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Baum-Darstellung

  1. #9

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    Zitat Zitat von Christof Beitrag anzeigen
    1. Kor 13 Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; 14 wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt vergeblich, vergeblich auch euer Glaube.
    @Christof... da ist Dir (sicherlich unabsichtlich) eine fluechtige Fehl-Referenzierung des Paulus Briefes passiert.
    Ist nicht Kapitel 13 (das waere das "Hohelied der Liebe") sondern 1. Kor, Kapitel 15, Vers 13.

    Aber unabhaengig davon (<-- ist eh ja kaum der Rede Wert) finde ich vor allem dass Du 1. Kor 15,13 da etwas aus dem Zusammenhang zitiertest.

    Denn es ging ja an der besagten Briefstelle primaer darum, dass offensichtlich einige (Korinther) damals nicht an "die Auferstehung der Toten" glaubten... sprich: Sie glaubten nicht, dass man nach dem Tod (in welcher "Form" nun auch immer) weiter leben wuerde.

    Das war damals uebrigens auch der Glaube der Sadduzaeer... die glaubten auch nicht an ein Weiterleben nach nach dem leiblichen Tod.

    Und ich denk es liegt ja auf der Hand dass wenn jemand erst gar nicht an ein Leben nach dem leiblichen Tod glaubt... dass dies im Widerspruch zu jeglicher Art von Glauben steht, wo an ein "Weiterleben nach dem Tod" festgehalten wird.

    Von daher hatte Paulus schon recht, als er eben an dieser Stelle (Sinngemaes) sagte, dass er sich ja jegliche weitere "Predigt" dann sparen koenne, wenn sie erst gar nicht an "ein Leben nach dem Tod" glauben... und ihr Glaube (an was denn eigentlich dann?) letztendlich Sinnlos waere.

    "Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen!" [1. Kor 15, 19]
    ... fuhr er dann (zynisch?) fort...

    Jene Korinther glaubten also daran, dass Jesus sie in diesem ihrem jetzigen materiellen Leben quasi "abholen" wuerde... ins "ewige Reich Gottes".

    Und dem widersprach Paulus an dieser Stelle...

    "Wenn die Toten nicht auferstehen, so «lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!» Lasset euch nicht irreführen [...] Werdet ganz nüchtern und sündiget nicht! Denn etliche haben keine Erkenntnis Gottes" [1. Kor 15,32]
    Hier ebenso...


    Auf die anscheinend aufgekommene (Sinngemaesse) Frage, "wie man denn nach dem koerperlichen Tod bitte schoen ohne biologischen Koerper weiterleben koenne" antwortete Paulus:
    "... es gibt himmlische Körper und irdische Körper [...] Auferstehen wird man in einem geistigen Leib" [1. Kor 15,44]
    Paulus fahert fort mit :

    "Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen." [1. Kor 15,49]

    "Fleisch und Blut [kann] das Reich Gottes nicht ererben. Wir werden aber alle verwandelt werden" [1. Kor 15,50f]
    Und abschliesen tut Paulus wie folgt:

    "Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, nehmet immer zu in dem Werke des Herrn, weil ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist" [Schlussatz des 15. Kapitels... 1. Kor 15, 58]
    Ich moechte nur grad folgendes festhalten:

    - Es ging im gesamten Kapitel nicht darum, dass man an ein "stellvertretendes Kreuztod-Suehneopfer" glauben muesse, um nur durch diesen Glauben dann erst "in den Himmel" zu kommen.

    - Die "Auferstehung Jesus" wird nur deshalb erwaehnt, um ihnen klar zu machen, dass wenn sie erst gar nicht an ein Weiterleben nach dem Tod glauben, ihr Glaube, in Paulus' Augen, Sinnlos ist, und er sich ja dann gleich alles weitere "sparen kann"...

    Und vor allem:

    "Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen." [1. Kor 15,49]
    Das ist ein in meinen Augen ganz entscheidender Satz. Denn er besagt, zumindest nach meiner "Leseart" des Kapitels, dass je nach dem wie wir hier auf Erden gelebt und "gedacht" haben... es fuer uns "nach diesem jetztigen Leben" auch entsprechend aussehen wird... in der "geistigen Welt", bzw. wie es "danach" auch immer individuell fuer jeden einzelnen weitergehen/aussehen mag...

    Und deshalb [Zitat Paulus] --> "meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, nehmet immer zu in dem Werke des Herrn, weil ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist". [1. Kor 15, 58]

    Sprich: Wenn wir hier auf Erden ein "gutes Leben" (--> "Frucht des Geistes") fuehren... so ist das nicht "vergebens"... so wird uns auch "danach" entsprechendes erwarten (wie umgekehrt aber sicherlich auch ;-) )...

    Das gesamte Kapitel 15 des 1. Korinther Briefes betrachet spricht da also schon eine andere Sprache, als dass es lediglich nur darum ginge, "an die Auferstehung Jesus" im Intellektuellen Sinn zu glauben... dieser Glaube, an sich, bewirkt ja erstmal gar nichts ausser dass man dem halt intellektuell zustimmt.

    Aber es ging, zumindest nach meinem Verstaendnis des Kapitel, im Kern um etwas anderes... eben um das was ich hier grad aufgefuehrt habe.
    Geändert von net.krel (12.03.2016 um 05:37 Uhr)


 

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