Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1

    Standard Welche Religion hat Gott?

    "Tausend" Religionen aber nur einen Schöpfer.

    "Tausend" chrisliche Glaubensgemeinschaften, bei nur einem Christus.

    Was ist schief gelaufen?

  2. #2
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    Mhhmm, ich weiß gar nicht so genau, ob da nun wirklich etwas schief gelaufen ist, weil es so viele unterschiedliche christliche Konfessionen und Glaubensgemeinschaften gibt, sondern ich denke, dass sich in dieser Vielfalt auch die Vielfalt der Glaubensvorstellungen der Menschen ausdrückt. Sobald eine Glaubensgemeinschaft nämlich Dogmen, also unumstößlich zu glaubende Inhalte predigt und festlegt, wird es immer auch eine Gruppe von gläubigen Menschen geben, die diesen Dogmen nicht aus reinem Herzen folgen wollen/können und also spalten sie sich dann mit der Zeit ab und differenzieren immer genauer und expliziter, was dann notwendigerweise zu den vielen unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften führt.

    Wenn man also sagen will, dass da etwas schief gelaufen ist, dann ist es wohl die Dogmenbildung, die nicht jeder mitgehen konnte. Und das war ja von Beginn an in der Kirche so. Über Jahrhunderte hat man z.B. darüber gestritten, wie es mit der Trinität ausschaut und heute glauben manche Christen an die Dreieinigkeit Gottes und manche eben nicht. Und das führt immer dann zu Spaltungen, wenn diese Glaubensvorstellung, es müsse ein dreieiniger Gott sein, absolut gesetzt und damit der Glauben an die Trinität quasi als heilsnotwendig erachtet wird.

    Lehrsätze, die dem Gläubigen keinen Spielraum lassen, können halt sehr schnell ausschließenden Charakter haben und viele Gläubige hängen mit ganzen Herzen an ihren Glaubens- und Lehrsätzen. Dabei ist besonders traurig zu sehen, dass die einigende Kraft des Glaubens offensichtlich nicht stark genug ist, um diese Spaltungen zu verhindern, Gräben und Mauern zu überwinden und die Gemeinschaft der Gläubigen zu einigen, auch wenn man in manchen Dingen unterschiedlicher Auffassung ist.

    Wir hatten ja bereits im "Reform-Thread" ein bisschen darüber gesprochen und festgestellt, dass es tatsächlich 44000 unterschiedliche christliche Konfessionen gibt. Nun gilt es wohl die Einheit in der Vielfalt zu suchen...

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  3. #3
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    Ich glaube Gott hat keine Religion.. Religion ist von den Menschen gemacht und Gott ist kein Mensch.
    Zumindest hoffe ich das Gott keine Religion hat... ein Gott der fundamentalistischer Christ, Muslim oder sonst was ist.... gruseliger Gedanke
    https://www.youtube.com/watch?v=NqyAqz85_7E

    fairytales don´t always have a happy ending, do they?

    Wenn ich mit Gott spreche, dann nennt man das beten. Wenn Gott mit mir spricht, dann nennt man das Psychose :D :D

  4. #4
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    Ups, hab' gerade einen "bösen" Gedanken gehabt, als ich deinen Post las, denn ich musste daran denken, dass sich Gott, wenn er ein fundamentalistischer Muslim wäre, sicher bereits bei einem Selbstmordattentat in die Luft gesprengt hätte...

    Ne, also ich mag diese vermenschlichenden Vorstellungen von Gott sowieso nicht gerne. Menschen haben Religionen, aber Gott ganz sicher nicht...

    LG
    Provisorium
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  5. #5

    Standard

    Provisorium: " Wir hatten ja bereits im "Reform-Thread" ein bisschen darüber gesprochen und festgestellt, dass es tatsächlich 44000 unterschiedliche christliche Konfessionen gibt. Nun gilt es wohl die Einheit in der Vielfalt zu suchen...

    LG


    Und, tust Du das? Falls ja, wie und wo suchst du? Ansonste fand ich, ist vieles stimmig in Deinem Beitrag.

    Ich selbst wurde ev. "zwangsgetauft", stellte später dann aber fest: Ups, der Schöpfer ist ja gar nicht evangelisch, er hat ja religionslos.

    Stellte noch später fest: Paulus hat ja Recht. "Mein Schöpfungs-Wissen ist ja wirklich Stückwerk"!
    Dann begann ich das Vollkommene zu suchen, auf das mein Stückwerk aufhöre. (1.Kor. 13.9-10)


    So wurde aus "blindem" Glaube "Wissen". Das "Schöpfungs-Wissen" wuchs Step by Step und das Stückwerk wurde Step by Step immer kleiner.

