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  1. #1
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    Standard warum glaubt ihr an gott?

    hallöchen :)

    mich würde mal interessieren warum ihr an gott glaubt. mir ist dabei völlig egal welcher religion oder glaubensrichtung ihr angehört. oder vielleicht auch gar keiner. gabs in eurem leben einen wendepunkt oder ein erlebnis das dazu geführt hat das ihr gedacht habt: da muss es was "höheres" geben?
    was macht euch sicher das es gott gibt/nicht gibt?
    ich hab grade so ne kleine glaubenskrise und brauch geistigen input ;)

    lg thalestris (ehemals lily)
    https://www.youtube.com/watch?v=NqyAqz85_7E

    fairytales don´t always have a happy ending, do they?

    Wenn ich mit Gott spreche, dann nennt man das beten. Wenn Gott mit mir spricht, dann nennt man das Psychose :D :D

  2. #2
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    Uiii, Thalestris, die Amazonenkönigin...! Wunderschön!

    Du, ich habe just eben leider gar keine Zeit, weil ich muss jetzt schuften gehen, aber ich will dich zumindest schon einmal herzlich Willkommen (zurück) heißen und ich freue mich wirklich sehr, dass du wieder da bist!!!

    Bei Gelegenheit hoffe ich dir geistigen Input geben zu können, wobei "Input" vielleicht eigentlich schon das "Zauberwort" ist! Die Antworten auf deine Fragen dürften nämlich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit in dir selbst liegen!

    Also da bei mir drinnen, habe zumindest ich meinen Glauben gefunden - oder er mich...??? Ich denk' nochmal drüber nach und melde mich dann bei dir! :-)

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  3. #3

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    OT:
    Herzlich willkommen zurück . Freut mich sehr.

    Zum Thema:

    Ich bin davon überzeugt, dass das gesamte Sein, das Universum und alles was dazu gehört von einem Schöpfer geschaffen wurde. Ich glaube nicht daran, dass die Entstehung von allem auf einen Zufall basiert. Alles hat seinen Platz und seinen Sinn. Alles passiert zur rechten Zeit. Ansonsten wäre unsere kleine Welt, und alles was bei uns kreucht und fleucht, nicht in einer solch fantastischen und systematischen Art und Weise lebensfähig. Ich persönlich glaube an einen göttlichen Plan.

    Wir neigen ja heutzutage dazu, alles selbstverständlich hinzunehmen: Das wir atmen, und zwar Luft, die uns immer umgibt; dass wir uns ernähren können, mit dem, was auf unserer Erde wächst; dass wir fühlen können; u.s.w. Ich könnte jetzt noch endlos weiter aufzählen, was die Existenz unserer zeitlich eng begrenzten Welt angeht. Wohin uns letztendlich dieser göttliche Plan führen wird ist klar: Unsere irdische Existenz ist einmal für uns als Individuum begrenzt aber auch für uns als Menschheit und für unsere Erde. Gottes Plan jedoch geht noch weit darüber hinaus.

  4. #4
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    ^^ liebes provisorium. ja..ich steh total auf die griechische mythologie^^ und amazonen gefallen mir^^ die sind rebellisch und stark.
    lass dir zeit mit dem antworten, ich nehme mir meinen geistigen input gerade an mehreren stellen
    ich finde deine idee mit dem "in"-put lustig. klappt nur leider nichso gut, darum der thread.

    bis bald, lg
    https://www.youtube.com/watch?v=NqyAqz85_7E

    fairytales don´t always have a happy ending, do they?

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  5. #5
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    Liebe (Amazonen)Königin,

    ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Glaubenskrisen genauso zum (Glaubens-) Leben gehören, wie Momente und Phasen allergrößter Glückseligkeit, wenn man sich zutiefst mit Gott verbunden und in ihm geborgen fühlt.

    Manchmal hat man also den Eindruck, dass Gott hartnäckig schweigt, oder sogar gar nicht mehr da ist und manchmal sieht man ihn in jeder Wolke, die über den Kopf hinweg zieht, in jeder Welle, die die Enten im Fluss, paddelnd mit ihrem Füßen, erzeugen und in jedem Lächeln, dass uns ein völlig Fremder im Vorübergehen schenkt.

    Das, was wir hinsichtlich Gott denken und spüren, ist jedoch immer unser subjektives Empfinden, also sozusagen unser "gedachter Gott". Und wie das mit der Subjektivität und dem Denken nun einmal so ist, ist das alles höchst wandelbar, vielleicht von unserer Stimmung und Laune abhängig und auch davon, in welcher Atmosphäre wir uns gerade bewegen?

    Viele Gläubige fühlen sich Gott deshalb zum Beispiel ganz besonders während einer Messe, oder eines Gottesdienstes nah, weil sie sich dort in Gemeinschaft auf Gott "konzentrieren" und eben die dort entstandene Stimmung und Atmosphäre genießen können.

