hmm, die sogenannte "Lebensfeindlichkeit" liegt ja nun immer im Auge des Beteachters denke ich und an der Perspektive aus der man Dinge beleuchtet.
Ganz unvoreingenommen bist du ja dem "Christentum" gegenüber nicht (was ja auch nicht "schlimm" ist, und auch glaube ich, mich erinnern zu können, dass du oft und gern grenzwertige Extreme anführst, um Dinge "zu verdeutlichen"..
Aus der anderen Perspektive beteachtet - also die meine - haben die Gebote hinsichtlich der Beziehungen und Ehe immernoch eine nicht zu unterschätzende Schutzfunktion (wobei ich vom" Normalfall" und nicht dem Extrem einer negativen Ehe ausgehe :-) ).
Mir sind zB Menschen bekannt bekannt, zu denen ich zeitweise auch gehörte, die schlicht und ergreifend ausgenutzt wurden. In der Oberschule brüsteten die Jungs sich damit, wen sie wieder "rumgekriegt" - also Liebe vorgeheuchelt und Verkehr hatten - wobei ich froh war, solchem aus Vorsicht verschont geblieben zu sein.
Frauen wurden und werden wegen unerwünschter Schwangerschaft im Stich gelassen und "entsorgt", wie es auch Männern im umgekehrten Fall gehen kann, dass sie unerwünscht Vater werden, weil die Frau vorgab, die Pille zu nehmen. So ist die Ehe ebenso ein gewisser Schutz für Männer, die ihrer Vaterschaftsverantwortung gerecht werden und mit ihren Kind Gemeinschaft haben wollen. Desgleichen gibt es in meinen Augen viele Vorteile - mehr als Nachteile - die für eine Ehe sprechen, vorausgesetzt natürlich, man meint es erst miteinander und ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.
.. und da ist der nächste Stichpunkt: Verantwortung übernehmen wollen... Viele Menschen wollen eine gute Zeit haben, aber sich ein Hintertürchen offenhalten, aus dem sie sich verabschieden können, wenn ihnen etwas nicht ins eigene Konzept passt, oder der Sexualpartner plötzlich unbequem wird, weil er plötzlich zu anhänglich wird, oder "Ansprüche stellt".. Denn wer weiß, ob sich nach längerer gemeinsamer Zeit es sich der Partner nicht doch überlegt und die offene Beziehung in eine monogame wandeln möchte. Ja, was dann?? Hält die(se) Liebe dem stand? Worauf ist man dann bereit zu" verzichten"? Auf die eigene Lust, die man nicht disziplinieren will - man vllt, Sorge hat, etwas zu verpassen, oder dass es "langweilig" werden könnte - oder auf den u. U. langjährigen Partner?
Und was könnte uns der Begriff "Lebensfeindlichkeit" in diesen Zusammenhängen sagen?.....
Versteh mich bitte richtig, es ist alles nicht auf dich/deine Partnerschaften persönlich gemünzt, ok..!?
Du kannst sicher auch von Beispielen aus deiner Umgebung berichten, wenn du magst.
Ich bin gespannt auf deine Antworten.. :-)
Soweit mal meine Gedanken auf die Schnelle und vom Extremsten "anderen Seite" beleuchtet.. ;-)
Segenswünsche,
adi




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