Ich denk, wir dürfen Gott um alles bitten.
Es kommt ganz entscheidend auf mein Motiv an.
Wenn ich an einen Gott glaube, der existiert, der mich kennt, um mich weiß, der mich sieht und mich liebt, dann kann ich mit ihm über alles reden, mit allem zu ihm kommen, auch mit einem Parkplatz, den ich suche.
Auch wenn manche sich darüber lustig machen: Wenn ich einen Parkplatz suche, bete ich auch "Herr, du weißt, ich brauch einen Parkplatz ..."
Dazu muss ich vielleicht sagen, dass ich nicht mehr so gut zu Fuß bin und so nah wie möglich an meinem Ziel parken muss und will.
Und ob ihrs glaubt oder nicht, ganz oft ist weit und breit kein freier Parkplatz zu sehen, aber ganz plötzlich wird dann oft einer frei oder am ganzen Platz entdecke ich einen einzigen freien.
Manchmal dachte ich schon, ich muss einen Engel haben, der was für Autofahrer übrig hat.
Und in den ganzen letzten Jahren kann ich mich nur an einen einzigen Fall erinnern, wo ich keinen Parkplatz fand, wo ich weiter entfernt parken musste.
Jungtroll, du fragst, ob es ein Versuchen Gottes ist - darauf meine Antwort von oben: Es kommt auf das Motiv an. Wenn ich im Glauben und Vertrauen Gott bitte, kann das kein Versuchen sein.
Jungtroll, du schreibst auch von Gideon, der von Gott eine klare Antwort wollte und das Fell hingelegt hat.
Warum sollte Gott nicht auch heute noch solche Bitten erhören, wenn sie ehrlich gemeint sind.
Ich kenn das auch, dass ich Gott schon mal um ein Zeichen gebeten habe und es traf ein. Doch mit solchen "Zeichen" würde ich nicht leichtfertig umgehen - so was sollte auf ganz wichtige Entscheidungen beschränkt sein.
Und was ist, wenn Gott darauf nicht reagiert - auch das muss man hinnehmen bzw. ihm überlassen.
Für mich ist das eine Grundsatzentscheidung:
Glaub ich an Gott?
Existiert er für mich?
Trau ich ihm zu, dass er Gebete erhört, dass er auch heute noch erlebbar ist?
Und wenn meine Antwort ja ist - und das ist sie - dann erlebe ich auch heute in unserer Zeit noch was mit Gott.



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