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  1. #21
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    Ja, genau Bruder Provisorium. Das sind auch in meinen Augen ganz entscheidene Fragen.
    Und,...haben sich die Geschwister net.krel und Provisorium diese Fragen schon beantwortet?

    Es reicht (zumindest mir persönlich) nicht aus wenn jemand sagt: "Ja ich bin Christ und glaube an Jesus und Gott."... dann dahinter kann von A-Z alles gemeint sein... das sagen zB die Zeugen-Jehovas oder die "Pius-Brüder-Sekte" genauso wie letztendlich alle Christen ja auch.
    Ja, so ist es.
    In der nächsten Bewusstseinsebene wird erkannt: GOTT ist religionslos!
    Der nächste Schritt, evtl. in der nächsten Inkarnation, wird sich mit GOTTES vollkommener Schöpfung in ihrer Gesetzmäßigkeit beschäftigt.

    Das Ausschau halten nach dem "Tröster/Vertreter" aus Joh. 14.26 kann allerdings auch jetzt schon geschehen.
    * "Die Wahrheit lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben. Wir müssen uns nach ihr richten" -Matthias Claudius-

    * Alles was ich schreibe kann potentiell falsch, aber auch potentiell richtig sein. Also, bitte nicht reflexartig ablehnen was nicht mit Eurem Glauben kompatibel ist, sondern prüfen!

  2. #22
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    Standard

    Guten Abend,

    Jerom schrieb: Genau das ist es!
    Wer zu Untaten nicht das sagt was sie sind, sondern versucht sie zu relativieren bejaht ja im Grunde diese.
    Ach was es nicht alles gibt! Wie kann man meinen Satz -"Du weißt doch mittlerweile, dass ich diese Untaten nicht verteidige und zu relativieren versuche"- nur so verstehen, als wollte ich die Untaten relativieren? Da steht doch ein "nicht" im Satz. Also ich fürchte du willst mich diesbezüglich wirklich nicht verstehen...

    @net.krel

    Übrigens... was mich interessieren würde: Wie würdest Du Dein Gottes/Welt- und Menschenbild beschreiben @Provisorium? Die wichtigsten Elemente.
    Ernsthaft jetzt? Wie lange kennen wir uns...? :-)

    Na gut, ich mach dann aber nur die kurze Kurzversion, die ganz und gar unvollständig ist und beispielhaft mal meine Beziehung zur Naturwissenschaft verdeutlichen soll (denn da sehen viele Menschen ja ein Glaubenshindernis drin):

    Ich bin ja ein Vertreter der sogenannten apophatischen Theologie und also der Überzeugung, dass Gott niemals Objekt unserer Erkenntnis sein kann und deshalb notwendig immer Subjekt unserer Erfahrung bleiben muss. Das sind schonmal zwei ganz grundlegende Aussagen über mein Gottes- und über mein Menschenbild, die sowohl die absolute Transzendenz Gottes hervorheben, als auch die Perspektive, aus der heraus wir Menschen Gott erfahren können - nämlich immer nur subjektiv.

    Wenn man Gott aber immer nur subjektiv erfahren kann und er nicht Objekt unserer Erkenntnis ist, dann ist Gott notwendig kein "Ding der Welt" (so wie wir es sind) und mit weltlichen Begriffen immer nur unzureichend (eigentlich gar nicht) beschreibbar. Daraus folgt, dass Gott auch der Welt gegenüber transzendent sein muss und sich innerweltliche Prozesse, soweit sie objektiv erkennbar und aus unserer Perspektive heraus verstehbar/objektivierbar sind, rein natürlich vollziehen müssen.

    Deshalb hab' ich persönlich mit den Naturwissenschaften grundsätzlich gar kein Problem, trenne aber trotzdem zwischen Schöpfer (das unhintergehbare, subjektiv Transzendente) und Schöpfung (das verstehbare, objektiv Kreatürliche), da die Naturwissenschaften zwar sehr gut die Frage nach dem "Wie" der Welt und des Kreatürlichen beantworten kann, aber keine Antwort auf die Frage nach dem "Warum" zu bieten hat. Und das "Wie" der Welt stellt meiner Überzeugung nach durchaus die grundlegende Frage nach dem "Warum", weshalb wir Menschen sie ja auch beständig stellen. Es gibt an diesem Punkt angekommen aber keine festgelegten Antworten, weil das "Warum" der Welt, dem "Wie" selbst wieder notwendig transzendent ist und also eine Frage der subjektiven Erfahrung. Insofern schließt sich hier der Kreis.