    Andere suchen hingegen vielleicht bewusst die Einsamkeit im stillen Kämmerlein, schließen ihre Augen und horchen intensiv in sich hinein, ob sich vielleicht im eigenen Inneren und in der Stille des Augenblicks Gott finden ließe...?

    Aber ganz egal, wie die jeweilige, individuelle "Herangehensweise an Gott" auch immer aussehen und sich vollziehen mag, immer sind wir Menschen es, die sich Gott mal näher, mal ferner fühlen.

    Gott selbst aber, ist immer gleich nah da und bewegt sich kein bisschen, nicht das kleinste Bisschen von deiner Seele hinweg.

    Meister Eckhart hat zu diesem Thema einmal gesagt:


    "Gott ist immer in uns, nur wir sind selten zu Hause."

    Und tatsächlich ist das auch "das Geheimnis", der Grund meines persönlichen Glaubens. Ich habe mich in der Welt häufig sehr fremd gefühlt, war als Kind immer ganz besonders schüchtern, fast schon scheu und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, nicht zu Hause zu sein.

    Das hatte übrigens auch ganz handfeste Gründe, denn als meine Urgroßmutter starb, hatte meine Familie das Haus, in dem meine Uromi lebte, geerbt und deshalb sind wir in dieses Haus gezogen. Ich war damals gerade erst einegeschult worden und musste dann mit, in eine fremde Stadt, eine andere Schule, mit ganz anderen Kindern.

    Ein Stückweit hatte mich dieses Ereignis tatsächlich entwurzelt und mich meiner vertrauten Umgebung entrissen und weil das Provisorium nun einmal so schrecklich scheu und schüchtern war, fiel es ihm sehr sehr schwer in der neuen Umgebung zurecht zu kommen, neue Freunde zu gewinnen und "Anschluss zu finden".

    Unter dieser Situation hatte ich wirklich zu leiden! Ich war sehr einsam und das nicht nur in meinem Herzen und trauerte den alten Zeiten nach (hehe, das hört sich an, als wäre ich damals schon ein alter Opa gewesen, aber ich war gerade einmal sechs oder sieben Jahre alt).

    Na ja, ich habe dann natürlich viel Zeit mit mir selbst verbracht und "dem Loch in meiner Seele" nachgespürt. Und in dieser Situation habe ich dann einen neuen Klassenkameraden kennen gelernt, der aus einem sehr frommen Elternhaus stammte. Da wurde dann vor dem Essen gebetet und die Bibel gelesen und ich fand das nur ganz kurze Zeit etwas komisch und kurz darauf dann richtig super!

    Also habe ich fortan nur noch die Bibel gelesen und gebetet und dabei peu a peu gespürt, dass ich langsam nach Hause komme...

    Na ja, so war das beim Provisorium in Kurzfassung und so hat wohl jeder seine individuelle Glaubensgeschichte...

    Aber was ich mit all dem sagen will ist, dass du dir dein Herz nicht verdunkeln lassen solltest, wenn du mal in eine Glaubenskrise gerätst. Ich hatte auch sehr viele Krisen und Momente großer Verzweiflung. Manchmal geht man durch Wüsten und ist zur Wüstenwanderschaft "verflucht". Aber Gott geleitet dich immer nach Hause, er ist dein Zuhause - selbst wenn dich dein Leben mal auf Wüstenwanderschaft schicken sollte...

    LG
    Provisorium



    Geändert von Provisorium (27.08.2014 um 23:58 Uhr)
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  6. #6

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    Hi Thalestris,
    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    mich würde mal interessieren warum ihr an gott glaubt.
    Ich glaube daß dies in der Natur von uns Menschen liegt... auf der Suche nach unseren Ursprung sozusagen.

    Der Atheismus der ja meist mit dem Materialismus einhergeht kann darauf in meinen Augen keine befriedigende Antwort geben.

    Die sagen nämlich nichts anderes als daß man bzw. "die Seele" nichts weiter sei als eine "Biochemische Gehirnaktivität" und das Universum würde aus sich selbst heraus entstanden sein...

    Das kann man zwar eine Zeit (oder ein paar Leben :-) ) lang so glauben nur irgendwann mal befriedigt diese Antwort einen nicht mehr... meiner Meinung nach deswegen weil man innerlich das unbewusste Wissen hat daß dies nur die halbe Wahrheit ist... wenn überhaupt.

    Hinter dem physkalisch sichtbaren Dingen steckt imho immer Geist bzw. ist Geist und Bewusstsein sogar erst "die Ursache" der phyiskalisch sichtbaren Welt... in meinen Augen zumindest.

    Aber nicht nur in meinen Augen... auch eine Zahl von Physiker und Naturwissenschaftler sehen das so.

