Hallo Alef,
ich beschäftige mich schon auch sehr mit dem NT in letzter Zeit. Aber so rabiat kann ich da nicht einfach herangehen. Da muss man sich ganz vorsichtig herantasten. Ich war mal, als ich noch studiert habe, in einer Vorlesung über die Bibel, katholisch. Mann, da hatte ich auch so meine Mühe. Denn wie man da mit "Gottes Wort" umgeht, das kommt mir wie eine Vergewaltigung vor, ich hab das nicht lange ausgehalten. Wenn was anzweifeln, dann sachte und "liebevoll", auf dem Stand bin ich grade. Man muss sich bewusst sein, dass das vielen Menschen heilig ist, wichtig und ans Herz gewachsen ist.
Mit anderem im NT meinte ich, dass nicht jeder Christ, der die Bibel wörtlich nimmt, darin eine ewig währende Hölle erkennt. Ich wollte diese Diskussion aber gerne noch vor dem Ansatz vermeiden. Ja, man kann auch "nur durch Jesus" glauben und die Bibel inklusive NT sehr wörtlich nehmen, wenn man nicht an eine ewige Hölle glaubt, in der alle ewig schmoren, wenn sie nicht vor ihrem Sterben zum Glauben kamen.
Na ja siehst du, man könnte das genauso auch vom Tanach sagen. Man kann z.B. auch dort erkennen, dass vieles von Ägypten "mitgeschleppt" wurde und dann typisch jüdisch wurde oder von Gott am Sinai gegeben. Beispiel Beschneidung und ca. die Hälfte der 10 Gebote.Bei solcher Bewertung der Inspiration wird einfach das geschichtliche total unterschlagen.
Es ist eben die Frage, wie man an die Sache herangeht. Was letztendlich inspiriert ist und was nicht, das weiß nur Gott. Man kann sich herantasten und Entscheidungen für sich treffen. Gott kann z.B. auch etwas inspirieren, was in Paulus Kopf entsprang, genau wie er Gebote, die es auch in Ägypten schon gab, neue Bedeutung geben kann und selbst anordnen kann. Das muss nicht unbedingt ein Widerspruch sein. Genauso kann aber auch ein Katholik herkommen und sagen der Papst sei inspiriert, was will man da sagen? Am Ende ist es doch Glaubenssache.
Lieben Gruß,
+Eliza+



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