Ergebnis 1 bis 10 von 97

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Registriert seit
    06.12.2006
    Beiträge
    2.934

    Standard

    Naja Beschneidung, das Bundeszeichen für die Verheissung, schon mal ein „Gesetz“…..

    Und gut, das es auch hier im Forum Regeln (Gesetzte) gibt woran sich jeder User ein bisschen halten soll… und auch das NT ist nicht frei von Gesetzen….

    Das „Gesetz“ besteht ja nicht nur aus Drohungen wegen dem Fehlverhalten, so beinhaltet das Gesetz auch viele Weisungen für Feiertage, für den Kultus usw….

    Jesus wurde ja auch nicht auf Zion geweiht… noch gesalbt….

    Das "Gesetz" wurde wegen der Liebe gegeben, damit man darin zeigen kann, dass man Gott liebt. Schon dem Adam und der Chava gab Gott Anweisungen, wie er sich zur verhalten hat. Weisungen wurden also definitiv nicht um der Sünde willen erlassen, sie gab es schon vorher.

    So ist das „Gesetz“ nicht einfach Strafe um der Übeltäter willen, damit Sünde aufgezeigt wird, sondern Wegweisung für einen guten Weg. Und deshalb ist es absurd, diese Gottesanweisungen dermassen in ein falsches Licht zu stellen.


    Ist nun der Bruder auf dem Rücken des afrikanischen Mädchens eine Last oder der Bruder?

  2. #2
    Registriert seit
    23.07.2012
    Ort
    Wiesbaden
    Beiträge
    1.523

    Standard

    Zitat Zitat von Alef Beitrag anzeigen
    Das "Gesetz" wurde wegen der Liebe gegeben, damit man darin zeigen kann, dass man Gott liebt. Schon dem Adam und der Chava gab Gott Anweisungen, wie er sich zur verhalten hat. Weisungen wurden also definitiv nicht um der Sünde willen erlassen, sie gab es schon vorher.
    Ich sehe das eigentlich auch so ähnlich. Aber der Paulus sieht das bisschen anders: Römer 7,7: Was sollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte (2.Mose 20,17): »Du sollst nicht begehren!«

    Hier kommt Paulus' etwas ambivalentes Verständnis des Gesetztes sehr schön zum Ausdruck. Begierde kenne ich natürlich auch, ohne das jemand sagt, Du sollst nicht begehren. Man könnte höchstens sagen, dass man nur durch das Gebot nicht begehren zu sollen, darüber informiert wird, dass Begierde etwas problematisches und nicht von Gott gewolltes ist. Das Gesetz aber auf diese Weise verstanden, macht dem Menschen beständig und immer wieder bewusst, dass er unfähig ist, sich den Geboten Gottes gemäß zu verhalten. Der Mensch wird also ganz klein und sündig und unfähig und das Gesetz spricht ihn beständig schuldig. Ich vermute, so hat das Paulus tatsächlich erlebt. Er wollte immer alles ganz richtig und gesetzeskonform machen, erlebte dann darin sein Scheitern und kam sich dann unwürdig und klein und sündig vor.

    Paulus schreibt dann weiter in Römer 7,8:Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlass und erregte in mir Begierden aller Art; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot.

    Für Paulus wird also durch das Gesetz die Sünde überhaupt erst lebendig, die Sünde ist für ihn also quasi nur deshalb existent, weil es ein Gesetz gibt, gegen das man sich versündigen kann. Der Sündenbegriff von Paulus hat also immer etwas mit "das Falsche tun", "falsch, gesetzeswidrig handeln" zu tun. Sie kommt bei ihm immer nur im Schlepptau des Gesetzes vor. Gäbe es kein Gesetz, gäbe es auch keine Sünde. Daher die Abneigung vieler Christen gegen das Gesetz.

    Jesus hatte da ein entspannteres Verhältnis zum Gesetz, wie wir aus Markus 2,23-28 erfahren: Und es begab sich, dass er am Sabbat durch ein Kornfeld ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen. Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist? Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren: wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat.

    Bei Jesus sind die Gesetze um des Menschen willen gemacht, nicht um die Sünde zum Ankläger werden zu lassen...

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  3. #3
    Registriert seit
    06.12.2006
    Beiträge
    2.934

    Standard

    Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
    Bei Jesus sind die Gesetze um des Menschen willen gemacht, nicht um die Sünde zum Ankläger werden zu lassen...

    LG
    Provisorium
    Hallo Provisorium

    Deinen Gedanken kann ich mich gut anschliessen. Ja, und ich weiss, dass Paulus da gewisses sehr anders sieht. So wie er als Jude dem Gesetz und den Buchstaben nachjagte, statt es zu verinnerlichen, so jagt er später seine freimachender Christusideologie nach. Dann macht er den Vergleich, seine subjektive falsche Einstellung zum „Gesetz“ als allgemein hinzustellen, und erklärt darauf bauend seine Christuslehre fernab der Lehre Jesu. Und dazu scheint ihm jedes Mittel recht zu sein.

    Im „Gesetz“ geht es auch nicht um der Anklage willen, sondern im den Schutz des Menschen.

  4. #4
    Registriert seit
    23.07.2012
    Ort
    Wiesbaden
    Beiträge
    1.523

    Standard

    Zitat Zitat von Alef Beitrag anzeigen
    Ja, und ich weiss, dass Paulus da gewisses sehr anders sieht.
    Ja, das tut er. Aber ich finde wir sollten nicht zu streng mit ihm sein. Seine Ablehnung dem Gesetz gegenüber kommt vielleicht aus seinem Übereifer und einem gewissen Unverständnis des Wesens des Gesetzes gegenüber, aber auch wenn seine Herleitung befremdlich wirkt, so muss ich ihm doch im Ergebnis Recht geben. Am Ende des Römerbriefes kommt er nämlich zu folgender Erkenntnis: Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde. (Römer 14,23b).

    Das ist doch versöhnlich! Ganzheitlich betrachtet war Paulus meiner Meinung nach schon ein aufrichtiger gläubiger Mensch, aber im Christentum wird er gleichzeitig auch überbetont und seine Theologie zu Unrecht verabsolutiert. Die Herzenshaltung ist meiner Meinung nach das Entscheidende und wenn ich aus ganzem Herzen die Gesetzte Gottes halten möchte, dann ist daran nichts schlimmes oder minderwertiges. Das vergessen Christen ganz gerne mal. Dabei haben auch sie ihre Gesetze und ohne Ethik geht es ja auch gar nicht.

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)


 

Ähnliche Themen

  1. vom saulus zum paulus
    Von StayTrue im Forum Glaubensfragen / Jesus / Gebete
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 27.09.2012, 17:19
  2. Paulus, Prof. Ruth Lapide
    Von Fisch im Forum Predigten, Losungen, Bibelverse, Videos und vieles mehr.
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.08.2008, 21:11
  3. Paulus:
    Von Victor im Forum Jesus
    Antworten: 110
    Letzter Beitrag: 31.10.2007, 07:47
  4. Yitzhak, Amia, Sarah
    Von KlyX im Forum Informationen vom Moderationsteam
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 27.09.2007, 16:28

 Besucher kamen mit folgenden Begriffen auf diese Seite:

was bedeutet sabbaterin

einen prophet wie moses

woher kommt hagar

sarah hagar gesetz

& hegar ein hallo zuviel verlangt

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •