Die Torah ist den Juden gegeben, also können auch keine von Juden so quasi für die Nationen erarbeiteten 7 noachidischen Gesetze „gefordert werden, denn Gott gab diesbezüglich keine Weisungen. Nichts gegen diese 7 Weisungen, und die Akzeptanz, die dadurch gegeben wird, was ja sehr rühmlich ist, denn kaum eine andere Religion hat diesbezüglich solche Akzeptanz andersgläubiger, so dass auch diese zu den Gerechten gehören können/dürfen.



Tja, die Torah, hmmm .... womit beginnt denn die Torah? Mit dem 1. Juden?
Oder mit der Schöpfung, unser allem Sein und Existenz?

בְּרֵאשִׁית בָּרָא אֱלֹהִים אֵת הַשָּׁמַיִם וְאֵת הָאָרֶץ

Gen 1,1 B’reschit bara ’elohim ’et haschamajim w’et ha’arez.


Hier wird das Wort את (’et) gebraucht, nicht etwa einfach ein Bindewort, sondern ein allumfassender Ausdruck, von Alef bis Taw. Von der 1 zur 400, vom Ersten bis zum Letzten, mehr geht nicht für diese Welt. ..... (hmm, solches wäre doch toll zum verstehen ;) ) Oder ist die Torah nicht der Bauplan des Ewigen für diese Welt und somit schon vorher existent?

Ist nun das Sein, da in der Torah so geschrieben und entsprechend verstanden, nur den Juden vorbehalten?

Sicher, das Volk Israel war für die Weisungen des Ewigen bereit (nicht einfach nur für die 10 Worte), und wie so gesagt wird, als einziges Volk unter den Völkern nahmen sie es bereitwillig an. Es sprach: „Ja, wir wollen tun wie/was du gesagt.“

Ist aber der Ewige nicht Vater aller? Oder will er nicht besonders den Nationen, allen Menschen durch dies alles etwas sagen? Damit sie lernen und den Ewigen ehren?


Was müssen nun die Nationen denken, wenn einzelne und ganze Gruppierungen (da man ja nicht pauschalisieren soll und es auch nicht wahr wäre) aus dem Volk, das damals am Sinai „JA“ gesagt hatte, diese seine Weisungen zu relativieren und umdeutet und die Gräuel, wie in der Torah festgehalten sind, die der Mensch mit sich und Seinesgleichen treibt - auf einmal als „zeitlich“ gebunden deutet und es heute anders sein soll? Verändert sich denn der Ewige, oder sagte er nicht durch die Propheten, dass er sich nicht verändert? Oder wer von den Menschen, oder auch von den Juden hat denn das Recht und die Autorität, diese auf Gottes Weisung ewig gültigen Weisungen aufzulösen oder zu ändern? Warnt nicht genau selber der Ewige vor solchem?
Oder ist sie nicht vom Ewigen sondern von Mose, der da seine eigene Lehre bestreitet (da man ja auch versucht, etliches in der Torah aus Kulturen herzuleiten und so versucht anderes dann zu relativieren) gemacht?

Ob das nicht auch Schindluderei oder ein Verdrehen ist, frage ich mich dann? Ist das nicht auch Diebstahl? Beraubt so derjenige nicht auch den ewigen und einzigen Gott?


Wollte nicht dieses Volk Licht und Salz für die Nationen sein, ein Priestertum, wie es in der Torah steht? Weshalb wird dann so sehr darauf geachtet, wie es die andern tun und man übernimmt deren Moralwerte? Weshalb wird da so sehr darauf geachtet, was andere mit der Torah und der Tenach „machen“? Wie wollen diese klagen, dass man sie bestiehlt, und doch berauben sie den Ewigen? Nein, ich will hier keine Anschuldigungen machen und jemandem zu nahe treten und noch weniger ein Christentum gegen das Judentum ausspielen, denn äusserlich betrachtet .... hmm naja jeder ist ein individueller und verletzlicher Mensch.


Sicher, ich schreibe nicht vor und es steht mir auch nicht zu, was ein Jude oder wer sich so nennt zu tun hat und nicht, da darf jeder für sich selber entscheiden und sich aus der Torah nehmen, so dass es ins eigene Leben passt. Aber man merkt schon, was da schon auch rüber kommt, Wärme, Anteilnahme, Freundlichkeit, ein Verstehen wollen oder eben auch umgekehrtes.


Und Elohim schuf den Mensch, nach seinem Bildnis schuf er ihn.
Da die Weisungen des Ewigen ja gut sind, so dürfen doch Jude und Nichtjude daraus lernen. Spiritualität und Göttlichkeit. Nichtjuden, was Ethik und Moral betrifft, Juden dazu noch als erwähltes Volk mit dem Priestertum usw.


Nun, jüdische Gelehrte zu rate ziehen. Ist vielleicht eine guter Wunsch, nur klappt das nun mal nicht einfach so. Wer und was soll denn raten? Wie viel ist derer Meinung? Und wenn nicht mal Volksgenossen auf diese hören, wird es schon schwierig, respektive fast unmöglich. Da gibt es 1000 Meinungen zur gleichen Sache.


So denke ich sehr wohl, dass man die Tenach selber studieren kann. Dazu braucht es keiner „Einwilligung“ und „Erlaubnis“ eines Juden. Man soll einfach dazu bedenken, dass es sehr altes jüdisches „Schriftgut“ ist, welches eingebettet in der mündlichen Torah ist, und dass somit gewisse Kenntnisse notwendig sind, um das auch entsprechend zu verstehen.
Es kommt meistens falsch, wenn man nicht in etwas/jemanden hineinhören will, sondern den andern nur aus eigenen Perspektive/Theologie/Empfindung/Erfahrung verstehen will.


Ich schreibe dies nicht aus christlicher Sicht oder gar Absicht, um Juden belehren zu wollen, (wer meine Beiträge liest, weiss, wie ich dazu stehe), sondern als einer, der wirklich verstehen will.


Lehit

Alef