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  1. #11

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    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    ( @Digido @Provisorium --> kurz rüber wink zu Euch )

    ( @Provisorium, Jesus hasste auch in meinen Augen niemand, auch nicht die ihn böses taten, aber so "ganz ohne Worte" glaub ich lief das nicht ab, lg Net.Krel )
    Hallo Net.Krel,

    vielleicht bleibt`s heute auch nur bei einem Winken zwischen uns, aber es ist doch ein schönes Gefühl, zu wissen, da gibt es jemand, der sich freut, wenn man anwesend ist. Danke, lieber Net.Krel,

    Digido

  2. #12

    Standard

    Hallo Provisorium,

    ja, das ist ja wirklich interessant, was Du da "aus dem Nähkästchen" plauderst. Mir scheint das alles darauf hinzuweisen, dass Du in einem früheren Erdenleben - vielleicht im Mittelalter? - in einem Kloster gelebt hast. Ich teile das nur einmal mit, falls Du Dich auch einmal fragst, was woher wohl die tieferen Impulse im Gegensatz zu den gegenwärtigen Anlässen kommen.
    Ich jedenfalls hatte, obwohl in einem evangelikalen Elternhaus aufgewachsen, nicht das geringste Interesse an Religion. Die Philosophen kamen bei mir auch erst sehr spät an die Reihe. Den ersten Philosophen den ich verhältnismäßig früh las (ca. mit 23) war auch Nietzsche (!), und zwar "Also sprach Zarathustra". Das hat mir auch einiges gegeben.

    Liebe Grüße,

    Digido

  3. #13
    Registriert seit
    23.07.2012
    Ort
    Wiesbaden
    Beiträge
    1.376

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    Schönen guten Morgen,

    also Klöster mag ich wirklich sehr gerne - hinsichtlich der Atmosphäre. Kann mich aber nicht erinnern jemals so eins bewohnt zu haben. :-)

    Ich hab' da natürlich auch schon viel drüber nachgedacht (wie wohl jeder Mensch), wieso sich das eigene Leben so entwickelt hat, wie es sich entwickelt hat. Eine abschließende Antwort habe ich natürlich nicht gefunden, aber ich denke das hat sehr viel mit den Prägungen in frühster Kindheit zu tun (an die man sich ja in aller Regel auch gar nicht mehr erinnern kann), wie z.B. der Bindung zur Mutter, oder allgemein das Eingebundensein in eine Familie/Gruppe.

    Ich persönlich hatte da als sechsjähriger einen kleinen Knacks erleben müssen, weil ich mein gewohntes Umfeld (das ich sehr liebte und in dem ich ganz selbstverständlich willkommen und eingebunden war) aufgrund eines Umzugs verlassen musste und dann auch der Wechsel in eine andere Schule nötig wurde. Das hat klein Provisorium gar nicht so gut verkraftet und dann gab es viele Probleme und Konflikte mit anderen Kindern und in der Schule.

    Ich denke das diese Schwierigkeiten und Konflikte mein späteres Interesse am Glauben und an der Bibel zumindest ein wenig gefördert haben, denn im Glauben konnte ich etwas für mich finden, das grundsätzlich meinem eher sensiblen Wesen entsprach und zudem ganz neue Welten eröffnete.

    Digido, du hattest das gestern in deinem Post ja sehr schön ausgedrückt, dass du der Meinung bist, dass sich der zwölfjährige Jesus bereits seiner Identität völlig bewusst gewesen war. Ich denke das stimmt und bei mir war das zumindest insofern ähnlich, dass ich im Glauben meine Identität suchte, eben weil ich sie durch den damaligen Knacks irgendwie verloren hatte.

    Ich will jetzt nicht zu off topic werden, aber vielleicht ist die Frage nach der eigenen "Menschwerdung" ja gar nicht so weit entfernt von der Frage nach dem Menschen Jesus?

    Wir haben alle unsere Geschichte und sind nicht ohne Grund der der wir sind. Das zu hinterfragen und zu erforschen ist für mich schon Teil einer religiösen Praxis, auch wenn das sicher viele Menschen vehement verneinen würden und es eher als psychologisches Interesse verstanden wissen möchten. Jedoch ist meiner Meinung nach die Psychologie vom Religiösen nicht zu trennen, da beide darauf abzielen, dass der Mensch zu sich selbst kommt und mit sich selbst identisch wird.