    Einer der bekanntesten und auch bedeutensten von diesen war Max Planck.

    Als er im letzten Drittel seiner beruflichen Laufbahn den Nobelpreis für seine Forschungen verliehen bekam begann er vor internationaler Presse seine Rede wie folgt:

    Als Physiker, als Mann, der für sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft der Erforschung der Materie dient, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwärmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erfahrungen des Atoms folgendes:

    Es gibt keine Materie an sich, alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zu dem winzigen Sonnensystem des Atoms zusammenhält.

    Da es im ganzen Weltall weder eine intelligente noch ewige abstrakte Kraft gibt - es ist der Menschheit nie gelungen, das heiß ersehnte Perpetuum mobile (das aus sich selbst Bewegte) zu finden - so müssen wir hinter dieser Kraft bewußten, intelligenten Geist annehmen.

    Dieser Geist ist der Urgrund der Materie, nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche (der Boden), denn diese Materie bestünde, wie wir es gesehen haben, ohne diesen Geist überhaupt nicht, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. - Da es aber Geist an sich nicht geben kann, und jeder Geist einem Wesen zugehört, so müssen wir zwingend Geist-Wesen annehmen.

    Da aber auch Geist-Wesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben, GOTT.

    Eine Wissenschaft, die den Geist nicht in ihr Denken mit einbezieht, kann nicht zur Wahrheit vordringen. Die Existenz einer Schöpferkraft muss in den Wissenschaften als eine unanzweifelbare Tatsache akzeptiert werden."
    (Quelle: Max Planck, 1919, Nobelpreisverleihung für Physik, Auszug aus seiner Rede vor der internationalen Presse)

    Ich fand dieses "Geständnis an die Welt" beeindruckend von einen Mann seiner Größe und Fach.

    lg Net.Krel

  7. #7
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    hallöchen provisorium, sarandanon und net.krel

    okay...also wenn ich das richtig zuammenfasse dann glaubt ihr alle drei nicht an einen zufall. und ihr denkt das jeder mensch iwo in seinem inneren auch "weiss" das es gott gibt. oder das es iwas höheres geben muss..so nach dem motto: von nichts kommt nichts?
    hm.. wie kommts dann das es menschen gibt die das komplett ablehnen? ich meine, ich bin keine atheisten, war ich nie. aber ich kenne zb jemanden der sagt gott wäre nur eine kluge erfindung der menschen um macht und einfluss zu bekommen.
    und das alle menschen die glauben das es etwas höheres gibt "primitiv" sind, sich selbst damit täuschen und zwar nur weil sie entweder mit ihren problemen nicht klarkommen oder einfach nicht akzeptieren wollen das sie iwann mal sterben müssen und dann für immer tot sind. das ist seine logik...
    macht mich manchmal nachdenklich wenn ich das höre auch wenn ichs nichso ganz glauben kann. aber gebe zu..das bringt mich schon ins schwanken, solche gedanken.
    das knüpft ja auch ein bisschen an das an was @netr.krel schreibt. aber die rede von max planck muss ich nochmal in ruhe durchlesen. habe sie vorhin nur überflogen und fand sie da eher sehr verwirrend und undeutlich :D auf deutsch: kein wort verstanden. aber ich les sie mir später nochmal durch.

    @provisorium
    du musst mich hier nicht als königin ansprechen^^ bin doch nur eine von vielen hier und (fast) alle nicknames haben bedeutungen... :)
    es tut mir total leid was du als kind erlebt hast. ich war früher auch ganz ganz schüchtern, habe kaum gesprochen und mich immer von allem ausgeschlossen. ich kenn das gut und wir sind auch sehr oft umgezogen. ich weiss wie schlimm das ist. wieder ein neues zimmer (für wie lange?), wieder eine neue umgebung. wieder in eine neue klasse mit fremden gesichtern und anderen verhaltens-"regeln" unter den mitschülern. man hat das gefühl immer die fremde zu sein und wenn man dann noch so "tickt" wie du oder ich, dann fühlt man sich in der welt nicht nur fehl am platz sondern wie ein fremdkörper.
    aber da bin ich ja froh das du heute anscheind glücklicher bist :)
    dieses gefühl das gott schweigt...das hab ich im moment auch. es macht mich echt kirre. ich hab letztens nem freund in ner mail geschrieben: wenn es einen gott gibt dann ist er taubstumm
    genau das gefühl hab ich. er ist da- iwo. aber sieht und hört und tut nix. entweder das oder er ignoriert bestimmte menschen halt einfach. ich bin innerlich so n bischen motzig deswegen. und als ich heute noch eine doofe nachricht bekam dachte ich so: danke, war ja klar -.- als würd gott mir dann noch nen arschtritt dazu geben. ich bin frustriert :/ als wär mir keine glückliche zeit gegönnt.
    ich frag mich halt...wenns gott gibt, was der den ganzen tag so treibt. wenn er sich nicht zeigt und sowieso nie iwo eingreift...wozu gibts den dann überhaupt. wieso soll ich mich an die "gebote" und regeln von jemandem halten, mir von dem "was sagen lassen" wenn der mich ignoriert...verstehst du. verschwende ich meine zeit vll für iwas das es gar nicht gibt?
    btw..dein spruch mit dem "aber wir sind selten zuhause" find ich echt lustig :)

