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  1. #11
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    Dadurch entsteht den Menschen doch keine Verpflichtung. Wer sie als seine Schutzpatronin akzeptieren will, der soll es, und wem sie egal ist, der soll sie eben ignorieren. Gott ist auch für alle Menschen da, aber er zwingt auch niemanden aktiv, ihn zu verehren. Das bleibt jedermann selbst überlassen.

  2. #12
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    Ist es dir egal, wenn Moslems ihren Glauben auf die Welt übertragen? Oder Satanisten die Welt dem Teufel hingeben? usw

    Maria ist nun mal keine Schutzpatronin ...............



    Alef

  3. #13
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    Da gibt es aber einen Unterschied: Wenn fundamentalistische Moslems ihren Glauben auf die Welt übertragen, zwingen sie die Menschen, zu konvertieren oder zumindest in Einklang mit dem islamischen Recht zu leben. Das tut Maria nicht und das tut die r.-k. Kirche nicht, wenn sie Maria zur Schutzpatronin erklärt. Die meisten Menschen erfahren nicht einmal davon, und wenn sie erfahren, bleibt es auch ihnen überlassen, was sie davon halten. Wenn Satanisten die Welt dem Teufel weihen, ist mir das auch egal und sehe ich keine Konsequenzen für mich, solange sie mich nicht zwingen, Satan anzubeten. Mohammed wollte eigentlich auch keine neue Religion gründen, sondern Judentum und Christentum reformieren bzw. zur Vollendung führen, weil sie vom gottgefälligen Weg abgewichen seien, trotzdem sehe ich keine Verpflichtung für mich, zum Islam zu konvertieren.
    Ob er Maria als Schutzpatronin betrachtet, bleibt jedem Gläubigen selbst überlassen. Niemand wird zu etwas gezwungen.

  4. #14
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    Sicher, jeder darf glauben was er will, aber so ist auch jedem frei gestellt, an solchen Äusserungen etwas auszusetzen.



    Alef

  5. #15
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    Natürlich, ja. Es bleibt Dir selbst überlassen, ob und was Du von Maria hältst.

  6. #16

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    Gebetstag zu Ehren Mariens, der Mutter aller Völker am 31.05.2009 in Köln
    Wie jetzt, Maria ist die Mutter aller Völker?

    Ach wie herrlich doch menschlicher Einfallsreichtum ist.
    Da frage ich mich nur, welche Mutter hatten all die Völker, die vor Marias Geburt existierten? Eventuell Isis oder gar Artemis, Luna, Abnoba, Demeter, Asteria, Gaia, Ischtar, etc, etc.


    Absalom

  7. #17
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    Das waren aber keine "Mütter aller Völker". Die antiken Völker beanspruchten im Gegenteil oft so etwas wie Exklusivrechte an ihren Göttern und erwarteten, dass sie sich zumindest in erster Linie um sie kümmerten.

  8. #18

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    Das waren aber keine "Mütter aller Völker". Die antiken Völker beanspruchten im Gegenteil oft so etwas wie Exklusivrechte an ihren Göttern und erwarteten, dass sie sich zumindest in erster Linie um sie kümmerten.

    Das ist so nicht richtig! Am Beispiel der Göttin Gaia oder Isis könnte man genau Gegenteiliges belegen. Stichwort ist hier: Magna Dea.
    Götter waren auch in der Frühantike oder Antike nicht auf Regionen oder Völker beschränkt, sondern schon lange vor der hellenistischen Epoche Exportkultgut.

    Im Übrigen, auch die Kultfigur Maria beansprucht Exklusivrechte durch ihre Gläubigenschar.

    Davon abgesehen, ich bezweifle ganz ernsthaft, dass die Mehrheit der Völker der Erde eine Maria als Mutter der Völker ansieht. Zumindest schließe ich diesen Unfug für mich aus. Metaphysisch verstanden ist meine Mutter Göttin / Gott.
    Wenn also Katholiken behaupten Maria wäre die Mutter aller Völker, so ist das ihre ganz eigene Einbildung, ich sage - sie lügen. Denn ich kenne meine Mutter! Und diese heißt ganz sicher nicht Maria.

