Verwaltet werden sie von Pfarrer Marreddy.
Nein, es wird eben kein Zins verlangt.
Und wenn ein Bauer das nicht aufbringen kann (z.B. Tochter, die Verheiratet wird), dann wird ihm das auch erlassen.
Aber das schwächt natürlich andereseits das Wachstum des Projektes.
Daher sollte das eher die Ausnahme bleiben.
Ein Unternehmen braucht Gewinne.
Hier geht es nicht um einen Gewinn.
Der Gewinn ist das Wachstum und dass es weiteren Menschen helfen kann.
Es geht je gerade um deren Unabhängigkeit.
Schau mal:
Oftmals haben sich diese Bauern überschuldet und mussten ihren Grund an die Großgrundbesitzer verkaufen.
Mit Spendengeldern wird der Landbesitz zurückgekauft.
Aber Spendengelder stehen eben nicht unbegrenzt zur Verfügung.
Daher muss eine geringe Pacht erhoben werden.
Nur so kann das Projekt weiter wachsen.
Sagte ich auch gar nicht.
Natürlich kann das Volk wirtschaften.
Aber Kleinbauern sind zu über 95% Analphabeten und haben es nie gelernt, mit Geld zu wirtschaften.
Wozu auch?
Ich kenne die Menschen dort.
Ihr Leben bot nie dieses Erfordernis.
Von der Hand in den Mund, das ist das, was sie kennen.
Und die Dorfräte haben für Dürrezeiten immer viele Säcke Reis eingelagert.
Der hält sich trocken gelagert rund 100 Jahre.
Viele Hundert Familien bekamen eine Wasserbüffelkuh.
Die benötigen sie für die Landwirtschaft, für die Milch und den Kuhdung klatschen sie an die Hauswand, ist er trocken, so reicht er für ein kleines Feuer, auf dem der Reis gekocht werden kann.
Deswegen heißt es immer: aktiv gegensteuern.
Mein Vater kann über den Vatikan, über die Regierung in Hyderabad und über die Banken Druck gegen Korruption ausüben. Und alles hat er auch schon erfolgreich getan.
Das ist seit Ende der 80er nicht passiert und da ich die Projekte übernehmen werde, wird es auch in Zukunft nicht passieren.
Wohl habe ich einen Bezug.
Wieso sollte ich das nicht haben, nur weil ich verschiedene Dogmen ablehne?
Aber Indien ist auch ein Land, das dazu einlädt, seinen Blick zu erweitern.




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