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"Am Tag darauf stand Johannes wieder dort, und zwei Jünger standen bei ihm.
Als Jesus vorbeiging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!" (Joh. 1:35-36)
"Wie ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt; und wie ein Lamm, das verstummt, wenn man es schert, so tat er seinen Mund nicht auf." (Apg. 8:32)
"Da sagte einer der Ältesten zu mir: Weine nicht! Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamm Juda, der Sproß aus der Wurzel Davids; er kann das Buch und seine sieben Siegeln öffnen.
Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet und hatte sieben Hörner und sieben Augen; die Augen sind die sieben Geister Gottes, die über die ganze Erde ausgesandt sind.
Das Lamm trat heran und empfing das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß." (Off. 5:5-7)
Und? Ist das alles wörtlich zu nehmen? Hat Jesus sich - plopp! - in ein Lämmchen verwandelt und ist mit wackelndem Schwänzchen vorbeigehoppelt? Und was ist mit den sieben Hörnern? Gentechnik? Alien? Zuviele Drogen?

Ist das Ganze vielleicht irgendwie symbolisch gemeint und übersetzungsbedürftig? Mit anderen Worten: Nicht buchstäblich zu verstehen? Gibt es vielleicht noch andere Stellen in der Bibel, die ebenfalls nur symbolisch gemeint sind. Wäre dann ja nicht ganz von der Hand zu weisen.

Und - jetzt wage ich mich mal ganz weit raus - gibt es solche Symbole vielleicht auch in der katholischen Liturgie? Antwort: Ja! Gibt es! Viele sogar! Deshalb geht es unweigerlich daneben, wenn man den Wortlaut mit dem evangelikalen Messer sezieren will, das ist einfach das falsche Instrument dafür. Wenn du sagst, Kunst, Bildersprache, Symbolhandlungen, das dürfte es alles nicht geben, dann gilt das vielleicht für deine Glaubensrichtung. Die katholische wirst du mit diesem Ansatz falsch verstehen, das ist so gut wie sicher. Eine Diskussion mit diesem Ausgangspunkt ist fruchtlos, und ich werde sie so nicht weiterführen.