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  1. #1
    Medina Gast

    Idee Christus und die Ehebrecherin

    In den christlichen Evangelien ist von den Geheimnissen der Liebe in lebendigen Bildern die Rede, etwa dort, wo Christus der Ehebrecherin begegnet: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer brachten eines Tages eine Frau vor ihn und sagten zu ihm: Rabbi, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt worden. Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was meinst du dazu? Diese Männer müssen gedacht haben: Jetzt wird er sich nicht mehr herausreden können, denn wenn er sagt, wir sollen sie nicht steinigen, wendet er sich gegen das Gesetz Moses, und wenn er sagt, wir sollen sie steinigen, widerspricht er sich selbst und allem, was er bisher über Liebe und Vergebung gefaselt hat. Christus aber überrascht sie mit der Antwort: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe als Erster den Stein auf sie.
    Als sie ihn das sagen hörten, heißt es im Evangelium weiter, gingen sie alle weg, einer nach dem andern, angefangen mit den Ältesten. Warum die Ältesten zuerst? Weil der Mensch umso mehr auf dem Kerbholz hat, je älter er ist! So blieb Christus am Ende allein mit der Frau und sagte zu ihr: Hat dich niemand verdammt? So verurteile ich dich auch nicht. Damit meint er: Es bringt nichts, die Menschen zu verdammen, was hilft, ist, dass man sie liebt und ihnen Mut macht, immer weiterzukommen. Christus will der Frau sagen: Du kannst aus all deinen Taten, vor allem aus deinen Fehlern, immer lernen. Mach nur weiter, lebe, bleibe nur niemals stehen in deiner Entwicklung! Meist wird diese Stelle in Übersetzungen mit: Geh hin u. sündige nicht mehr,,wiedergegeben. Ein solches geh hin ist wirklich nichts sagend. Das griechische poreuo bedeutet nicht nur ein physisches Gehen, es heißt im Allgemeinen: sich auf den Weg machen, vorwärts kommen, auch im Sinne von dazulernen u. sich innerlich weiterentwickeln.
    Christus will der Frau sagen: Sie soll immer weiter streben, um den Sündenfall rückgängig zu machen. Er ist gekommen, um jedem Menschen zu helfen, das Unfreimachende des Instinktes Stück für Stück zu überwinden. Im täglichen Überwinden, nicht im schon Überwunden-Haben, erlebt der Mensch seine Freiheit und sein Glück. Dies ist nur meine persönliche Interpretation. Ich würde mich freuen wenn ihr eure Interpretationen dazugeben würdet. Mit herlichen Grüßen.

  2. #2
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    NRW, Nähe Köln
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    258

    Standard

    Wir alle sind angesprochen in diesem wichtigen Evangelium.
    Wir stehen auf beiden Seiten der Linie, die JESUS in den Sand zeichnet, wie man es sehr aussagekräftig in Gibsons "Passion CHRISTI" sehen kann...
    Auf der einen Seite stehen wir als die Ankläger, die aber selber alle noch in Schuld leben (ich kenne keinen einzigen Menschen, der "unschuldig" ist...), auf der anderen Seite ist ein jeder die Dirne, die von JESUS ermahnt wird, ab sofort nicht mehr zu sündigen.
    Und dann ist da noch der Strich selber...JESUS zieht Bilanz, macht einen Strich...im Evangelium unter dem der Dirne, aber auch unter unserem Leben...schließt ab mit dem Sündenleben und sagt uns, besonders durch SEINEN Tod und SEINE Erlösung: "Deine Sünden habe ich addiert und sie Dir in der ganzen Summe vergeben."

    Wir alle sind auf dem Weg...Stillstand ist der Tod...nur wenn wir uns bewegen, kommen wir zum Ziel und das Ziel ist GOTT, ist unser ZU HAUSE, nach dem wir uns alle, mal schwächer, mal stärker, sehnen...

    @Medina
    Ich teile Deine Auffassung, dass jeder Mensch in seinem Alltag lernen und sich weiterentwickeln soll...
    Nur über das Machen von Erfahrungen und Sammeln von Erkenntnissen kommen wir weiter.
    Manchmal machen wir Erfahrungen, indem wir demütig warten, was der VATER uns schenkt, und manchmal müssen wir wagen, richtig ackern und den Boden bestellen, um zu ernten...
    Doch wer sich traut und IHM anvertraut, wer auch sagen kann, VATER, ich habe gesündigt, hilf mir, es besser zu machen, der kann sich darauf verlassen, dass ER ihn beschützt und begleitet. Und dass ER verzeiht...

    "Nun gehe nach Hause und gib von jetzt an dein Sündenleben auf!"


    GOTT zum Gruß!
    In allem behandelt eure Mitmenschen so, wie ihr wünscht, dass sie euch behandeln möchten.
    (Mt. 7,12)

    GOTT wird es ermöglichen.
    GOTT ist der einzig Wahre, der dies schaffen kann.

    (empfangen durch einen Boten GOTTES)


 

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