    @sarandanon was meinst du genau wenn du schreibst gottes plan geht weit darüber hinaus? denkst du die erde und die menschheit wird iwann zerstört sein? ich höre so oft von diesen endzeitgedanken und frage mich jedesmal warum sollte gott die erde+ihrer bewohner zerstören? wär das nicht mega grausam?!
    andererseits...wenn ich mir ansehe wie die menschen die erde vermüllen und ausbeuten und wie leute sich gegenseitig erschiessen, in die luft sprengen oder sonst wie umbringen schaffen wir das ja auch ganz gut alleine....


    so...ich gehe jetzt shoppen :) was für die seele tun. oder für die chemischen prozesse in meinem gehirn
    https://www.youtube.com/watch?v=NqyAqz85_7E

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    Wenn ich mit Gott spreche, dann nennt man das beten. Wenn Gott mit mir spricht, dann nennt man das Psychose :D :D

  8. #8

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    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    hallöchen provisorium, sarandanon und net.krel
    okay...also wenn ich das richtig zuammenfasse dann glaubt ihr alle drei nicht an einen zufall. und ihr denkt das jeder mensch iwo in seinem inneren auch "weiss" das es gott gibt. oder das es iwas höheres geben muss..so nach dem motto: von nichts kommt nichts?
    Im Prinzip ja, wobei ich nicht glaube, dass jeder Mensch in seinem Inneren weiß, dass es Gott gibt. Aber jeder wird sich nach meiner Überzeugung am Ende darüber bewusst sein.

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    hm.. wie kommts dann das es menschen gibt die das komplett ablehnen? ich meine, ich bin keine atheisten, war ich nie. aber ich kenne zb jemanden der sagt gott wäre nur eine kluge erfindung der menschen um macht und einfluss zu bekommen.
    Sie lehnen diesen Gedanken ab, weil sie völlig gefangen sind in der irdisch-menschlichen Realität und Rationalität. Sie anerkennen nur das, was sie mit eigenen Augen sehen oder was jemand anderes für sie materiell bewiesen hat. Da passt natürlich ein übernatürliches Wesen wie Gott überhaupt nicht hinein. Richtig ist natürlich auch, dass Menschen sich jeglichen Glauben zunutze machen und für Machtideen missbrauchen.

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    und das alle menschen die glauben das es etwas höheres gibt "primitiv" sind, sich selbst damit täuschen und zwar nur weil sie entweder mit ihren problemen nicht klarkommen oder einfach nicht akzeptieren wollen das sie iwann mal sterben müssen und dann für immer tot sind. das ist seine logik...
    Tja, das gilt natürlich genauso für diejenigen, die sich für Ahteisten halten. Während sich ein Großteil christlich Glaubender zB über seine eigene irdische Vergänglichkeit bewusst ist, gibt es unter den Atheisten genauso die Klientel, die diese durch allerlei Selbstlüge und Kosmetika aufhalten möchte. Zudem habe ich einige Menschen kennengelernt, die gerade durch ihren Glauben persönliche Probleme in den Griff bekommen haben. Man kann allerdings auf beiden Seiten nichts verallgemeinern.

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    macht mich manchmal nachdenklich wenn ich das höre auch wenn ichs nichso ganz glauben kann. aber gebe zu..das bringt mich schon ins schwanken, solche gedanken.
    Das ist völlig normal. Ging mir phasenweise auch so. Vor Krisen ist niemand gefeit, auch vor Glaubenskrisen nicht. Dafür sind wir Menschen. ER verlangt auch nicht von uns, von diesen völlig befreit zu sein. Ganz im Gegenteil bietet ER uns ja die Möglichkeit mit Hilfe von Mitmenschen, Geistlichen und Schriften diese zu überwinden. Wenn wir denn wirklich wollen.

