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Dieser „neue“ Bund, den du meinst, das Jesus da bei seinem Mahl gemacht hatte, hat nix mit Jeremia und den verheissenen Bündnissen Gottes mit Israel zu tun. Auch nicht mit Jes 44, 2.3 und noch weniger mit Joel 3,1. Das interpretierten die Apostel in der extremen und anscheinend falschen Früherwartung des (wiederkommenden und doch ausbleibenden) Messiach, und meinten, dass sich nun die Zeichen erfüllt hätten, aber übersahen die Zusammenhänge, den Kontext, in welche diese Zeichen gesetzt wurden.
"Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund: nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand faßte, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, - diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war, spricht der HERR. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Dann wird nicht mehr einer seinen Nächsten oder seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt den HERRN! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht der HERR. Denn ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken." (Jer. 31:31-34.)

Wie wir sehen, soll der neue Bund in der inneren Veränderung stattfinden, die mit der Vergebung der Sünden verbunden ist.

"Ich habe deine Verbrechen ausgelöscht wie einen Nebel und wie eine Wolke deine Sünden. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst! Jubelt, ihr Himmel, denn der HERR hat es getan! ..." (Jes. 44:22,23.)

Erst hat Gott mit einer bestimmter Tat die Verbrechen und Sünden Israels ausgelöscht, und dann wird Israel, auf Grund dieser Tat Gottes, zur Umkehr gerufen: "denn der HERR hat es getan!"

Wenn nicht der Kreuzestod Christi diese Tat Gottes ist, was ist sie dann?