... und hier noch einige Verse aus dem Wort Gottes, die gegen die erwähnte Leichtgläubikeit predigen:

Mat 7: 13-15
13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.
14 Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.
15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.


Wer in Christus geblieben ist, der kann doch kein Interesse mehr an der Welt haben. Sagte einmal ein Pastor zu mir: "Auf die Ballance kommt es an", und ich verstand: auf die Ausgewogenheit zwischen dem Reich Gottes und dieser Welt, zwischen Gemeindeaktivitäten und Hobby, zwischen Gottesdienst und Götzendienst, zwischen Leben und Tod. Als wenn mein Erlöser nur "ausgewogen" für mich gestorben wäre... ?! Weil ER ganz für mich gestorben ist, erwartet er auch von mir, dass ich ganz für ihn sterbe und mein Leben nicht liebe bis an den Tod - womit wir wieder beim Überwinden wären.

Joh 15: 6
6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen.


Und was ist mit den Knechten Gottes, die ihren Job nicht zur vollsten Zufriedenheit des Herrn ausgeführt haben?

Mat 25: 30
30 Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappen.


Hier spricht Jeshua nicht von Weltmenschen, von Gottlosen, sondern von Seinen Knechten, von den Knechten Seines VATERS, wohlverstanden. Sogar der Apostel Paulus wusste um die Tragik dieser Möglichkeit bei sich selbst und schrieb:

Phi 3: 12-14
12 Nicht, daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin.
13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht, daß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, was da vorne ist,
14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu.


Und das sagt ein Mann, der gegeisselt worden war, der von sich schrieb:

2Kor 11: 24-28
24 von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger eins;
25 ich bin dreimal gestäupt, einmal gesteinigt, dreimal Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe des Meers;
26 ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch die Flüsse, in Gefahr durch die Mörder, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr in den Städten, in Gefahr in der Wüste, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter den falschen Brüdern; 27 in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße;
28 außer was sich sonst zuträgt, nämlich, daß ich täglich werde angelaufen und trage Sorge für alle Gemeinden.


Und uns will man weiss machen, dass wir ohne das alles "gerettet sind"? Die Glaubenden in China legen täglich ihr Leben für ihren Erlöser hin und werden gefoltert, werden umgebracht - und die sollen genau so belohnt werden wie wir, die wir das Gegenteil dessen tun, was unser Erlöser von uns fordert - weil wir ja die Gnade haben?

Der Jünger Johannes sollte auch als Märtyrer sterben. Gemäss ausserbiblischen Quellen versuchte man sogar, ihn in siedendem Öl zu verbrennen. Alles misslang. So gab es nur noch eins: ihn auf Patmos zu verbannen. Aber warum starb er nicht? Da gab es einen Tag in seinem Leben, an dem wir sehen, dass alle anderen Jünger Jeshua verlassen hatten - in Seiner dunkelsten Stunde. Aber ein Jünger war dabei, der Jünger, dem es egal war, ob er mit seinem Meister hingerichtet würde. Die Liebe zu seinem Jeshua liess ihn seine eigene Lebensgefahr vergessen. Er liebte sein Leben nicht bis an den Tod. Ich meine, dass hierin seine Bewahrung in der Verfolgung zu sehen ist. Wer aber heute nicht überwindet, des Name wird ausgelöscht werden - ob er das wahr haben will oder nicht. Petrus bekam noch eine Chance. Aber für die Christen heute, die sich ihre billige Erlösung geschäftsträchtig vorgaukeln lassen, befürchte ich das Schlimmste. Petrus weinte bitterlich - die erwähnten Christen gehen smart lächelnd zur Tagesordnung über.

Die reissenden Wölfe in Schafskleidern auf ihren Kanzeln haben doch kein Interesse daran, das zu predigen, was Jesus gepredigt hat. Sicherlich, es mag Ausnahmen geben. Aber in aller Regel ist es doch so, dass die nur noch predigen dürfen, was die Schafe gern hören wollen. Wer der Mund des HEILIGEN sein will, der ist "out" - oder soll ich sagen "draussen"? Ein Pastor, der Irrlehre von der Schrift her anprangert, der ist doch schneller vom kircheninternen Vorgesetzten abgesetzt, als er sich's versieht. Das geht bei den Katholiken so, bei den Protestanten und ist in den Freikirchen nicht anders. Aber sie haben wenigstens ihre Seele gerettet - und das ist das Wunderbare!

Mat 5: 8-12
8 Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
10 Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr.
11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen.
12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.
- Ja, und was ist mit den anderen Gläubigen, die diese Qualitäten nicht haben? Ist es nicht so, dass der, der das Wort Gottes predigt genauso verfolgt wird wie die Propheten?

Mat 5: 13
13 Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man's salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten.

Mat 7: 21-23
21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?
23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!


Haben wir die Kraft der Jünger nach Pfingsten? Wo sind die Krafterweisungen denn? Wo stehen Tote auf, wo Lahme? Gebetserhörungen erleben wir schon - zwischen einem Bittsteller und einem Bevollmächtigten besteht aber ein himmelweiter Unterschied. Bittsteller können auf die Strasse geworfen werden. Menschen, die sich die Vollmacht angeeignet haben, ohne dass sie ihnen vom VATER verliehen worden wäre, die werden gemäss Jeshua sicher weggeworfen. Der Sohn mit dem Ring vom VATER nicht mehr. Von dem heisst es: Dein Bruder war tot und ist ins Buch des Lebens eingetragen worden. (Luk 15: 24)

Ich denke, wenn wir die gängige christliche Doktrin mit dem vergleichen, was geschrieben steht, dann müssen wir doch einsehen, dass unser Pastor Recht hat und dass der HEILIGE und sein Gesalbter offenbar nicht wussten, was sie sagten. In diesem Fall sind wir natürlich von Gott angelogen worden.

Sollte aber Gott die Wahrheit gesagt haben, dann werden wir von unseren "Geistlichen" angelogen. Ein wenig Sauerteig versäuert den ganzen Teig. Und dort wo auch nur eine Irrlehre auffält, da kann man sicher sein, dass da noch andere zum Vorschein kommen - noch sehr viele andere. Ein Wächter sieht das, wer schläft jedoch nicht.

Ob sich die Leser jetzt dem Wahrheitsanspruch der Bibel stellen oder nicht, das ist ihnen offen gestellt. Jede Entscheidung wird ihre Konsequenzen haben, die eine so, die andere anders.

Shabbat Shalom vom Shomer