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    dieses gefühl das gott schweigt...das hab ich im moment auch. es macht mich echt kirre. ich hab letztens nem freund in ner mail geschrieben: wenn es einen gott gibt dann ist er taubstumm
    Ja, dieser Eindruck entsteht durchaus. Ich habe das Gefühl, dass Gott das auch nicht unwillkürlich geschehen lässt. ER erwartet von uns Vertrauen in IHN, auch wenn wir IHN weder optisch noch akustisch wahrnehmen. Wir sollen IHN mit unseren Herzen wahrnehmen und dadruch erkennen, was falsch oder richtig ist. Es klingt zwar ziemlich abgedroschen, allerdings scheint er uns ständig in unserem irdischen Leben zu prüfen. ER erwartet dabei von uns, dass wir weder IHN noch uns dabei aufgeben. Das ist manchmal für uns schwer nachzuvollziehen und zu verstehen. Aber man muss das vor dem Hintergrund betrachten, dass wir uns in unserem kurzen irdischen Zwischenspiel auf das ewige Leben vorbereiten.

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    was meinst du genau wenn du schreibst gottes plan geht weit darüber hinaus? denkst du die erde und die menschheit wird iwann zerstört sein? ich höre so oft von diesen endzeitgedanken und frage mich jedesmal warum sollte gott die erde+ihrer bewohner zerstören? wär das nicht mega grausam?!
    andererseits...wenn ich mir ansehe wie die menschen die erde vermüllen und ausbeuten und wie leute sich gegenseitig erschiessen, in die luft sprengen oder sonst wie umbringen schaffen wir das ja auch ganz gut alleine....
    Naja, dass es die Erde und damit natürlich uns nicht ewig geben wird ist ja sogar wissenschaftlich erwiesen. Ich bin der persönlichen Auffassung, dass mit dem Ende der Voraussetzung, die unsere Lebensfähigkeit sicherstellt, das Ende aller Tage und damit das Jüngste Gericht kommen wird. Dann werden wir alle einzeln abgerechnet. Und das treibt mich zu der Annahme, dass Gott nie vorhatte, dass unser derzeitiger Zustand für die Ewigkeit gedacht ist. Noch nicht einbezogen ist natürlich die Möglichkeit, ob Menschen bis dahin eine Möglichkeit gefunden haben, woanders weiter zu existieren. Da ER natürlich alles andere als grausam ist, bietet er uns die Möglichkeit, das Heil zu erlangen und damit in SEIN Reich einzuziehen.

    Daraus sollte man natürlich nicht den Schluss ziehen, dass letztendlich alles egal ist und wir mit SEINER Schöpfung weiterhin Raubbau betreiben können. Denn für die Bewohnbarkeit der Erde bleiben nach wissenschaftlichen Schätzungen immehin noch ca. 1,75 Mrd Jahre übrig. Ja, Du hast recht: Nicht Gott ist grausam sondern der Mensch, der bislang zerstörerisch mit der Erde und mit sich selbst umgegangen ist.

    Was Gott dann in seinem Plan über die Existenz unseres Sonnensystems sonst noch so vor hat, bleibt für uns ein Mysterium. Aber ich bin mir sicher, dass er neue Ideen haben wird .

  9. #9

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    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    okay...also wenn ich das richtig zuammenfasse dann glaubt ihr alle drei nicht an einen zufall. und ihr denkt das jeder mensch iwo in seinem inneren auch "weiss" das es gott gibt. oder das es iwas höheres geben muss..so nach dem motto: von nichts kommt nichts?
    Jo. Also bei mir zumindeset ist es so.

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    hm.. wie kommts dann das es menschen gibt die das komplett ablehnen? ich meine, ich bin keine atheisten, war ich nie. aber ich kenne zb jemanden der sagt gott wäre nur eine kluge erfindung der menschen um macht und einfluss zu bekommen.
    und das alle menschen die glauben das es etwas höheres gibt "primitiv" sind, sich selbst damit täuschen und zwar nur weil sie entweder mit ihren problemen nicht klarkommen oder einfach nicht akzeptieren wollen das sie iwann mal sterben müssen und dann für immer tot sind. das ist seine logik...
    In meinen Augen gibt es dafür mehr als nur einen Grund. Einer ist zB daß man schwere Enttäuschungen im Leben erfahren hat wo es einem unmöglich ist (oder zumindest erscheint?) an Gott oder weiterhin an Gott zu glauben... daß er es (zB das Unglück oder die Enttäuschung oder "das schmerzhafte" was es auch immer ist) nicht verhindert hat... also kann es demnach keinen Gott geben. Dies ist imho einer der Gründe.

    Ein anderer Grund (imho) ist die materialistische Weltanschuung wie ja schon erwähnt... die natürlich fast immer mit dem Atheismus Hand in Hand geht.

    Dort wird nur an "Materie" geglaubt. Und alles - wirklich ausnahmslos alles - dieser materiellen Weltanschauung entsprechend interpretiert bzw. alles mit materiellen Argumenten sich erklärt.

