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Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Danke für die tolle Geschichte Vanessa. Ich mag seine Geschichten einfach sehr, sie sind was besonderes für mich.
    Ich denke wir sind umgeben von religiösen Ritualen und glaube, dass wir schon so weit drin sind, dass es uns selber gar nicht mehr auffällt. Was mir in dieser Geschichte besonders gefällt ist, dass jeder dachte er tanze spontan und voller Freude vor Gott - jedoch weit gefehlt und ich kann mir die Gesichter lebhaft vorstellen, als der Baal Schem Tow verlauten lies, dass die Pfeife das einzig Spontane war. Solche Wachrüttler sind oft notwendig.


  2. #2

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    Gerne,
    ich mag seine Geschichten auch sehr :)

  3. #3
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    א

  4. #4

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    Meister Baal Schem Tow und die Brille


    "Es wird über den großen chassidischen Meister Baal Shem Tow gesagt, dass er normalerweise keine Brille benutzte, doch wann immer er mit einem Philosophen oder einem Wissenschaftler sprach, setzte er sich sofort die Brille auf. Das war ungewöhnlich und seine Schüler fragten sich, was wohl dahinter stecke.

    „Was ist los?“ fragten sie. „Du benutzt doch sonst keine Brille?“

    Der Meister lachte. Was er antwortete, ist bedeutsam.
    „Mit euch kann ich in meinem normalen Zustand bleiben, ich muss mich nicht von ihm entfernen. Meine Augen können nicht mehr unterscheiden. Ihr und der Baum und der Fels, ihr seid alle eins. Wenn ich mit einem Schüler spreche, dann brauche ich nichts auszugrenzen. Ich spreche zur gleichen Zeit zum Schüler, zum Baum, zum Felsen, zu den Sternen und dem Himmel. Alles ist eins. Denn ich spreche aus Liebe. Ich überschütte euch mit meiner Liebe und werde von eurer überschüttet."


    Eine Brille, um Grenzen wiederzufinden

    Er fährt fort: "Doch wenn ein Philosoph kommt, dann muss ich von meiner normalen Art zu seinem Denken hinabsteigen. Ich muss mir eine Brille aufsetzen, damit ich blind werde, damit ich die große Vision verliere. Meine Augen werden durch die Brille eng gemacht, denn ein logischer Mensch besteht auf Unterscheidungen. Die Dinge sollen seiner Meinung nach eingeordnet und definiert werden. Liebe kennt keine Definition und keine Abgrenzung.“"

  5. #5
    manlovi Gast

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    Ich lese und lerne mit Vergnügen mit!

  6. #6
    jzmaoqyxm Gast

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  7. #7

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    Der Hirte

    Einst offenbarte der Himmel dem Baal Schem Tow, dass ein einfacher Hirte namens Mosche dem Herrn, gepriesen sei Er, besser diene als der Baal Schem Tow. Diesen Hirten wollte der Baal Schem Tow unbedingt kennen lernen. Also ließ er seine Pferde einspannen und fuhr mit einigen seiner Schüler zu diesem armen Schafhirten.

    Die Gruppe hielt in einem Feld am Fuß eines Berges an und sah auf den Abhang einen Hirten, der in sein Horn blies, um die Herde zu versammeln. Nachdem die Schafe sich um ihn geschart hatten, führte er sie zu einem Bach, um sie zu tränken. Während sie tranken, blickte er hinauf zum Himmel und rief: „Herr der Welt, du bist so groß! Du hast Himmel und Erde und alles andere erschaffen! Ich bin ein einfacher Mann, unwissend und ungebildet, und ich weiß nicht, wie ich dir dienen oder dich preisen kann. Ich war ein Waisenkind und wuchs unter Heiden auf; darum habe ich nie die Torah studiert. Aber ich kann in mein Horn stoßen wie in einen Schofar und rufen: Der Herr ist G´tt!" Nachdem er mit aller Kraft sein Horn geblasen hatte, brach er kraftlos zusammen und lag regungslos da, bis seine Kraft zurückkehrte.

    Dann stand er auf und sagte: „Herr der Welt, ich bin nur ein einfacher Hirte. Ich kenne die Torah nicht und weiß nicht, wie man betet. Was kann ich für dich tun? Ich kann nur Schäferlieder singen!" Daraufhin begann er laut und leidenschaftlich zu singen, bis er wieder erschöpft zu Boden stürzte.

