Wer seine Frau entlassen will

Mt 5,31 Es ist aber gesagt: Wer seine Frau entlassen will, gebe ihr einen Scheidebrief. 32 Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei, macht, daß mit ihr Ehebruch begangen wird; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

„Seit nicht leichtfertig in der Trennung einer Ehe.“ Auch hier kein Widerspruch gegen die Vorschrift, der Frau einen Scheidebrief zu schreiben (Anmerkung: Etwas Geschriebenes wird wohl nochmals überlegt, im Gegensatz wenn die Frau einfach rausgeworfen wird. So verlangt das „Gesetz“ einen Scheidebrief, Worte können abgestritten werden, etwas Schriftliches nicht). Sondern es ist eine eindringliche Ermahnung, nur bei schweren Verfehlungen der Frau es zu einer Scheidung kommen lassen, um nicht der Willkür ausgeliefert zu sein.

Schammai und seine Schule Lehrte: „Ein Mann soll sich von seiner Frau nicht trennen, es sei den, er habe ihr etwas Unsittliches vorzuwerfen“ (nach Hillel genügte schon ein geringfügiger Anlass). Das ist auch die Anschauung, welche auch Jesus wenige Jahrzehnte nach Schammai vertritt.
Rabbi Elasar bemerkt: „Ein jeder, der sich von seiner ersten Frau scheiden lässt, über den vergisst sogar der Altar Tränen. Denn so steht es im Propheten Maleachi: Ihr bedecket mit Tränen den Altar des Ewigen, mit Weinen und Schluchzen… weil der Ewige Zeuge war zwischen di und dem Weibe deiner Jugend, der du nun die Treue gebrochen hast, und doch war sie die Gefährtin (und nicht die Untergegebne) und die Frau seinen Bundes.“ (Talmud, Gittin 90b)