Nein, ich bin kein Jurist. Allerdings ist der Bund zwischen Israel und Gott in der Tat auch ein Rechtsbund.Bist Du Jurist?
Für diese Begriffe gibt es mehrere Möglichkeiten. Im biblischen Kontext wäre = Betulah zutreffend.Und wie ist die hebräische Bezeichnung für nichtverheiratete Frau im besten Alter? Früher sagte man im Deutschen "alte Jungfer", heute sagt man (englisch) "Single".
Das will ich dir so nicht beantworten! Du fragtest nach einer Antwort zu – aus Matthäus und Jesus spricht dort zu Juden über eine jüdische Ehefrage, welche sich aus der jüdischen Torah ergibt. Von Christen lese ich da nichts. Allerdings, wenn sich Christen diese Sichtweise zu Eigen machen wollen, dann müssen sie wohl oder übel die jüdische Sichtweise für sich annehmen oder eben nach eigenen Ermessen umwandeln, was ja letztendlich auch geschah. Und genau hier sieht es jede christliche Konfession ganz eigen und anders. Welche Version möchtest du denn hören?Aber wie ist das in der heiligen, christlichen Ehe?
Hier sprichst du ein wichtiges Thema an, welches weit komplexer ist, als man annehmen mag. Denn abgesehen von den alltäglichen Schwierigkeiten die eine Ehe belasten und herausfordern haben wir noch ein ganz anderes Problem, den Menschen, der sich selbst immer weiter entwickelt und dies durch soziologische und kulturelle Veränderungen. Dazu einmal folgendes Beispiel. Die Menschen wurden früher in aller Regel bis ca. 40 – 50 Jahre alt (es gab Zeiten da war es noch weniger!). Ehen wurden früher wesentlich früher geschlossen (ab ca. 12 – 16 Lebensjahr) und waren vor allem auf Grund der Wirtschaftsverhältnisse (Feudalismus, Frühkapitalismus) in aller Regel Versorgungsgemeinschaften bzw. Zweckgemeinschaften. Es gab andere Rollenverteilungen und vor allem ganz andere Lebensverhältnisse wie heute. Menschen arbeiteten täglich bis zu 12 – 16 Stunden um die Familie ernähren zu können. Die Ehen waren in aller Regel durch großen Kinderreichtum gekennzeichnet. Etc. Etc. Wenn du das bedenkst, gab es einen ganz anderen Ehestatus früher als heute. 1. Die Menschen lebten nicht so lange wie heute zusammen. 2. Die Ehe war eine Zweckgemeinschaft und selten eine Liebesgemeinschaft. Liebesheiraten gab es faktisch nicht (Kinder wurden von den Eltern verheiratet). Liebe musste erworben, erkämpft werden. 3. Die Menschen verbrachten wesentlich weniger Zeit miteinander in einer Partnerschaft. 4. Viele Ehen haben kaum noch Kinder bzw. nur eine geringe Anzahl an Kinder. Verbindende Elemente brechen weg. 5. Der Rollenstatus hat sich innerhalb der Ehen drastisch verschoben. Etc. Etc. Allein an diesen soziologischen und kulturellen Entwicklungen scheitern viele Ehen. Der Mensch ist ein „Herdentier“ aber wenn er die „Freiheit“ dazu hat ist er auch ein stark auf sein eigenes Ich bezogenes Individuum.Schleicht sich Unzucht ein? Ja, wie denn? Wie kann das passieren, wenn man die sexuelle Sicht mal völlig außer Acht läßt? Oder ist in diesem Fall die Unzucht von vornherein gegeben gewesen? - Ach, ist das schwierig!
Unsere heutige Gesellschaftsform, die weder den Begriff Großfamilie – Generationenfamilie kennt, die sehr stark auf die individuelle Entwicklung des persönlichen ICH bezogen ist, stellt der traditionelle Familienform unlösbare Probleme gegenüber. Das hat weniger etwas mit Unzucht zutun, als vielmehr mit der Überforderung des Menschen an diese Gesellschaftsform. Die äußeren Anreize für eine traditionelle Familienform sind in unserer Gesellschaft kaum noch gegeben. Es gibt hier eine klar erkennbare Werteverschiebung, welche die Freiheit des Individuums hervorhebt und die soziale und gemeinschaftliche Komponente verdrängt. Das ist übrigens auch eine Folge unserer Kapitalistischen Industriegesellschaft. Übrigens geschehen die gleichen Prozesse auch in der vom Islam beherrschten Welt, wo sich die heutigen modernen Gesellschaftsformen immer weiter Ausbreiten. Scheidungen gehören auch dort mittlerweile zum Alltag, was belegt, dass dies ein allgemein soziologisches – kulturelles Problem ist und keine rein religiöse Frage darstellt.
Was kann man tun? Man wird sich in unserer Gesellschaft ernsthaft überlegen müssen, ob der Wert einer Familienorientierten Gesellschaftsform den Vorrang vor materieller und individueller Freiheit hat. Letzteres ist der Zeit der Fall, doch es gibt schon ein Umdenken.
Natürlich kann ein gemeinsamer Glaube eine Ehe festigen, denn es ist ein Punkt, der Gemeinsamkeit und Lebensperspektive schafft, eine Garantie ist es allerdings nicht.
Absalom



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