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  1. #71

    Standard

    bedingungslose Liebe
    guten Morgen ihr Lieben,

    das Ding mit der "bedingungslosen Liebe" zieht sich hier immer wieder quer durch alle Themen, ich glaube, meine Gedanken dazu bringe ich aber am besten in den "Liebe- thread" sozusagen neutral zu anderen Themen unter.

    (so muss ich mich nicht entscheiden, zu welchem Thema ich mich dazu äußern muss :-))

    Es erscheint mir wie eine unnötige Dopplung oder gewollte (?) Verstärkung eines Superlativs, wenn nicht von SEINER Liebe oder Liebe ansich die Rede ist, sondern das Wörtchen "bedingungslos" betont ist.

    Deshalb oute ich mich hier nun als "unverständig" oder unverstehend ;-) warum Liebe ansich nicht ausreicht.
    Liebe enthält für mein Denken alles, was es ist.
    Beispiele?
    Ich nehme mein Gegenüber in Liebe wahr- ich nehme ihn/sie an, wie sie/er ist.
    Ich suche Verstehen, Geduld, nehme das Gute und verwerfe das, was ich als vermeindlichen "Fehler" sehen könnte.
    Ich gehe davon aus, dass auf den unterschiedlichen Ebenen, in der Menschen Liebe leben (Elternliebe, Geschwisterliebe, Nächstenliebe, Beziehung zum Höchsten...) Liebe das Motiv ist, zu handeln und miteinander Wege durch das Leben zu finden...

    Wo genau ginge Liebe dann von Bedingungen aus?

    Setze ich Bedingungen an ein "Ich liebe dich", so würde man einschränken, Erwartungen setzen. Doch nach meinem Verstehen wäre das ein Widerspruch zu dem, was Liebe im Wesen ist.
    Liebe nimmt an, nimmt das Gegenüber als das, was es ist.
    Liebe formt sich, denn wächst im Wandel des Lebens.

    Liebe sagt nicht, ich liebe dich, bis du in meinen Augen Fehler machst, die ich nicht mag.
    Liebe sagt nicht, vor 20 Jahren warst du nicht krank und nun kann ich dich nicht mehr lieben...

    Liebe nimmt einfach an und geht den Weg.
    "Liebe erträgt alles"- das heißt für mich, nicht Zähneknirschend zu sagen : "Naja ich liebe dich ja eigentlich nur, weil du mal meine Liebe warst, als du alles richtig gemacht hast, oder als du fit und gesund warst"

    Liebe sagt, "ich liebe dich, wie du warst, bist und sein wirst"

    Warum grenzt man dieses unendliche Wesen ein mit dem Wörtchen "bedingungslos"?

    Mein Blickwinkel läßt Liebe frei ohne zusätzliche Begriffe ohne Bedingungen, so verstehe ich diesen Zusatz leider überhaupt nicht.

    Ich frage mal deshalb in die Runde:

    Warum ist euch dieses Zusatzwort so wichtig? Engt euch das nicht ein?


    liebe Grüße
    bonnie

  2. #72

    Standard

    Guten Morgen in die Runde

    @Bonnie: Wenn ich Dich richtig verstanden hab sagst Du das es ja eh selbstverständlich ist daß die Liebe Gottes Bedingungslos ist und man es daher ja eigentlich nicht extra noch erwähnen muss.

    (Und ja... stimme Dir da - eigentlich - auch zu... )

    Warum ich es dennoch tu...

    Warum ist euch dieses Zusatzwort so wichtig?
    Mir persönlich deshalb weil ich den Glauben zur Bedingungslosen Liebe Gottes in den allermeisten Christentumen nicht nur nicht finden kann (übrigens auch nicht in den Islamen oder Judentumen.. zumindest bisher)... sondern dieser in ebenso fast allen sich christlich nennenden Theologien, Predigen, Konfessionen sogar auch noch widersprochen wird wenns ans Eingmachte geht.

    In meinen Augen wird zu ca. 90% in Wirklichkeit eine ziemlich "Bedingte Liebe Gottes" vertreten... unter der Kennzeichnung: "Liebe Gottes".

