Guten Morgen,Zitat von Shomer
ich denke, ich kann schon irgendwo verstehen, was dich zu dieser Aussage treibt.
Unser Pastor selbst hat neulich im Hauskreis gesagt: wie oft passiert es im Arbeitsalltag, dass ich denke, 'ich muss noch dies und jedes für die Gemeinde erledigen - bis einem dann wieder einfällt: im Grunde muss ich das für Gott tun'.
Oder wie schnell lässt man sich auf eine Aufgabe ein, die einem weder liegt noch Spaß macht, blos weil die Gemeinde eben sagt: es muss gemacht werden und sich keiner findet.
Wie schnell macht man sich im Glauben abhängig von der Gemeinde: sind die Predigten und der Lobpreis gut, hat man ein Glaubenshoch, sind sie nicht so gut, geht's mit dem Glauben bergab. Dass man da auch selber noch was für tun kann, vergisst man leicht.
Und wieviele Leute wähnen sich in Sicherheit mit dem Argument: ich bin doch Teil des Leibes - mein Aufnahmezertifikat hängt an der Wand. Dabei laufen sie auch 2 oder 3mal die Woche einfrig ins Gemeindehaus. Aber was ist mit der eigenen, persönlichen Beziehung zu Gott? Ich kenne soviele Leute, die sich seint 20 oder 30 Jahren Christen nennen und noch nicht einmal die gesamte Bibel einmal gelesen haben! Man kennt den Inhalt ja aus der... - Gemeinde!
Also zusammenfassend: die Prägung von Gemeinde, die vermeintliche Sicherheit einer Mitgliedschaft und die "Qualität" des Angebots können eine tatsächliche Gefahr für den eigenen Glauben sein.
ABER:
Und hier möchte ich Fisch zustimmen: diese Dinge gefährden mich nur dann, wenn ich mich gefährden lasse!
Ich glaube, es gibt zwei Arten von Christen: die, die wirklich aus tiefstem Herzen brennen und die in Jesus bleiben, egal ob sie allein auf sich gestellt oder unter 100 Gleichgesinnten sind. Ich denke, diese werden in der Regel nicht ihren Glauben von einer Gemeinde abhängig machen. Sie bereichern die Gemeinde und wenn es gar nicht funktioniert, weil die Gemeinde nicht an Jesus dran ist, kämpfen sie dafür und ziehen notfalls als letzte Konsequenz weiter.
Und es gibt diejenigen, die ihren Glauben alleine nicht halten könnten, weil sie es brauchen, immer wieder von anderen angefeuert zu werden. Bei ihnen ist tatsächlich Abhängigkeit und Gefahr da.
Also ich verstehe, was Shomer meint, denke aber, er hat sich da etwas radikal ausgedrückt: Gemeinde schließt es nicht aus, Teil des Leibes zu sein.
Aber Gemeinde ist nicht immer gleich Leib, kann aber bei den Gläubigen fälschlicherweise diesen Anschein erwecken.



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