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  1. #1

    Standard

    Zitat Zitat von Zeuge Beitrag anzeigen
    In dem man an die große Taten Gottes denkt und ihn dafür preist. Und wann hat Israel das erste mal das getan? Nach dem sie durch das Meer gegangen waren, in welchem ihre Verfolger umkamen. Ein Sinnbild auf die Taufe.

    Nur ein Gerechter und Heiliger kann die Gebote Gottes einhalten, b.z.w. nach der Bergpredigt leben. Ein Sünder kann das nicht.

    "Wer unrecht tut, tue noch unrecht, und der Unreine verunreinige sich noch, und der Gerechte übe noch gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich noch." (Off. 22:11.)

    Nur ein Gerechter kann Gerechtigkeit üben, und nur ein Heiliger kann sich heiligen.
    Durch seine Werke aber wird kein Mensch zu einem Gerechten oder Heiligen, sondern nur durch den Glauben an das vollbrachte Werk Gottes in Christus Jesus.

    Das ist ein Irrtum. Entweder muß man alles durch eigene Werke selbst erlangen, das wäre dann nach dem Gesetz, oder man bekommt alles geschenkt, aus Gnade.

    "Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen." (Gal. 5:4.)
    Weißt du Zeuge, in den Jahrzehnten, in denen ich ehrenamtlich meinen geistlichen Dienst versehe, habe ich schon viele Menschen erlebt, die eine vergleichbare Geisteshaltung haben. Die Theorie, dass Menschen nur aus Gnade errettet werden könnten, ist in den evangelischen Kirchen weit verbreitet. Sie geht im Prinzip davon aus, dass Gott im Himmel ist und der Mensch als gefallenes Wesen im Staub der Erde herumkriecht. Sie besagt, dass unser Leben vorherbestimmt ist. Letztendlich werden durch seine Gnade nur diejenigen erlöst, denen Gott seine Gnade schenkt.

    Ich persönlich kann mit solch einem parteiischen Gott nichts anfangen.

    Das Problem solcher Lehren ist, dass man erst eine von Menschen erdachte Philosophie erfindet und sie dann mit Schriftstellen durchsetzt.

    Theoretisch könnte man diesen Vorwurf allen Religionen machen. Daher ist es schwer, in diesem Wirrwarr von religiösen Philosophien die reine Lehre Christi zu finden.

    Es hilft überhaupt nicht weiter, mit Schriftstellen herum zu werfen, da man sie x-beliebig auslegen kann. Sie erschließen sich ohnehin nur durch den Geist Gottes. Da nun jeder für sich behaupten kann, er hätte den Geist Gottes empfangen - das Gegenteil lässt sich ohnehin nicht beweisen - kann theoretisch jeder recht haben. Daher macht es keinen Sinn, sich hinzustellen und als selbsternannter Prediger das Wort Gottes predigen zu wollen. Die heiligen Schriften wurden den Menschen durch Propheten gegeben. Durch den Geist, durch den sie gegeben worden sind, lassen sie sich auch verstehen und auslegen. Diejenigen, die diesen Geist haben, verstehen sie auch und sind durch denselben Geist auch eins oder, mit anderen Worten, einig.

    Und von diesem Einssein ist die Christenheit noch weit entfernt ...
    Geändert von Kerzenlicht (25.12.2008 um 13:17 Uhr)
    Ein Leben ohne Liebe ist ein Leben gegen das Leben

  2. #2
    numerarier Gast

    Standard Geistlicher Dienst

    Hallo Kerzenlicht, gesegnete Weihnachten Dir!
    Ich lese mit Interesse Deine Beiträge. Was meinst Du mit ehrenamtlichem "geistlichen Dienst"?
    numerarier

  3. #3

    Standard

    Zitat Zitat von numerarier Beitrag anzeigen
    Hallo Kerzenlicht, gesegnete Weihnachten Dir!
    Ich lese mit Interesse Deine Beiträge. Was meinst Du mit ehrenamtlichem "geistlichen Dienst"?
    numerarier
    Ehrenamtliche Dienste sind keine hauptamtlichen (bezahlten) Dienste).
    Ein Leben ohne Liebe ist ein Leben gegen das Leben

  4. #4
    herold Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Kerzenlicht Beitrag anzeigen
    Daher macht es keinen Sinn, sich hinzustellen und als selbsternannter Prediger das Wort Gottes predigen zu wollen. .
    hallo kerzenlicht
    und wie wollen wir beurteilen können, wer selbsternannt und wer berufen ist?

    einen schönen tag noch.

