Die Ausgangsfrage war, wie könnt ihr damit leben?

Nun, da ich kein Christ bin, stellt sich mir diese Frage nicht, also muß ich damit auch nicht leben. Es fragt sich allerdings wie man damit lebt, von seinem (nicht Jedem) christlichen Gegenüber per Vorverurteilung einer sog. Hölle überantwortet zu werden. Ich kann für meinen Teil sagen, es lebt sich zwar gut damit, doch es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Denn damit erhebt sich eine Ebenbildlichkeit Gottes über eine andere Ebenbildlichkeit Gottes. Wenn man das dann noch in den Kontext zu Jesu Aussagen stellt, dann wird es wirklich unbehaglich, denn genau dieser Jesus warnte vor solchen „Deklassierungen“. Und das geschieht durch eben besagte Nachfolger? Ein sehr merkwürdiger Sachverhalt, der die Glaubwürdigkeit der angeblichen Nachfolger, sofern sie sich dieser Sichtweise bedienen, ziemlich unglaubwürdig werden lässt. Noch unglaubwürdiger wird es allerdings, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass besagter Jesus von einer Hölle nichts wissen konnte, da dies dem Judentum seiner Zeit fremd war und auch nirgends als Lehre verbreitet war. Da schaut man dann schon etwas erstaunt in sein göttliches Ebenbild und fragt sich, von was sprichst du da? Und genau so gehe ich damit um.

Absalom