    Daher, zumindest bei mir, die Wichtigkeit die Bedingungslosigkeit der Liebe Gottes zu betonen.


    Anders gesagt: Niemand muss irgendetwas tun, oder an etwas bestimmtes glauben für die Liebe Gottes. Sie gilt uns seit dem Augeblick unserer Existenz und immer fort.

    Die zahlreichen Angst- und False- und Strafgott- Prediger in den Christentumen (zb jene, in den von mir abgelehnten/kommentierten Videos hier im Thread) verstehen es nur zu gut das zu verneinen. (weil sie selbst nicht daran glauben)

    Bzw. wird es so geschickt verdreht... daß am Ende rauskommt: "Wenn Du dies oder jenes nicht tust/glaubst was wir predigen --> dann erlischt die Dir Liebe [und Gnade] Gottes... und Du landest in der Schwarzhölle auf ewig".

    "Gutes" Negativ-Beispiel wäre jener in meinen Augen --> Angst-Prediger in: "Wir sind nicht mehr unter dem Gesetz!" --> http://www.gnadenkinder.de/board/sho...431#post160431

    Eine imho reine Angstpredigt... sie nützt die Angst seiner Zuhörer quasi aus.

    Ob er das bewust oder unbewust tut kann ich natürlich nicht sagen und daher nur offen lassen... aber alles was er darin sagt basiert in meinen Augen rein auf Angst. Aufjedenfall imho keine Spur von der [Bedingungslosen] Liebe Gottes.


    lg Net.Krel
    Geändert von net.krel (Gestern um 08:42 Uhr)

  3. #73

    Standard

    Wenn ich Dich richtig verstanden hab sagst Du das es ja eh selbstverständlich ist daß die Liebe Gottes Bedingungslos ist
    guten morgen net.krel,

    da entdecke ich vermutend einen unterschiedlichen Blickwinkel ;-)

    Liebe ist für mich Liebe, im Wesen, wie sie ist.
    Ich überlege, wie ich das in Worte setzen kann, und finde leider nur beispielhafte Erklärungen, denn Liebe ist für mich im Wesen (ansich) "vollständig".
    Das lieber net. krel, bezieht sich für mich nicht "nur" auf SEINE Liebe, denn ineinander verwoben sind alle "Ebenen der Liebe", für mich nicht in "Schubladen".

    Liebe ist für mich in sich selbst vollständig.

    Wie sie von Menschen gelebt oder verstanden, interpretiert wird, ist eine, naja ich sag mal, sehr scheinbar komplizierte Sache, denn und nun bitte nicht meine Erklärungen gedanklich zum "Grundsatz" machen ;-)

    - Liebe und "Machtdruck" sind einander fremd.
    - Liebe heilt Angst.
    -Liebe leitet, wo dem Anderen "Gefahr" droht.
    - Liebe ist aufrichtig (heißt, deckt auch unschöne oder "fragliche" Wege auf um liebend und doch klar, zu korrigieren)

    In meinen Augen wird zu ca. 90% in Wirklichkeit eine ziemlich "Bedingte Liebe Gottes" vertreten... unter der Kennzeichnung: "Liebe Gottes".
    das finde ich schade, das du das so wahrnimmst. Ich überlege, warum das so sein könnte.

    Doch alle Vermutungen meinerseits wären doch nur Vermutungen.

    Ich liebe Korrektur von IHM z.B. sehr, denn so wachse ich und sammle keine Fehler in mir an (im Idealfall ;-))
    Ich liebe es, wenn ich Schuld aufgezeigt bekomme, denn so kann ich sie erkennen und wieder gut machen.

    Liebe oder wenn ER sagt, "Ich liebe dich" ist für mich einfach "klar" und Ausgangspunkt, Lebensatem auf den ich vertraue und aufbaue.