    Bewusstsein sei demnach ausschließlich ein bio-chemisch-phyiskalisches-neurlogisches "Produkt" des Gehirns... und natürlich wird jegliche Gotteserfahrung ebenso betrachtet... oder, wie besagter Freund von Dir (übrigens auch viele meiner Freunde sehen das so), als psychologische Einbildung gesehen um mit seinen Problemen besser zurecht zu kommen...

    Es gibt in meinen Augen nichts, was nicht mittels "Einbildung" und/oder "Gehirn-Fehl-Funktionalität" innerhalb der materialistischen Weltanschuung argumentativ abgetan werden kann.

    Ich bin der Ansicht daß dies eher die "primitive Variante" ist um sich die Dinge zu erklären.

    Persönlich hege ich allerdings keinen "Missionsgedanken"... also ich denke daß wenn die Zeit reif ist dann wird jeder Mensch irgendwannmal von alleine merken daß es mehr gibt als nur die materielle Ebene, daß man selbst mehr ist als "Gehirnchemie"... spätestens nach dem körperlichen Tod.

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    die rede von max planck muss ich nochmal in ruhe durchlesen. habe sie vorhin nur überflogen und fand sie da eher sehr verwirrend und undeutlich :D auf deutsch: kein wort verstanden.
    :-D ... nee er sagt einfach nur, daß er als Ur-Ursächliche Schöpferkraft hinter den Micro- und Macrokosmos das sieht, was alle Gott nennen.
    Das sagen zwar viele... aber grad aus dem Munde von Max Planck - immerhin ein Hardcore-Physiker auf dessen Forschungen total vieles bis zum heutigen Tag aufbaut und absolut anerkannt wurde/wird und sogar mit der höchsten Auszeichnung versehen wurde eben den Nobelpreis - ist diese Aussage besonders "veredelt" finde ich.

    Und der war sicherlich kein "Primitiver" oder "Träumer". Er war einer der die Materie sein ganzes Leben lang (mit großen Erfolgen) untersuchte und eben zu diesem Schluss kam daß nur so etwas wie eine göttliche intelligenz bzw. Gott dahinter stecken nur kann.

    Ich kann jetzt auch nur für mich sprechen... ich fände es für mich persönlich wirklich einen sehr sehr bedauerlichen Verlust, wenn man nur aufgrund der materialistischen Weltanschuung die ja die Existenz von Gott (oder auch persönliche Schutzengel) verneint, sich dieser enormen Hilfsquelle für das persönliche Leben verschließt.

    Wer diese in meinen Augen allerbeste Hilfsquelle für sein persönliches Leben nicht benützt... es abwertet als Einbildung primitiver Leute, der möge das tun... das ist sein Recht und das muss man respektieren.

    Aber meine persönliche Erfahrung ist eine andere. Gebet ist sehr wirksam.

    lg Net.Krel :-)

  10. #10
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    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    @provisorium:
    du musst mich hier nicht als königin ansprechen^^
    Müssen nicht, aber wenn ich darf, dann würde ich gerne! :-)

    Hallo Königin, :-)

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    es tut mir total leid was du als kind erlebt hast. ich war früher auch ganz ganz schüchtern, habe kaum gesprochen und mich immer von allem ausgeschlossen. ich kenn das gut und wir sind auch sehr oft umgezogen. ich weiss wie schlimm das ist. wieder ein neues zimmer (für wie lange?), wieder eine neue umgebung. wieder in eine neue klasse mit fremden gesichtern und anderen verhaltens-"regeln" unter den mitschülern. man hat das gefühl immer die fremde zu sein und wenn man dann noch so "tickt" wie du oder ich, dann fühlt man sich in der welt nicht nur fehl am platz sondern wie ein fremdkörper.
    Ja, also das war auf jeden Fall eine schwere Zeit und alles nicht so schön. Gerade für Kinder kann so ein Umzug wirklich schlimm sein, weil man es dann, als Neuer, bei den anderen Kindern nicht unbedingt einfach hat. Aber mit der Zeit konnte ich mich dann langsam recht gut einleben!

    Wobei, so ein ganz grundsätzlicher Hang zur Melancholie durchzieht auch heute noch manchmal meinen Alltag und ich bin mir ziemlich sicher, dass das ein Überbleibsel aus dieser Zeit ist. Dann muss ich alte "The Cure" Scheiben, oder die "Smashing Pumpkins" hören und sing' die ganze Zeit "Love is suicide" vor mich hin...:-) Aber auch mit solchen Phasen habe ich mittlerweile meinen Frieden gemacht (Einzig Louis denkt dann immer nur, ich hätte sie nicht mehr alle...)

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    aber da bin ich ja froh das du heute anscheind glücklicher bist :)
    Weißt du, es klingt vielleicht komisch, sogar eventuell etwas unglaubwürdig, aber mir persönlich geht es gar nicht so sehr darum glücklich zu sein. Ich suche vielmehr Frieden und Gelassenheit und nur wenn man das dann eben als eine "Form des Glücks" beschreiben wollte, strebe ich nach Glück.

