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  1. #1

    Standard Vom Glauben zur Meditation - ein Pilgerweg ?

    Endlich gefunden
    wonach ich ein Leben lang auf der Suche war …


    Der Gott der Kindheit bleibt unberührt.
    In den frühen Tagen des Menschseins
    dient er weiterhin als Schöpfer der Welt,
    unser Kindergott.


    Kehrt dann allmählich Frieden ein,
    der einen anfangs nützlichen,
    in den ersten Tagen des Menschen
    als einfache Welterklärung dienenden Glauben


    still und von tiefer Demut zeugend
    ohne weitere Namen zu nennen,
    irgendwann in den Hintergrund treten läßt,
    der lange ersehnte Seelenfrieden ?



    Der Glaube als nützliche, zumindest in jungen Jahren Trost spendende und gleichzeitig Vertrauen schenkende Hilfskonstruktion ?
    Besteht so gesehen, der tiefere Sinn des Glaubens nicht darin, eben jene zugrunde liegende, prinzipiell auf Subjekt Objekt beruhende Konstruktion als solche zu erkennen und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, in stiller Meditation zur Einheit zurückzukehren ?


    Aus meiner Sicht ein entwicklungsgeschichtlich bedeutsamer, wohl eher aus östlicher Tradition stammender Weg,
    der den Menschen da abholt wo er in seinem Glauben eigentlich steht

    vergleichbar mit einem Pilgerweg der neben zahlreichen christlichen Namen schließlich auch meditative Elemente in sich vereinigt


    Näheres unter
    www. mondo zen.ego deconstruction

  2. #2

    Standard

    Zitat Zitat von nescio Beitrag anzeigen
    Der Glaube als nützliche, zumindest in jungen Jahren Trost spendende und gleichzeitig Vertrauen schenkende Hilfskonstruktion ?
    Mhh... vermutlich ist das bei jeden Menschen anders (gewesen)... bei mir war es "in jungen Jahren" eher so daß ich entweder an gar nichts... oder kaum an etwas geglaubt hab...

    Allein schon das Wort "Glaube" empfand ich als Ablehnungswürdig... selbst sogar heute noch hat es (für mich) einen unangenehmen Beigeschmack weil es (imho) viel zu oft Zweckentfremdet und Missbraucht wird dieses Wort...

    zB innerdhalb der (meisten) Christenheit: Da wird immer von "dem Glauben" gesprochen. Von: "Der Glaube" ... meinen aber in Wahrheit immer nur ihren persönlichen (Gruppen)Glauben welchen sie dann einfach als "Den Glauben" bezeichnen... als ob es in aller Selbstverständlichkeit nichts anderes gäbe als diesen ihren persönlichen Glauben...

    Treffender wäre es, find ich, sie würden von "ihrem persönlichen Glaubensvorstellungen" sprechen... ich zumindest hab mir das angewöhnt weil ich es irgendwie als Arrogant empfinde einfach meinen persönlichen Glauben als "den Glauben" zu bezeichnen... Es ist "ein Glaube" - eben mein persönlicher - und nicht "der Glaube"... immerhin gibt es ja auch noch andere Menschen die was anderes auch glauben...

    Auf der anderen Seite mag ich es wiederum auch nicht wenn man "an gar nichts Glaubt" (was imho eh kein Mensch tut... an irgendwas glaubt nach meinen Beobachtungen zumindest jeder Mensch an etwas... und sei es nur zB an "Materie only"... das ist in meinen Augen auch "ein Glaube" --> einer von vielen eben )

    Also hab ich mir angewöhnt immer zu Fragen an was derjenige denn überhaupt glaubt... denn auch "im Christentum" konnte ich keinen "einheitlichen Glauben" finden... weswegen ich auch ungerne "Christentum" (<--- Einzahl) sage sondern eher: Die Christentume (<--- Mehrzahl) ... das trifft es in meinen Augen eher.

