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Und wem gehören all diese kleinen Landparzellen? Ich nehme an, dem Projekt, an den auch der Pachtzins von den Kleinbauern gezahlt wird?
Verwaltet werden sie von Pfarrer Marreddy.
Nein, es wird eben kein Zins verlangt.
Und wenn ein Bauer das nicht aufbringen kann (z.B. Tochter, die Verheiratet wird), dann wird ihm das auch erlassen.
Aber das schwächt natürlich andereseits das Wachstum des Projektes.
Daher sollte das eher die Ausnahme bleiben.

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Und wid mit der Zeit zu einem Großunternehmen
Ein Unternehmen braucht Gewinne.
Hier geht es nicht um einen Gewinn.
Der Gewinn ist das Wachstum und dass es weiteren Menschen helfen kann.

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Ist schon klar. Was ich aber meine, ist folgendes:
Jeder betreibt Hilfe zur Selbsthilfe auf seine Art und Weise, wodurch diese Art der Wirtschaft (gemeinschaftliche oder private) in den betreffenden Regionen Reingepflanzt oder gefestigt wird.
Einzelne Kleinbauern ist leichter in der Abhängigkeit zu halten als große Arbeitsgemeinschaften.
Es geht je gerade um deren Unabhängigkeit.
Schau mal:
Oftmals haben sich diese Bauern überschuldet und mussten ihren Grund an die Großgrundbesitzer verkaufen.
Mit Spendengeldern wird der Landbesitz zurückgekauft.
Aber Spendengelder stehen eben nicht unbegrenzt zur Verfügung.
Daher muss eine geringe Pacht erhoben werden.
Nur so kann das Projekt weiter wachsen.

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Wenn ich das höre ... Diese westliche Arroganz!
Erst wurde durch Ausbeutung der Kolonien, eigene Wirtschaft aufgebaut, und dann wird behauptet, die Völker der ehemaligen Kolonien verstehen nicht zu wirtschaften.
Sagte ich auch gar nicht.
Natürlich kann das Volk wirtschaften.
Aber Kleinbauern sind zu über 95% Analphabeten und haben es nie gelernt, mit Geld zu wirtschaften.
Wozu auch?
Ich kenne die Menschen dort.
Ihr Leben bot nie dieses Erfordernis.
Von der Hand in den Mund, das ist das, was sie kennen.
Und die Dorfräte haben für Dürrezeiten immer viele Säcke Reis eingelagert.
Der hält sich trocken gelagert rund 100 Jahre.

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Bei entsprechend guten Erträgen natürlich. Und bis dato kommt er grad so eben über die Runden.
Technik aber wird er sich noch lange nicht leisten können (im gegensatz zu einer Arbeitsgemeinschaft)
Viele Hundert Familien bekamen eine Wasserbüffelkuh.
Die benötigen sie für die Landwirtschaft, für die Milch und den Kuhdung klatschen sie an die Hauswand, ist er trocken, so reicht er für ein kleines Feuer, auf dem der Reis gekocht werden kann.

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Noch nicht. Denn mit der Zeit wird ja auch die Verwaltung anwachsen, und durch Korruption das Projekt zugrunde richten.
Deswegen heißt es immer: aktiv gegensteuern.
Mein Vater kann über den Vatikan, über die Regierung in Hyderabad und über die Banken Druck gegen Korruption ausüben. Und alles hat er auch schon erfolgreich getan.

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Ist ja alles gut und schön. Aber es gab schon offt philandtropische Projekte, die mit der Zeit auf rein berufliche Basis abgerutscht sind.
Nicht umsonst sagte Petrus: "Es ist nicht gut, daß wir das Wort Gottes vernachlässigen und die Tische bedienen." (Apg. 6:2.)
Das ist seit Ende der 80er nicht passiert und da ich die Projekte übernehmen werde, wird es auch in Zukunft nicht passieren.

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Wenn ich richtig verstanden habe, dann kommst du aus einer christlichen Familie, und dieses Projekt ist ein christliches Projekt.
Daher würde mich interressieren, warum hast du Abstand zum Christentum genommen, und wie denkst du dieses Projekt weiter zu führen, wenn du kein Bezug zum Christentum hast?
Wohl habe ich einen Bezug.
Wieso sollte ich das nicht haben, nur weil ich verschiedene Dogmen ablehne?
Aber Indien ist auch ein Land, das dazu einlädt, seinen Blick zu erweitern.