    Die Welt ist mir daher genau wie der Mensch zuvorderst individueller Lebensvollzug, eingebunden in ein größeres Ganzes (dem "Wie und dem "Warum"), das wir nicht vollends verstehen können, aber in jedem einzelnen Augenblick erfahren/er-leben und von dem wir Teil sein dürfen. Es ist eine Reise, in der sich der Mensch eingebunden in ein Weltganzes auf die Suche nach sich selbst begibt, immer fragend "wie" und "warum". Und ich persönlich glaube das Gott darauf die Antwort ist...

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  3. #23

    Standard

    Ja :-) ich find es trotz jahrlanger Dialoge dennoch immer wieder spannend die Frage nach dem Gottesbild zu stellen :-)

    Mein Standpunkt ist, denke ich, ähnlich wie Deiner: Die ganze Fülle Gottes zu erkennen ist uns Menschen auch in meinen Augen nicht gegeben.

    Aber - zumindest meiner Ansicht nach - ist soviel Gotteserkentnis möglich, wie sie Jesus hatte.

    Christ-Sein bedeutet für mich --> die Erkentnis Gottes erreicht zu haben --> wie sie Jesus inne hatte.

    Bis dahin ist man, imho, Nachfolger/in... Also natürlich nur insofern man überhaupt "den Weg Jesus bewust geht... es gibt in meinen Augen ja auch Menschen die sich zwar Christen nennen... aber nichts mit den Weg Jesus zu tun haben... und auch nicht wollen... quasi an einen "falschen Christus" glauben... einen falschen "christichen Weg" gehen.... falsch deshalb --> weil dieser eben erst gar nie "christlich" - also im Sinne Jesus - war/ist.

    Dazu gehört zB (immer alles natürlich in meinen Augen --> ) der "Kreuztod-Glaube zu Vergebung der Sünden".

    Ein falscher Christus an den da geglaubt wird. (Jesus starb nicht stellvertretend für unsere Sünden zur Vergebung dieser)

    Somit ein falscher Weg sofern er im Bewustsein dieses (falschen)Glaubens gegangen wird... führt imho in die Irre bzw. ins "Niemansland"... bringt einem "zum Himmel" kein Stück näher... und erlöst auch von keiner einzigen Sünde.

    (nur echte "Sünden-Einsicht" erlöst von begangenen Sünden... niemals aber ein stellvertretendes Opfer... auch nicht der Glaube daran... alles Irrlehre)


    Mein persönliches Weltbild ist, daß alles aus Bewustsein besteht: Zeit, Raum, Energie und alle Materie... und sich ausnahmslos alles "im Geiste Gottes" abspielt... es kein "Außerhalb Gottes" gibt. Weder einen "Raum".. noch Energie... noch Materie... noch unser individuelles Bewustsein.

    Es gibt nichts außerhalb der Realität Gottes. Weder unser gesamtes Universium samt Raum + Zeit + Alle-Energie/Materie... noch andere Welten.

    Wenn die Ur-Sünde "Trennung von Gott" genannt wird... dann hat es in meinen Augen diese Ur-Sünde noch nie wirklich gegeben... sondern war von Anfang an eine "persönliche Illusion" im eigenen Geiste... eine Illusion die man irrtümlicherweise irgendwannmal also als Realität aktzeptierte... was anderes bleibt in meinen Augen nicht übrig.


    Naturwissenschaft (oder aber auch jegliche andere Art von Wissenschaft) und Gottesbewustsein

    schließen sich in meinen Augen nicht nur nicht aus sondern sind vielmehr zu 100% kompatibel.

    Alles hat seinen Ursprung "in Gott"... bis hin zur für jeden Menschen sichbaren Materie... umso tiefer man also der Ursache von Materie auf den Grund zu gehen versucht (also die Haupt-Aufgabe der Phyisk) ... umso näher bewegt man sich hin zur Gotteserkenntnis... da auch die Ursache von Materie in der Realität Gottes Gründet.


    Das gleiche gilt in meinen Augen in der biologischen Schuldmedizin... als auch in der (Schul)Psychologie.

    Umso tiefer man sich den Themen Krankheit und Gesundheit (<-- physische/biologische/leibliche, als auch psychische Gesundheit) widmet... so tief es einem persönlich nur möglich ist... umso mehr gelangt man - ab einen bestimmten Punkt - auch hier --> in den spirituellen Bereich.

