Zu Joh 1,45
Welche Bibelstellen da Philippus meint, lässt sich nicht nachvollziehen. Sicher kann man darüber spekulieren, welche. Aber die wussten von Jesus ja eigentlich noch nicht viel, da das ja ganz zu Beginn des Wirkens Jesu war. Oder aber sie wussten, wo Jesus in diesen Zwischenjahren war, und erwarteten deshalb nun das messianische Reich.
5.Mose 18,18 Einen Propheten wie dich will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm befehlen werde.
Schon Mose spricht und warnt vor Wundertätern. Also Wunder besagen demnach nichts, sondern man soll die Reden der Wundertäter aufgrund der Torah, den Weisungen Gottes prüfen, und wer gegen diese spricht, ist ein falscher Prophet.
Es gibt die Behauptung, dass es 300 Prophezeiungen auf Jesus gibt, dazu gibt es ja auch ein dickes Buch. Nur studiert mann dann diese Aussagen auch im Kontext, und eingebettet in der jüdischen Überlieferung und Kultur und losgelöst vom heidnischen Denken (was allerdings etwas schwieriger ist), worin sie ja auch geschrieben sind, so reduzieren sich diese 300 zu einzelnen.
Philippus musste ja "gesucht" haben, um zu finden, das heisst, dass es sicher eine längere Phase des Betrachtens von Jesus war, konnte da aber nicht "voraussehen" (und so steht es ja auch nicht im Text), deshalb denke ich, dass er wusste, wo Jesus die letzten Jahre verbracht hatte, und deshalb zu diesem Schluss und der Erwartung kam. Es war durch die Unterdrückung der Römer eine extreme Zeit auch der Messiaserwartung und dem Herzuführen des Gottesreiches, und es gab Gruppen, die solches direkt förderten.
Lehit
Alef



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