat Zitat von luxdei Beitrag anzeigen
    Ganz allgemein gesagt, ist es das Kernproblem vieler westlicher Religionen, dass sie ihre meditativen, kontemplativen Seiten fast gänzlich verloren haben.
    Schön, dass das mal jemand erkennt;-) Das sehe ich persönlich nämlich auch als Kernproblem.

    Zitat Zitat von luxdei Beitrag anzeigen
    Was hilft? Das von Provisorium erwähnte Ruhegebet mag für einen christlich orientierten Menschen ein guter Ansatzpunkt sein. Vermeide es aber dabei in einen halbbewußten Dämmerzustand zu gleiten. Bleine dabei wach und aufmerksam, hingebungsvoll.
    Das Ruhegebet ist tatsächlich eine Gebetsform, die man einüben sollte/muss und ich halte es da für sinnvoll, sich zunächst ein wenig zu belesen. Da gibt es auch Literatur dazu.

    Aber es gibt natürlich auch noch viele andere Wege, um im Alltag bewusster nachzufolgen. In Matthäus 11,28 heißt es ja dazu: "Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben."

    Wahrscheinlicher muss da jeder für sich selbst rausfinden, was das persönlich für ihn bedeuten kann. So gibt es auch Christen, die ihr Christsein problemlos mit dem spirituellen Weg des ZEN in Einklang bringen, was man für gewöhnlich ja eher mit dem Buddhismus in Verbindung sieht. Aber ZEN kennt keine Religion und ist eben "ein spiritueller Weg" und warum sollte Jesus einem auf diesem Weg keine Ruhe geben können...? ;-)

    Jedenfalls sollte man sich meiner persönlichen Meinung nach, die Nachfolge betreffend, nicht zu sehr unter Druck setzen. Eigentlich ist ein Gott zugewandtes Herz alles was man braucht. Und je bewusster man dieses Zugewandtsein in seinem ganz normalen Alltag einübt und bedeutsam werden lässt, desto schöner und vielleicht auch lebendiger erlebt man diese Nachfolge, die am Ende doch so viele unterschiedliche Facetten hat, wie es Nachfolgende gibt...

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)


 

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