    (Vertreter/innen des Materialismus natürlich nicht... da dieser ja ihre persönlich-ferstgelegte/aktzeptierte/dogmatische Grenze ist.. daher ihr Behandlungsmethoden immer nur recht begrenzeter Natur sein können... entsprechend natürlich auch ihre Behandlungs Erfolge... <-- da der Mensch mehr ist, als das sichtbare Auge + deren Messgeräter erfassen kann... weitaus mehr )


    Jeder Mensch ist, in meinen Augen, in erster Linie --> "reines Bewustsein" --> und in diesen unseren spielt sich alles ab. Zeit, Raum, Materie, Energie, Universum.

    Es gibt nicht nur "kein Ausßerhalb Gottes"... sondern auch "kein Außerhalb" unseres eigenen Geistes.

    Deshalb --> weil wir in unserer eigentlichen Natur eben "substantiell" nicht getrennt sind von Gott... und es auch noch nie waren.

    Ausnahmslos alles spielt sich immer nur in unseren (Grundsätzlich)"Raum- und Materielosen" Bewustsein ab.

    Es gibt keine "objektive, externe Materie"... ebenso kein "externen, äußerlichen Raum"... welcher von unseren Geist getrennt ist.

    Diese (Top Nr.1) Weltanschauung ist quasi eine Illusion aufgrund unseres Unbewustseins unseres eigenen wahren Wesens.

    Daher gibt es für unseren Geist auch keinen Tod --> wenn unser Körper einst einmal wieder "zu Staub wird"... da wir - in erster Linie - erst noch gar nie unser Körper waren... er war/ist von Anfang an nur ein temporäres Vehikel --> in welches unser Bewustsein "inkarnierte".

    Was man allgemein "den Tod" nennt, nenne ich zB daher eher "Ent-karnation". Unser Geist "Ent-karniert" aus unseren temporär-angenommenen Körper wieder raus... sie lassen sich quasi gegenseitig wieder los.


    Dieser Vorgang wiederholt sich solange, solange bis man hier auf Erden alles Lernen konnte was für einem zum Lernen da war. (und man auch alles schlechte Karma wieder gut machte... auch das Bindet einem hier auf Erden)


    Der letzte Lernakt ist dann dieser, daß man alles für immer und ewig (wieder) los läßt, was in einem an der Illusion von der Trennung von Gott festhielt. Also in erster Linie unser "von-allem-was-ist abgegrenztes Ego"... das "abgegrenzte Selbst".

    Wer dieses "sein-abgegrenztes-Selbst" nicht bereit ist "zu verleugnen"... nicht bereit ist es los zu lassen.... kann nicht den Weg Jesus bis zum Schluss gehen. Kann nicht sein Jünger/in sein. Zumindest ist so meine Interpretation besagter Stelle in den Evangelien.


    So also (ebenfalls in aller Kürze) mein persönliches Gottes/Welt/Menschen- und "Christus-Bild" :-)

    lg Net.Krel :-)

  4. #24
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    Die ganze Fülle Gottes zu erkennen ist uns Menschen auch in meinen Augen nicht gegeben.
    net.krel, woher nimmst Du die Hybris für die ganze Menschheit zu sprechen? Oder wen meinst Du mit uns?

    Dieser Vorgang wiederholt sich solange, solange bis man hier auf Erden alles Lernen konnte was für einem zum Lernen da war. (und man auch alles schlechte Karma wieder gut machte... auch das Bindet einem hier auf Erden)


    Ja, so ist es!
    * "Die Wahrheit lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben. Wir müssen uns nach ihr richten" -Matthias Claudius-

    * Alles was ich schreibe kann potentiell falsch, aber auch potentiell richtig sein. Also, bitte nicht reflexartig ablehnen was nicht mit Eurem Glauben kompatibel ist, sondern prüfen!

  5. #25
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    Aber - zumindest meiner Ansicht nach - ist soviel Gotteserkentnis möglich, wie sie Jesus hatte.


    Das wäre dann die ganze Fülle der Erkenntnis Gottes.

    "Wer mich sieht, sieht den Vater."

    Alles was zu Christus lenkt bringt Geist und Leben

  6. #26
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    "Wer mich sieht, sieht den Vater."
    GG, und was siehst Du?
    * "Die Wahrheit lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben. Wir müssen uns nach ihr richten" -Matthias Claudius-

    * Alles was ich schreibe kann potentiell falsch, aber auch potentiell richtig sein. Also, bitte nicht reflexartig ablehnen was nicht mit Eurem Glauben kompatibel ist, sondern prüfen!


 

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