    Es glaubt zwar natürlich jeder zB "an Jesus" und natürlich auch "an Gott"... nur sind die jeweiligen Jesus-Bilder und Gottes-Bilder so Zahlreich und Unterschiedlich daß ich beim aller besten Willen einfach nicht sagen kann daß "die Christenheit" ein einheitlichen Jesus- oder Gottesglauben beinhaltet... es ist einfach alles vertreten von (imho) tief-schwarz bis strahlend-weis...

    Der "eine Jesus" wartet zB "oben im Himmel" auf "Tag X" (nennen sie dann: "Entrückung") wann er nun endlich alle "Recht-Gläubigen" eben (in den Himmel -->) "entrücken" könne... und all die anderen Menschen mit "Pauken und Trompeten" auf der Erde mit Feuer vernichten oder zurück lassen wird...

    Ein "anderer Jesus" wiederum ist der aller-Herz-Gütigste-Seelen-Gottes-Sohn, zu 100% gefüllt mit göttlichster Weisheit und ewiger Liebe der niemals so etwas tun würde ... (in die Richtung geht nebenbei bemerkt eher mein persönliches Jesus Bild :-) ) der nichts anderes als nur gutes für alle Menschen will und so etwas wie Bestrafung - geschweige denn Feuer-Todes-Strafen aufgrund des "falschen Glaubens" nicht kennt... geschweige denn anwenden würde...

    Und "1000" Jesus- und Gottesbilder mehr noch...

    Man kann bei so einer Bandbreite, imho, weder von "dem Christentum" sprechen, noch von "dem [christlichen] Glauben"... ich halte das für eine ungültige Verallgemeinerung.

    Man kann, imho, allerhöchstens immer nur sagen was man persönlich unter "christlichen Glauben" versteht... und egal nun ob das persönliche Verständnis von "christlicher Glaube" ein positives oder negatives ist oder wie es auch immer sein mag --> so oder so ist auch das immer nur das persönliche Verständnis davon was man eben selbst unter "christlichen Glauben" versteht.

    ...

    Bzgl. Zen.
    Was mich betrifft:

    Ich mag das "buddhistische Zen" gern (so wie ich "es" zumindest kenne und verstehe).

    Besonders gern hab ich es wenn sich "Zen-tum" und "Christen-tum(e)" trifft und sich gemeinsam die Hand reichen... was zwar leider eher nur selten vorkommt aber geben tut es das ja schon.

    In anderen Worten: Ich halte die Lehren Jesus (so wie ich sie verstehe) und die Lehren von Buddha und der "Zen Variante" davon --> nicht nur für keine Widersprüche sondern für sich Gegenseitig ergänzende und harmonisierende Lehren...

    lg Net.Krel
    Geändert von net.krel (08.01.2017 um 20:10 Uhr)

  3. #3

    Standard

    Hallo nescio,
    Willkommen im Forum!
    Glaube ohne Meditation halte ich für eine Unmöglichkeit. Ich weiß nicht, wie man Christ sein soll, ohne zu meditieren/Kontemplieren.
    Der Zen geht ja schon davon aus, dass in der Welt nichts zu finden ist. So weit sind viele Christen noch nicht. Sie sind ganz bürgerlich eingestellt. Im Zen soll m.W. erfahren werden, dass man alles schon hat, und es nichts mehr zu erlangen gibt. Das ist völlig OK. Buddha- und Christusnatur sind ja einunddasselbe.

    LG,
    Digido

  4. #4

    Standard

    Liebe Freunde,

    vielen Dank für eure wohlwollenden Kommentare.

    Im Grunde geht es nur darum, Glaube und Meditation in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen und beide Traditionen, ganz gleich wie man dazu steht, miteinander zu versöhnen. Das tut aus eigener Erfahrung gut.

    Diese einfache Art von Pilgerweg, der in den alten Schriften wohl nur andeutungsweise zu finden ist, scheint mir demnach in allen Religionen dieser Welt mehr oder weniger tief verborgen zu sein ... auch in Christentum oder Islam

    Warum sollten aufgeklärte und tolerante Christen (oder Muslime) die Dinge nicht mal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten ?

    Näheres unter
    www. Religionsforum.Jenseits der tausend Namen des Islam


 

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