  5. #5

    Standard

    Zitat Zitat von herold Beitrag anzeigen
    hallo kerzenlicht
    und wie wollen wir beurteilen können, wer selbsternannt und wer berufen ist?

    einen schönen tag noch.
    Die Apostel wurden von Christus berufen. Und Matthias, der Judas ersetzen sollte, nach Gebet und Offenbarung von den Aposteln. Siehe Apostelgeschichte 1:15-26
    Ein Leben ohne Liebe ist ein Leben gegen das Leben

  6. #6
    herold Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Kerzenlicht Beitrag anzeigen
    Die Apostel wurden von Christus berufen. Und Matthias, der Judas ersetzen sollte, nach Gebet und Offenbarung von den Aposteln. Siehe Apostelgeschichte 1:15-26
    hallo kerzenlicht
    ja schon. aber wie wollen wir beurteilen, wer nun von christus und wer von sich selbst berufen ist.

    einen schönen tag noch.

  7. #7

    Standard

    Zitat Zitat von herold Beitrag anzeigen
    hallo kerzenlicht
    ja schon. aber wie wollen wir beurteilen, wer nun von christus und wer von sich selbst berufen ist.

    einen schönen tag noch.
    Wenn ich, Kerzenlicht, verkünden würde, dass ich mir die Ehre geben würde im Aufrage Gottes zu sprechen, weil ich mich von Gott berufen fühle, wer würde mir glauben?

    Das könnten andere auch von sich sagen.
    Ein Leben ohne Liebe ist ein Leben gegen das Leben

  8. #8
    Zeuge Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Kerzenlicht Beitrag anzeigen
    Die Apostel wurden von Christus berufen. Und Matthias, der Judas ersetzen sollte, nach Gebet und Offenbarung von den Aposteln. Siehe Apostelgeschichte 1:15-26
    Und Paulus wurde auch "nicht von Menschen (her), und nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater" berufen. Und für ihn waren die angesehenen Aposteln nichts besonderes, sondern er stellte sich sogar mit Petrus gleich, was von den angesehenen Aposteln akzeptiert wurde. Ist Jesus heute nicht derselbe wie damals? Kann er heute nicht selbst zum Dienst berufen, sondern muß es unbedingt durch die kirchliche Hierarchie tun?

  9. #9

    Standard

    Zitat Zitat von Zeuge Beitrag anzeigen
    Und Paulus wurde auch "nicht von Menschen (her), und nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater" berufen. Und für ihn waren die angesehenen Aposteln nichts besonderes, sondern er stellte sich sogar mit Petrus gleich, was von den angesehenen Aposteln akzeptiert wurde. Ist Jesus heute nicht derselbe wie damals? Kann er heute nicht selbst zum Dienst berufen, sondern muß es unbedingt durch die kirchliche Hierarchie tun?
    Lieber Zeuge,
    lies bitte noch einmal genauer nach. Aposteleschichte, Kapitel 9
    Ein Leben ohne Liebe ist ein Leben gegen das Leben

  10. #10
    Zeuge Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Kerzenlicht Beitrag anzeigen
    Lieber Zeuge,
    lies bitte noch einmal genauer nach. Aposteleschichte, Kapitel 9
    "Als er aber hinzog, gescha es, daß er sich Damaskus näherte. Und plötzlich umstralte ihn ein Licht aus dem Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Wer bist du Herr? Er aber sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst!"

    Wie Paulus in Gal. 1:1 schreibt: "Apostel nicht von Menschen (her), und nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater."

    Natürlich mußte er eine Verbindung mit der Gemeinde haben, aber berufen wurde er von Jesus persönlich.

    Wenn ich, Kerzenlicht, verkünden würde, dass ich mir die Ehre geben würde im Aufrage Gottes zu sprechen, weil ich mich von Gott berufen fühle, wer würde mir glauben?
    Es kommt darauf an, was du verkünden würdest. Deine Botschaft würde man mit dem geschriebenen Wort Gottes vergleichen und messen. Denn es kommt nicht auf unser Gefühl an, sondern auf die Erkenntnis im Wort Gottes. (Watchman Nee, Bayless Conley u.s.w.)
    Geändert von Zeuge (25.12.2008 um 18:45 Uhr)


 

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