*seufz * Entschuldigt, wenn ich nun vielleicht gönnerhaft klingen mag. Es liegt nicht in meiner Absicht den Anschein zu erwecken, dass mir solche Gedanken und Empfindungen völlig fern sind. Ich kann daher auch die Missbilligung verstehen, ebenso den Unwillen und zum Teil auch die empfundene Kränkung. Ed hat sicherlich ein von uns anderen als sehr eigenwillig empfundenes Verständnis. Ein Verständnis, dass in den Augen mancher von uns mehr der Geringschätzung dient, oder doch zumindest mit der Ausgrenzung vieler einen hohen Preis für das Wohlgefühl weniger fordert. Wenn nun einer unter uns unbequeme Ansichten so kann man diese diskutieren. Folgen diesen Ansichten Geringschätzung und Beleidigung, mag es auch notwendig sein, dem gegenüber Position zu beziehen. Aber nun mit gleicher Münze zurückzuzahlen und Ed mit Spott zu begegnen.... dient es auch nur einem von uns dem Zwist Nahrung zu geben? Wir alle haben in unserem leben auch Zeiten, in denen wir radikal anmutende Gedanken denken. Zumindest ich würde bekennen, dass es auch in meinem Leben solche Momente gab. Und niemand weiß, wohin uns unser Weg in zukunft noch führt. Jeder von uns mag in ein paar Jahren anders denken als heute. Wenn also jemand einem anderen hier geringschätzig begegnen mag, so kann man doch versuchen ihm mit Nachsicht und Verständnis die Augen zu öffnen. Wenn das nicht gelingen mag, dass gilt es nachsichtig zu bleiben - sich sachlich entschieden gegen z.B. beleidigendes Verhalten zu stellen, wird davon nicht beschnitten.

Nicht selten erinnert mich der Umgang Gläubiger untereinander an einen nicht unwahren Scherz, in dem ein Gerechter ins himmlische Paradies eintritt und die Größe und Schönheit der Ewigkeit schaut. Doch schon bald fängt er an sich zu wundern – weit und breit keine andere Seele zu sehen. Er ruft einen Engel herbei, neugierig fragend, wo er all die anderen finden könne. Der Engel schaut ihn betrübt an und gesteht, dass alle in der Hölle gefangen sind. Bestürzt fragt der Gerechte, wie das denn sein könne. Der Engel antwortet: „Es war dein Glaube, der alle anderen verdammte.“ Ungläubig schüttelt der Gerechte den Kopf und spricht, „weiche von mir Dämon. Nie würde Gott so etwas zulassen, Er hat sich mir offenbart und Er steht zu seinem Wort.“ Der Engel nickt betrübt den Kopf: „Du hast recht. Doch Ihn hast du mit deinem Anspruch Seine Wahrheit vollkommen zu schauen als ersten verdammt.“

Ich denke niemandem von uns steht es zu, über das Leben eines anderen zu richten. Wir alle können in unserem Handeln nur Zeugnis unseres Lebens mit Gott geben – im Guten wie im Schlechten. Und letztlich wird die Lüge der Wahrheit fliehen, denn wie die Dunkelheit nicht das Licht zum verlöschen bringen kann, muss auch die Wahrheit sich nicht fürchten. Überlassen wir es darüber hinaus doch vertrauensvoll Gott selbst, hier sein Urteil über jeden von uns zu sprechen.....