    Letztlich ist es mir egal, welchen Göttern Katholiken, Protestanten = Christen, Moslems, Hindus, etc, etc oder sonst wer, huldigen. So lange man anderen Menschen diesen Glauben nicht aufdrückt oder gar durch öffentliche Proklamationen belästigt wird, kann man von mir aus auch Angela Merkel Kultheiligtümer errichten.

    Was mich stört ist, wenn diese Kultfiguranbeter an ihren Kultfeiertagen durch ihre Kultzeremonien den Straßenverkehr lahm legen und mit ihren Gesängen die morgendliche Ruhe stören. Vom dem lärmenden Glockengebimmel oder Turmschreiern ganz zu schweigen.

    In diesem Sinne, es gibt nichts Neues auf der Welt….

    Absalom

  9. #19
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    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Das ist so nicht richtig! Am Beispiel der Göttin Gaia oder Isis könnte man genau Gegenteiliges belegen. Stichwort ist hier: Magna Dea.
    Götter waren auch in der Frühantike oder Antike nicht auf Regionen oder Völker beschränkt, sondern schon lange vor der hellenistischen Epoche Exportkultgut.
    Eher anders herum, sie waren eher Importkulturgut, das von anderen Völkern, z. B. aus einer gewissen Faszination heraus, übernommen wurde. Es waren z. B. die Römer, die Kybele von Pessinus nach Rom holten, nicht die Pessinuntier, die sie nach Rom brachten. Gerade die Römer interessierten sich, nachdem der Glaube an ihre eigenen Götter geschwunden war, für alle möglichen fremden Kulte, Hauptsache sie waren irgendwie exotisch. Aber schon vor ihnen hatten es die Griechen ähnlich gemacht. Die ägyptischen Isispriester waren sicherlich froh, dass sie auch außerhalb Ägyptens (zahlungskräftige) Anhänger für ihre Göttin fanden, aber dass sie aktiv Missionierung betrieben, ist mir nicht bekannt.

    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Im Übrigen, auch die Kultfigur Maria beansprucht Exklusivrechte durch ihre Gläubigenschar.
    Aber sie ist keine national geprägte Figur, während die verschiedenen Göttinnen ganz auf die Kultur, die sie hervorgebracht hat, zugeschnitten waren. Isis z. B. wurde auch in Rom nach ägyptischer Weise dargestellt und verehrt.

    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen, ich bezweifle ganz ernsthaft, dass die Mehrheit der Völker der Erde eine Maria als Mutter der Völker ansieht. Zumindest schließe ich diesen Unfug für mich aus. Metaphysisch verstanden ist meine Mutter Göttin / Gott.
    Wenn also Katholiken behaupten Maria wäre die Mutter aller Völker, so ist das ihre ganz eigene Einbildung, ich sage - sie lügen. Denn ich kenne meine Mutter! Und diese heißt ganz sicher nicht Maria.
    Dir ist doch sicherlich klar, dass das nicht im biologischen Sinn gemeint ist. Entfernt kann man diese Bezeichnung wohl auch mit dem römischen Ehrentitel "pater patriae" vergleichen. Oder auch mit dem Ausdruck "Forenmama" ...

    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    So lange man anderen Menschen diesen Glauben nicht aufdrückt oder gar durch öffentliche Proklamationen belästigt wird
    Diese Proklamation hat doch nichts mit Zwangsmissionierung zu tun. Und Belästigung? Wenn Du das so siehst, dann kann man jede öffentliche Glaubensbekundung als Belästigung einstufen.