    Für gemeinhin wird aber unter Glück ein besonders positives, inneres und körperliches, Befinden verstanden und das steht jetzt nicht gerade ganz oben auf meiner persönlichen Wunschliste. Selbstverständlich habe ich es auch gerne kuschelig, gemütlich, fein warm und angenehm, aber Teil meines Glaubens ist halt die Überzeugung, dass Gott immer gleich nah da ist, ganz egal, wie
    auch immer ich persönlich jetzt die augenblickliche Situation (z.B. emotional) bewerten mag.

    Das ist mir dann immer genug Trost, um auch in schwer zu ertragenden Momenten gelassen zu bleiben, weil ich weiß, er ist da und zwar genau so, wie er da war, als ich mich das letzte Mal richtig Spitze gefühlt habe. Wenn es mir also gelingt von der belastenden Situation Abstand zu gewinnen und mich ganz Gott zuzuwenden, bin ich augenblicklich wieder froh und getröstet. Weil meine Leidenschaft und Sehnsucht ist ja auf ihn und nicht allein auf die jeweilige Lebenssituation gerichtet.

    Eckhart sagt dazu:

    "Man soll immer nur bei den Dingen sein, aber allzeit in Gott. Denn Mitten in den Dingen muss der Mensch Gott ergreifen und sein Herz gewöhnen, ihn allzeit als einen Gegenwärtigen zu besitzen im Gemüt, in der Gesinnung und im Willen."

    Das ist aber sozusagen nur ein Ideal, dem nachzugehen ich mir selbst und freiwillig auferlegt habe...Ich suche also nicht so sehr Spaß, oder versuche auch nicht ganz bestimmte Situationen "hervorzurufen", in denen ich dann hoffe glücklich zu sein, sondern ich will ganz egal in welcher Situation ich mich auch immer befinden mag, lernen, Gott gegenwärtig zu haben, denn er ist in jeder Situation immer auf gleiche Weise gegenwärtig. Und ich bin davon überzeugt, dass ich nur in ihm Frieden finden kann.

    Dazu nochmal Eckhart:

    Denn wahrlich, wenn du glaubst, du gelangest durch Innigkeit, durch Andacht, durch Willfährigkeit oder besondere Anstalten eher zu Gott als am Herd oder im Stall, so tust du nichts andres als wenn du Gott nähmest und wickeltest ihm einen Mantel um den Kopf und stecktest ihn unter eine Bank. Denn, wer Gott in einer Weise sucht, der nimmt die Weise und lässt Gott, der in der Weise verborgen ist. Aber wer Gott ohne Weise sucht, der nimmt ihn, wie er an sich selbst ist, und dieser Mensch lebt mit dem Sohne, und er ist das Leben selbst.

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    dieses gefühl das gott schweigt...das hab ich im moment auch. es macht mich echt kirre. ich hab letztens nem freund in ner mail geschrieben: wenn es einen gott gibt dann ist er taubstumm
    genau das gefühl hab ich. er ist da- iwo. aber sieht und hört und tut nix. entweder das oder er ignoriert bestimmte menschen halt einfach. ich bin innerlich so n bischen motzig deswegen. und als ich heute noch eine doofe nachricht bekam dachte ich so: danke, war ja klar -.- als würd gott mir dann noch nen arschtritt dazu geben. ich bin frustriert :/ als wär mir keine glückliche zeit gegönnt.
    Das hört sich für mich so an, als würdest du etwas ganz Bestimmtes von Gott erwarten. Irgendeine Reaktion, ein Zeichen oder sowas? Daran ist auch gar nichts auszusetzen, aber es besteht vielleicht "die Gefahr", dass du vielmehr dich selbst suchst, als Gott. Also das du bestimmte Erwartungen "erfüllt" haben möchtest, bzw. mit bestimmten Erwartungen an ihn herantrittst und dann enttäuscht bist, wenn sich diese Erwartungen nicht erfüllen?

    Die Frage ist halt, ob du dann noch für andere Dinge, Menschen, Situationen aufmerksam und offen bist, in denen du "eine Reaktion" Gottes zwar erst gar nicht erwartest, sie sich aber gerade dort langsam zu zeigen und entwickeln beginnt? Manchmal versteift man sich nämlich auf etwas ganz Bestimmtes und wünscht sich eine ganz konkrete Problemlösung, also z.B. eine Antwort auf eine ganz bestimmte Frage.

    Aber das birgt das Problem, dass man seinen eigenen Willen und seine eigenen Wünsche und Vorstellungen zum Maßstab für die "Begegnung mit Gott" macht und dadurch könntest du unbewusst und ungewollt, unfrei dazu werden, dass dir Gott so begegnen und "zu dir sprechen" kann, wie er es mag. Verstehst du was ich damit sagen will?

