Shalom Isaak

Ganz herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort.

Mich würde interessieren wie diese gemeinsame Basis aussieht, die sich dann ja so in unterschiedlicher Form ausleben lässt, wenn sie sich nicht durch die Volkszugehörigkeit begründen lässt?

Aber es scheint, nach meiner Ansicht nicht zu funktionieren, aus dem Christlichen und dem Jüdischen auszusortieren, was untauglich scheint und den guten Rest zu leben, es sei denn man mag etwas völlig Neues beleben.
Irgendwie ist das wohl etwas vom Schwierigsten im Ganzen. *seufz* Beim Feiern von Festen wird für mich die Problematik der Umdeutung noch deutlicher sichtbar. Weshalb ich schon mit einer gewissen Trauer sagen muss, es gibt für mich so eigentlich im jetzigen Stand wenig zu feiern. Da ich das eine hinter mir lassen muss, weil ich es nicht mehr so sehe und es für mich ja nie einfach ein Kopieren von etwas sein darf, sondern wirklich meine spirituelle Überzeugung auch ausdrücken soll. Dabei möchte ich aber den „älteren Bruder“ auch nicht verletzten.

Deine offene Haltung freut mich aber und ich bin gespannt, ob sich für meinen persönlichen Glaubensweg nicht doch ein Neues Pferd züchten lassen kann.

Stopp - etwas feiere ich nun doch aus Überzeugung, nämlich den Shabbat, weil ich da schon etwas vom Ursprünglichen, dem Schöpfungsgedanken finde. Auch wenn der Ewige ihn ja explizit euch als Volk gegeben hat, habe ich dazu meine Freiheit gefunden, ihn mit euch auf meine Weise zu begehen. Da fühle ich mich mit Eurem Volk doch sehr verbunden.

Die Geschichte mit der Tinte finde ich übrigens sehr anschaulich. Vielleicht doch eine gute Lösung auch um die Geschichte des Judas, oder sogar meine eigene, irgendwie in Frieden abzuschliessen.

Liebe Grüsse