wow, als ich gerade hier rein schaute, merkte ich, dass meine Frage ja richtig zur Diskussion wurde. (staun)
Lieber Shomer,
du hast viele Bibelstellen aufgeschrieben, die ich nachlas und nachdachte.
Nur auf eine möchte ich jetzt mal eingehen- wohlgemerkt- ich will niemanden korrigieren oder so- nur meine Gedanken mal äußern, da ich ja vor einiger Zeit diesen Thread begann.
Die Stelle über Sardes- ja hier wird "ausgelöscht"- doch schieb es auf meine Naivität oder so, ich sehe gerade diese Stelle in der Offenbarung ein wenig anders. Hier ist die Rede von einer Gemeinde. Diese Gemeinde soll umkehren und "lebendig" werden, sonst wird der Herr kommen, ohne dass sie ihn erwarten...
Aber ein Überrest wird dennoch zu finden sein. Die Gemeinde besteht aus vielen Gläubigen, und hier gibt es sogar einen vergleich vom Gleichnis mit den 10 Jungfrauen, von denen nur 5 "wach" bleiben, bis der Bräutigam kommen- ich verstehe das hier also eher als Warnung, an diese Gemeinde aber auch an uns, "wach" zu bleiben, bei allem ,was ich tue damit zu rechnen und gewiß zu sein, dass der Herr wiederkommt- ich glaube, es klingt (wenigstens für mich naiven Menschen) logisch, dass Menschen, die nicht mit Jesus Wiederkommen rechnen "tot" sind.
Sollen wir denn nicht jeden Tag so leben, dass wir Gott die Ehre geben und wissen, Er wird wenn er wiederkommt, Rechenschaft über unser Handeln fordern?
Eine Gemeinde wie Sardes, vergib mir meine einfachen Worte, tut Werke, die äußerlich vielleicht christlich ausschauen, doch im Herzen steht Jesus längst nicht mehr im Mittelpunkt.
So betrachtet, wird Gott diese Gemeinde "auslöschen", weil sie kein echtes Zeugnis für sein Handeln sein kann auf Dauer, doch die einzelnen Gläubigen, die wach geblieben sind- sie werden nie und nimmer ausgelöscht.

Das, was ihr da mit vielen Bibelstellen belegt, ist Nachfolge für mich- zu lernen, Sünde und falsches Verhalten ab zu legen und so zu werden wie Jesus es vor gemacht hat...
Als ich mich für den Weg zurück zu Gott entschied, habe ich keine "Geisterfüllung" erlebt oder gespürt- ich wußte nur, dass das Leben, wie ich es gelebt hatte, ein Leben ohne Gott war und schrecklich kaputt.
Ich weiß, dass Gott der war und ist, der mich veränderte, umdenken ließ und mich lehrte, Dinge und Gewohnheiten los zu lassen....
Kann ein Mensch, wenn er erkannt hat, wie verloren und übel das Leben ohne Gott ist, wenn er sich für das "neue Leben mit Gott" entschied- kann ein Mensch wirklich zurück ins Alte fallen?
Wenn Gott auslöscht, weil ich irgendetwas nicht richtig gemacht habe oder so, dann würde das bedeuten, er gäbe seine Vaterschaft für mich auf- sein Versprechen.
Mir erscheint die Erklärung klarer, dass es
1. nicht auf mein Handeln ankommt, ob Gott mich als Kind annimmt
2. die "enge Pforte" und ähnliche Bibelstellen zeigen sollen, dass Nachfolge zwar von der Welt ansich als "religöser Wahn" gesehen und deshalb alles andere als "einfach" ist, aber im Schutz Jesus und durch Gottes Geist sehr wohl möglich ist
3. wenn ich mehr und mehr erkenne, was Jesus tat, was es mir bedeutet, was es ihn gekostet hat, mich frei zu machen- dann lerne ich ihn lieben, echt lieben und warte, bleibe wach, bete, dass ich wach bleibe und an ihm hafte, bis er kommt und mich nach Hause bringt

Ich glaube, alles was ich bin, was ich je gutes tun kann oder bewirken kann... alles bin ich nur durch Jesus. So klammere ich mich an ihn bis an den Tag, an dem ich ihn sehen kann- und dann werd ich vielleicht eure Worte auch verstehen... :oops: ?

Eure "naive" Sandkorn