    Ich habe viele gläubige Menschen kennen gelernt, die sahen in Gott eine Art "Wunscherfüllungsautomat". Sie richteten sich fein auf seine Gebote aus, schenkten ihm z.B. im Gottesdienst ihre volle Aufmerksamkeit, "opferten" ihm ihre Gebete und vielleicht noch das ein oder andere Vergnügen und erwarten dann, dass sich Gott mal anständig um sie kümmern soll.

    Sie betreiben quasi Handel mit Gott. "Ich gebe und opfere dir das und das und ich bekomme dafür dann das und das - zum Beispiel ein möglichst glückliches und sorgenfreies Leben und, "als Hauptgewinn", dann das Himmelreich."

    Solch ein Verhalten ist zwar absolut menschlich und insofern verständlich, aber Gott will keinen Handel mit uns treiben, er will uns lieben, in uns wirken und Gemeinschaft mit uns haben. Und dafür müssen wir uns bewegen, müssen wir uns bereit machen und öffnen. Wie gesagt, "Gott ist immer in uns, aber wir sind so selten zu Hause..."

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    ich frag mich halt...wenns gott gibt, was der den ganzen tag so treibt....
    Gott ist nicht in der Zeit, er erlebt Zeit nicht so, wie wir Zeit erleben. Für uns nimmt die Zeit einen linearen Verlauf, mit einem Anfang und einem Ende, aber für Gott ist alle Zeit in einem "ewigen Nun" vollständig gegenwärtig.

    Der Augenblick deiner Geburt, ist ihm genauso gegenwärtig, wie der Beginn dessen, was wir Universum nennen und der 15. Januar 8212 ist ihm genauso nah, wie jetzt dieser Augenblick.

    Wir Menschen denken in den Kategorien Raum und Zeit, aber Gott ist über Raum und Zeit. Auch dazu möchte ich nochmal Eckhart zu Wort kommen lassen:

    Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes als Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke, Gott aber ist eins. Soll darum die Seele Gott erkennen, so muss sie ihn über der Zeit und über dem Raum erkennen; denn Gott ist weder dies noch das, wie diese Dinge der Mannigfaltigkeit; denn Gott ist eins.

    Weißt du, Gottes Wesen und unser Wesen sind sehr unterschiedlich. Für gewöhnlich stellen wir uns Gott stark vermenschlicht vor, weil der Mensch dazu neigt, alle Dinge zu vermenschlichen (z.B. auch Hunde ;-) Aber Hunde haben ihren ganz eigenen Kopf und der ist ganz anders und reagiert und funktioniert anders, als der menschliche- aber das weißt du ja besser als ich!)

    Ich finde wir sollten Gott nicht vermenschlichen. Wir sollten Gott sein lassen, was er ist u
    nd ihn nicht mit unsren persönlichen Vorstellungen identifizieren wollen und nicht mit unseren Attributen behängen. Das Gebot, dass wir uns kein Bild von ihm machen sollen, ist mir persönlich sehr wichtig!

    Zitat Zitat von thalestris Beitrag anzeigen
    Er ist über der Zeit und wenn er sich nicht zeigt und sowieso nie iwo eingreift...wozu gibts den dann überhaupt. wieso soll ich mich an die "gebote" und regeln von jemandem halten, mir von dem "was sagen lassen" wenn der mich ignoriert...verstehst du. verschwende ich meine zeit vll für iwas das es gar nicht gibt?
    Das Gott über der Zeit ist, bedeutet ja nicht, dass er nicht da wäre. Es bedeutet nur, dass wir unsere menschliche Vorstellung von Zeit, nicht einfach eins zu eins auf Gott übertragen können.

    Der Gott, den wir uns vorstellen und "das wahre Wesen Gottes", können und sind wohl auch, höchst unterschiedlich. Die Vorstellung, die du von mir hast, aufgrund dessen was ich schreibe, muss weder mit meinem Bild, noch tatsächlich dem entsprechen, wie ich wirklich bin. Es ist meiner persönlichen Meinung nach wichtig, dass wir uns von diesen Bildern lösen und die Dinge, Menschen und natürlich auch Gott, so sein lassen, wie sie nun einmal sind und das entspricht halt ganz einfach nicht immer und grundsätzlich unseren Vorstellungen und Wünschen.

    Aber deshalb ist es ja nicht zwangsläufig eine Zeitverschwendung, sich von den eigenen Vorstellungsbildern zu lösen und sich für das zu öffnen, was dann kommen mag. Wir brauchen Vertrauen und bestimmt auch Geduld, aber uns wurde versprochen, dass dem, der anklopft, auch aufgetan werden wird....

    LG
    Provisorium
    "Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen."

    (Meister Eckhart)
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)


 

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