    Und ich durfte erfahren, dass er stimmt, die Bibelsatz: Suchet so werdet ihr finden! Gesunder Glaube benötigt im Gegensatz zu dem kranken "blinden Glauben", das Fundament des Wissens. Wissen wie, d.h. nach welchen Schöpfungs-Gesetzen Schöpfung funktioniert
    Geändert von daVinnci (19.08.2015 um 23:08 Uhr)

  6. #6
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    Zitat Zitat von daVinnci Beitrag anzeigen
    Und, tust Du das? Falls ja, wie und wo suchst du? Ansonste fand ich, ist vieles stimmig in Deinem Beitrag.
    Oh schön, dass du meinen Beitrag stimmig findest. :-)

    Also ich suche ganz grundsätzlich immer nach den Gemeinsamkeiten, wenn ich mich mit Gläubigen (die ich übrigens, wie auch jeden Ungläubigen, als Bruder oder Schwester betrachte und verstehe) unterhalte. Das kommt nicht zuletzt daher, dass mein Glaube ein "Einheitsglaube" ist, ich also daran glaube, dass wir alle in Gott eins sind. Deshalb kann ich mich auch sehr gut mit Gläubigen identifizieren, die nicht wie ich Christ sind, sondern z.B. Buddhist, oder auch Hindu, denn auch in diesen Religionen gibt es "Einheitsgläubige". Ach und auch im Islam gibt es mystische Strömungen, wie den Sufismus, die zumindest eine starke Affinität zum Glauben an "das Eine" haben.

    Man kann sich also durchaus mit den eigenen Glaubensvorstellungen in anderen Glaubensvorstellungen wiederfinden, selbst wenn man nicht dieselbe Religion haben sollte. Es ist ja so, dass auch Religionen durchaus einem evolutionären Prozess unterliegen, der in der Geschichte der Menschheit z.B. vom Polytheismus zum Monotheismus führte. Wenn man sich also ein bisschen mit der Genese der unterschiedlichen Religionen auseinandersetzt und auf diese Weise sucht, dann kann man immer viele Gemeinsamkeiten finden, wenn man denn möchte.

    Ich persönlich glaube daran, dass jeder Mensch einen "göttlichen Funken" in sich trägt, der ihn mit Gott und allen anderen Menschen substantiell verbindet, weshalb ich auch davon überzeugt bin, dass das Trennende zwischen uns Menschen lediglich konstruiert, eben nicht substantiell ist und letztlich also keinen Bestand haben wird, weil nur "das Eine", also Gott wirklich besteht.

    Zitat Zitat von daVinnci Beitrag anzeigen
    Ich selbst wurde ev. "zwangsgetauft", stellte später dann aber fest: Ups, der Schöpfer ist ja gar nicht evangelisch, er hat ja religionslos.
    Ich wurde als Baby auch evangelisch zwangsgetauft, habe mich dann auch konfirmieren lassen, hatte zu diesem Zeitpunkt aber eigentlich viel mehr Kontakt zu einer Baptistengemeinde. Schlussendlich hat mich mein Glaubensweg dann aber zur christlichen Philosophie Meister Eckharts geführt, dessen "Lehre" und Beispiel ich nun gerne folgen mag. Deshalb hänge ich auch der so genannten "negativen Theologie" an, die kein Gottesbild kennt und Gott niemals mit weltlichen Vorstellungen identifizieren würde, weshalb es logischerweise für mich unmöglich ist zu glauben, dass Gott eine Religion hätte. :-)

    Zitat Zitat von daVinnci Beitrag anzeigen
    So wurde aus "blindem" Glaube "Wissen". Das "Schöpfungs-Wissen" wuchs Step by Step und das Stückwerk wurde Step by Step immer kleiner.

    Und ich durfte erfahren, dass er stimmt, die Bibelsatz: Suchet so werdet ihr finden! Gesunder Glaube benötigt im Gegensatz zu dem kranken "blinden Glauben", das Fundament des Wissens. Wissen wie, d.h. nach welchen Schöpfungs-Gesetzen Schöpfung funktioniert
    Ich persönlich glaube jetzt eigentlich nicht, dass blinder Glaube krank ist, aber natürlich ist es ein sehr schönes Gefühl, wenn man mit der Zeit im Glauben wächst und sich bruchstückhafte Ahnungen zu einem Bild zusammenfügen, das einem stärkste Gewissheit vermittelt und einen dadurch auf intensive Weise stärkt und festigt und einen frohen Mutes sein lässt, weil plötzlich alles so einleuchtend und schlüssig erscheint. :-)

    Ich freue mich sehr für dich, dass dein Glaube sich so entwickelt hat und dich trägt!

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  7. #7

    Standard

    @provisiorium

    Oh schön, dass du meinen Beitrag stimmig findest. :-)
    Vieles ;-)


 

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