    Jesus wird das wohl in der Tat schon sehr früh erlebt und verstanden haben dürfen. Andere kommen im Leben vielleicht leider nie bei sich an. Doch alle sterben irgendwann einmal in die Liebe Gottes....

    LG
    Provisorium
    Geändert von Provisorium (19.05.2018 um 07:36 Uhr)
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  4. #14

    Standard

    @Digido-@Provisorium ... Jenes Bild hab ich übrigens immer Passiv-im-Hintergrund im Gehirn... wenn ich an @Dich-Provisorium denke im Dialog: Im Vorleben ein christlicher Mönch gewesen. Interessanter "Treffer" @Digido :-)

    Vieleicht noch kurz was imho interessantes zu Nitzsche: Martin Pernet, ehemaliger Pfarrer und Lehrer für Geschichte, Philosophie und Antike Kulturgeschichte und intensiver Nitzsche Forscher, bezweifelt daß er ein Atheist gewesen sei...

    ZB. bestand nahezu sein gesamter engster Freundeskreis aus der pietistischen-christlichen Reform-Bewegung.

    M. Pernet sah eine art stellvertretende Kritik ihrer... in Nitzsches Kritik am Christentum.

    Nur "Angefressene" mögen daher Nitzsche... so Pernet :-)

    ...

    Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
    Das zu hinterfragen und zu erforschen ist für mich schon Teil einer religiösen Praxis, auch wenn das sicher viele Menschen vehement verneinen würden und es eher als psychologisches Interesse verstanden wissen möchten. Jedoch ist meiner Meinung nach die Psychologie vom Religiösen nicht zu trennen, da beide darauf abzielen, dass der Mensch zu sich selbst kommt und mit sich selbst identisch wird.
    Tut gut zu lesen. Volle Zustimmung.

    Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
    Eine abschließende Antwort habe ich natürlich nicht gefunden, aber ich denke das hat sehr viel mit den Prägungen in frühster Kindheit zu tun (an die man sich ja in aller Regel auch gar nicht mehr erinnern kann), wie z.B. der Bindung zur Mutter, oder allgemein das Eingebundensein in eine Familie/Gruppe.
    Ebenfalls Zustimmung... wenngleich ich der Ansicht bin daß die früheste Kindheit nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Sprich: Die Psychologie müsste - imho - oft noch weiter zurück in die Seele des Menschens um zB "Problematische Zusammenhänge" vollständiger zu erklären.

    Erklärungen rein basierend auf Kindheits- Familien- und Umfeldsprägung reichen in meinen Augen nicht immer vollständig aus... wenngleich diese natürlich aufjedenfall genauso eine Rolle spielen... und selbstverständlich auch oft zutreffen ohne weiter zurück zu gehen. Aber ist aus meiner Sicht nicht immer "der ganze Kuchen"

    Fehlende Erklärungen... also wenn sich zB man kaum was in Kindheit oder Umfeld finden läßt, werden daher gerne "auf die Gene" im Sinne von "Veranlagung seitens der biologischer Zufallsumstände"... oder "biologischer Vererbung" gedeutet. Dem stimm ich aber auch nicht wirklich zu. Denn auch diese lassen sich - imho - Ursächlich auf "die Seele in ihrem Gesmtleben" zurück führen...


    Finde Eure Kindheits-Erzählungen übrigens sehr spannend... falls es wem bei mir interessieren sollte: Ich hab seit ca. mein 18. Lebensjahr - quasi als "Video-Sequenz aus 3. Personen-Sicht " - im Kopf (rein passiv im Hintergrund aber nur.. stört nicht wirklich)... daß ich einmal in einem Krieg (es muss sich um ein religiös-motivierten Krieg gehandelt haben) von hinten mit dem Schwert erstochen wurde.... in einer großen römisch katholischen Kirche. Mit sofortiger Todesfolge.

    Passt find ich irgendwie auch.


    lg Net.Krel


 

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