    Liebe sagt, "wenn du dies nicht so tust, wie ich sage, dass es gut ist, dann geschieht dir dies oder das, wovor ich dich eigentlich doch schützen möchte. Warum vertraust du mir nicht?" (ohne drohenden Unterton)

    "bedingungslos" ist für mich kein notwendiger Begriff, weil Liebe insich ist, was sie ist.

    du benutzt, falls ich das richtig verstehe, dieses "bedingungslos" als Abgrenzung zu dem, was andere "falsch" an Liebe verstehen?

    hm, aber dadurch (in meinen Augen) könnte dann aber der Eindruck entstehen, Liebe bräuchte noch verstärkende Superlative?

    Ich möchte nicht der Liebe ihre völlige Stärke nehmen mit diesem zusätzlichen Wort, um mich von anderen Menschen ab zu grenzen, oder bin ich da gerade auf der falschen Denkspur?

    liebe Grüße
    bonnie

  4. #74

    Standard

    Nee Bonnie... da reden wir dann aneinander vorbei. Mir gehts weder um Abgrenzung von anderen Menschen... noch um eine "Superlative".

    Die meisten Stop-Dogmen und Sperr-Theologien würden sich nach und nach auflösen würde in den Christentumen die Bedingungslsose Liebe Gottes wirklich vertreten werden... und nicht, wie üblich, eine auf ihre Theologien/Religion begrenzte... oder eben bedingte Liebe Gottes.

    Der ganze Religions-Elitarismus (= "wir sind die Einzigen... Wahren" etc...), wovon das Christentum genauso durchtränkt ist wie der Islam, würde seine Grundlage verlieren.

    Meine Traumvorstellung wäre daß alle Strömungen der Christentume, Islame und Judentume gerade die Bedingungslosigkeit der Liebe Gottes zu allen Menschen an erste Stelle setzen würden in ihren Predigen/Theologien und Lehren. Ich weis... Utopisch. Aber es finden sich zum Glück auch immer wieder Vertreter hier und da die speziell diesen Aspekt vertreten.

    Letztendlich seh ich mich auch dazugehörig... wenngleich ich mich da als Schüler auf Lebzeit betrachte jener --> die es in innerdhalb ihrer Religon oder PHilosophie etc... Lehren und vertreten.


    Ich kann trotz Deinen Ausführungen nicht nachvollziehen warum Du der Ansicht bist es würde die Liebe Gottes schwach darstellen ... wenn man betont daß sie Bedingungslos ist. Find eher daß das Gegenteil der Fall ist.


    lg Net.Krel

  5. #75

    Standard

    jetzt befürchte ich, bin ich erst mal an einem Punkt mit dem Wörtchen "bedingungslos", wo ich es gar nicht mehr verstehe oder nur noch in eine Art, wie du es sicher nicht verstanden haben willst ;-)

    also denke ich darüber nach und warte einfach, ob ich dich besser verstehen lerne ;-)

    lg bonnie

  6. #76

    Standard

    Hallo Bonnie

    das wichtigste ist imho - nebst allen Beschreibungs-Versuchen - daß man in seinem Herzen spürt daß uns Gott liebt.

    Das ist dann imho die beste Beschreibung.

    lg Net.Krel

  7. #77

    Standard

    daß man in seinem Herzen spürt daß uns Gott liebt.
    ja, und irgendwann verstehe auch ich (eventuell) das Wort "bedingungslos" .

    Ich muss zugeben, ich bekomme im Moment etwas "zu viel" (christlichen?) input zum Nachdenken und verstehen beim Lesen hier ...

    Hab Geduld mit mir

    bonnie

  8. #78

    Standard

    Zitat Zitat von bonnie Beitrag anzeigen
    (christlichen?)
    :-) Da musste ich jetzt wirklich bischen innerlich schmunzeln :-) :-) (aber rein positiv gemeint... nicht negativ)

    Will nur kurz erwähnt haben daß fast alles was zumindest ich schreibe... also meine Ansichten bzgl. Jesus/Chistentum... in der Regel von den aller meisten Christen (und vermutlich auch von den Brüdern und Schwestern jüdischen Glaubens) abgelehnt wird.

    Daher kann ich Dein "Fragezeichen" nur voll und ganz nachvollziehen :-) :-)

    Liebe Grüße Net.Krel :-)


 

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