    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Was mich stört ist, wenn diese Kultfiguranbeter an ihren Kultfeiertagen durch ihre Kultzeremonien den Straßenverkehr lahm legen und mit ihren Gesängen die morgendliche Ruhe stören.
    Da werden der Straßenverkehr und die öffentliche Ordnung durch Demonstrationen aber erheblich mehr gestört als hin und wieder durch eine kleine Prozession, zumal Prozessionen wenigstens friedlich bleiben. Also Abschaffung des Demonstrationsrechts?

  10. #20

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    Eher anders herum, sie waren eher Importkulturgut, das von anderen Völkern, z. B. aus einer gewissen Faszination heraus, übernommen wurde. Es waren z. B. die Römer, die Kybele von Pessinus nach Rom holten, nicht die Pessinuntier, die sie nach Rom brachten. Gerade die Römer interessierten sich, nachdem der Glaube an ihre eigenen Götter geschwunden war, für alle möglichen fremden Kulte, Hauptsache sie waren irgendwie exotisch. Aber schon vor ihnen hatten es die Griechen ähnlich gemacht. Die ägyptischen Isispriester waren sicherlich froh, dass sie auch außerhalb Ägyptens (zahlungskräftige) Anhänger für ihre Göttin fanden, aber dass sie aktiv Missionierung betrieben, ist mir nicht bekannt.
    Natürlich haben Isispriester missioniert. Das taten alle Kulte, fast ausnahmslos. Ganz besonders erfolgreich waren hier allerdings die Mithrasmissionare. Ihre Missionsstrategien wurden schon früh von christlichen Gruppen kopiert.
    Ganz allgemein, bei den Römern war weniger die Sucht nach exotischen die Ursache für die Offenheit gegenüber neuen Kulten, sondern viel mehr die Art und Weise römischen Kultverständnisses, welches durch den Staat festgelegt wurde (pax deorum). Gerade die staatstragenden offiziellen Kulte waren den einfachen Menschen zu erstart und nicht zuletzt waren diese Kulte durch ihre formaljuristischen Grundlagen wenig geeignet eine persönliche religiöse Sehnsucht zu stillen. Darüber hinaus wurde Achtung und Respekt gegenüber allen anderen Kulten gefordert, sofern diese nicht staatsgefährdend waren. Die gesetzlich geschützte Religionsfreiheit war bei den Römern am weitesten vorangeschritten. Durch den Hellenismus und den damit verbundenen Kultreformationen – insbesondere durch Cäsar, Augustus, Aurel, Aurelian (restitutor orbis) und noch wesentlich mehr in der Zeit der römischen Republik erfuhren besonders die sog. Mysterienkulte einen unglaublichen Einfluß auf die römische und damit auf die ganze europäische und vorderasiatische Hemisphäre.

    Aber sie ist keine national geprägte Figur, während die verschiedenen Göttinnen ganz auf die Kultur, die sie hervorgebracht hat, zugeschnitten waren. Isis z. B. wurde auch in Rom nach ägyptischer Weise dargestellt und verehrt.
    Das stimmt nur insoweit, dass sie oftmals – nicht immer – im ägyptischen Stil dargestellt wurde. Auch Isis erlebte eine theologische Umdeutung in der hellenistischen Epoche und wurde damit zum religiösen Exportgut = Isis -Demeter. Insbesondere durch Domitian, Hadrian und Caracalla erfuhr der Isiskult höchste römische Aufmerksamkeit. Das Augustus einst den Isiskult grausam verfolgte lag viel mehr an den politischen Verhältnissen damaliger Zeit (Kleopatra versuchte mittels diesen Kult Einfluß auf den römischen Senat zu gewinnen).

    Zu deinen letzten Bemerkungen über das religiöse Brauchtum. Richtig, eine Demonstration kann erheblich mehr Einschränkungen bringen. Ich glaube jedoch, es ist ein Unterschied, ob man öffentlich für eine politische Sache demonstriert oder ob man seine persönliche Kultzugehörigkeit zur öffentlichen Schau trägt.

    Absalom


 

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