    Als er sich erholt hatte, erhob er sich erneut und rief: „Herr der Welt! Was taugt es, dass ich mein Horn geblasen und für dich gesungen habe? Du bist so groß! Was kann ich noch tun, um dir zu dienen?" Er hielt einen Moment inne und sagte dann: „Es gibt noch etwas, was ich kann, und das werde ich zu deinem Ruhm und deiner Ehre tun!" Er machte einen Kopfstand und strampelte heftig mit den Beinen in der Luft. Dann machte er eine Reihe von Purzelbäumen, bis er wieder kraftlos zusammenbrach. Der Baal Schem Tow und seine Schüler schauten ihm aus der Ferne verwundert zu.

    Der Schäfer lag stumm da, bis seine Energie zurückkehrte. Erneut begann er zu sprechen: „Herr der Welt, ich habe getan, was ich kann; aber ich weiß, dass es nicht genug ist! Was kann ich noch tun, um dir zu dienen?" Er dachte kurz nach, und fuhr dann fort: „Gestern gab der Edelmann, dem die Herde gehört, ein Fest für seine Diener, und gab jedem von uns eine Silbermünze. Ich werde sie dir schenken, o G´tt, weil du alles geschaffen hast und alle Geschöpfe ernährst, auch mich, Mosche, den kleinen Hirten!" Dann warf er die Münze in die Luft.

    In diesem Augenblick sah der Baal Schem Tow, wie eine Hand vom Himmel kam und die Münze ergriff. Er sagte zu seinen Schülern: „Dieser Hirte hat mich gelehrt, wie man das größte Gebot erfüllt: Du sollst den Herrn, deinen G´tt, mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Macht lieben."

  8. #8

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    G-ttliche Vorsehung


    Obwohl der Baal Schem Tow lange nach den Gräueltaten der spanischen Inquisition lebte, gab es zu seiner Zeit noch Marranos, die mit dem Tode bestraft wurden, wenn sie die Mizwot befolgten. Ein Jude und Marrano, der seine Treue zur Tora viele Jahre lang verbergen konnte, wurde schließlich entdeckt und vor Gericht gestellt. Weder sein Regierungsamt noch seine Verbindungen, noch die Gunst des Königs konnten ihn aus den tödlichen Klauen der Kirche befreien. Das Urteil lautete: öffentliche Verbrennung.

    Viele Menschen, darunter der König, strömten zum Hinrichtungsplatz. Die Menge versammelte sich um die Plattform, auf der das grausame Urteil vollstreckt werden sollte. Plötzlich erstickte ein lautes Donnern die Stimme, die das Urteil verlas, und die Erde begann zu beben. Ein Chaos brach aus, und die Menschen rannten um ihr Leben. Auch der Verurteilte floh, und im allgemeinen Durcheinander gelang es ihm, seine Verfolger abzuschütteln und die spanische Grenze zu erreichen. Von da an wohnte er in einem anderen Land und praktizierte die Tora und die Mizwot öffentlich und furchtlos. Aber er musste oft an das große Wunder denken, das sein Leben gerettet hatte.

    „Was ist g–ttliche Vorsehung?“, fragte er viele Gelehrte. „War es schon bei der Schöpfung geplant, dass die Erde in diesem Moment beben sollte, damit ich fliehen konnte? Oder war das Beben ein Naturereignis, und bestand das Wunder darin, dass ich gerade in diesem Augenblick hingerichtet werden sollte?“

    Da er mit den Antworten unzufrieden war, wollte er die Meinung des Baal Schem Tow erfahren und reiste nach Mesibusch. Er kam am Haus des Zadik an, als dieser zu den Morgengebeten aufbrach.

    „Komm, wir gehen gemeinsam in die Synagoge“, sagte der Baal Schem Tow. Unterwegs trafen sie einen Bauern, der einen Heuwagen zum Markt fuhr. Kurze Zeit später begegneten sie einem Mann, der über Zahnschmerzen klagte. Als der Mann an ihnen vorbeiging, lief er zu dem Heuwagen, streckte begierig die Hand ins Heu und zog einen Halm heraus. Diesen steckte er rasch in den Mund und piekte damit den kranken Zahn. Fast sofort ging es ihm besser.

    Der Baal Schem Tow wandte sich an seinen Begleiter: „Siehst du, das ist g–ttliche Vorsehung! Es gibt ein bestimmtes Kraut, das gegen Zahnweh hilft. Als der Mann die Hand in den Heuhaufen streckte, griff er ,zufällig’ nach diesem Kraut. Es war kein Zufall, dass der Bauer heute auf den Markt fuhr. Aber der Allm-chtige hat das Kraut auch nicht heute ins Heu gesteckt. Nein, er hat schon bei der Schöpfung vorausgesehen, was geschehen würde, und darum plante er alles so, wie es gekommen ist. Auch in deinem Fall hat er das Erdbeben schon bei der Schöpfung geplant, damit es genau an diesem Ort und zu dieser Stunde dein Leben retten würde.


 

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