Zitat Zitat von Digido Beitrag anzeigen
Genau darauf kommt es an: Tiefen Frieden unabhängig von äusseren Umständen. Tiefes Glück, unabhängig von äusseren Umständen. Das ist Befreiung.
Aber ich kenne eigentlich keine Christen, die das hätten. Und ich kenne sehr viele.
Aber das liegt eben daran, dass eben das Christentum so seicht und zerissen ist. Da wird der Wille nach Befreiung nicht oder höchstens sehr wenig unterstützt und gepflegt. Und das liegt eben an der Irrlehre, dass man ohne völlige Befreiung vom Irdischen zu erlangen, lediglich durch die erzwungene Befreiung des Todes, in den Himmel komme. Rein aus Gnade...Da sind aber die Muster noch gar nicht überwunden, die gar keine Befreiung wollen, sondern immer noch Erlebnisse und Erfahrungen in der sinnlichen Welt-
Ganz offensichtlich zeigen buddhistische Mönche und erst recht Yogies, dass sie viel weiter in der Befreiung, und damit im Himmelreich, im Reich Gottes sind, wenn sie es auch anders benennen mögen.
Denn wer nicht ernsthaft anstrebt frei zu werden, bekommt diese Freiheit auch nicht geschenkt. Sie wäre ihm ein Verlust und eine Last.
In diesem Sinne können Christen sehr froh sein, dass es eine Reinkarnation gibt, sonst wären sie gezwungen "bei Gott" zu sein, obwohl sie sich bei ihm gar nicht wohl fühlen. Das wäre die Hölle.

LG,
Digido
Hallo Digido
Die Erfahrung von diesem tiefen Frieden ist davon abhängig, wie weit man sich auf Gott einlassen kann. Oder biblisch ausgesprochen, wie weit man geistlich lebt und sich nicht von seinem 'Fleisch' (= nicht nur Körper) beherrschen lässt.
Und viele 'Otto-Normal-Christen' erleben in unserer Wohlstandsgesellschaft eben kaum noch Herausforderungen für ihren Glauben.
Diese Freiheit, von der ich sprach, wird ja vor allem an den eigenen Grenzen erfahren. Einer Konfrontation mit diesen Grenzen kann man in unserer Wohlstandsgesellschaft recht gut ausweichen, wenn man das will. Und ein lauwarmes Hobbychristentum leben, in denen weder Grenzen noch Freiheit spürbar sind.

Du hast nun 'Otto-Normal-Christen' mit buddhistischen Mönchen oder Yogies verglichen.
Die Sache sähe vielleicht ein bisschen anders aus, wenn du wohlhabende 'Otto-Normal-Buddhisten' oder -Hindus' mit christlichen Mönchen vergleichen würdest oder mit Christen in Ländern, wo es einem noch etwas abverlangt, seinen Glauben zu leben und öffentlich zu bekennen.