Hallo StayTrue,

zunächst möchte ich Dich hier im Forum Willkommen heißen.

Deine Frühstückszeitung muss ja so ein Revolverblatt gewesen sein, denn wie können die schreiben: "Vom Mörder zum Pastor", wenn Johannes K. doch "nur" einen (gemeinschaftlichen) Totschlag beging.
Mord und Totschlag sind zwei vollkommen verschiedene Delikte, da hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Ausser, dass zum Schluss eine oder mehrere Personen tot sind.

Ich selbst hatte in den 70er Jahren einen Haftbefehl wegen vers. Totschlag erhalten, nachdem ich einer Frau zur Hilfe eilte, die von einem Mann (Jugo) mit dem Messer bedroht wurde. Dies nennt man Zivilcourage, die unser Staat von uns erwartet und gar fordert.
Nachdem ich also Courage zeigte, wurde ich selbst von diesem Mann mit dem Messer angegriffen. Ich war unbewaffnet und kam dennoch in die U-Haft. Er landete auf der Intensivstation.
Laut meiner späteren Anklageschrift hatte ich meine Notwehr überschritten.
Damit möchte ich sagen, dass man schneller in eine solche Situation und in den Knast kommen kann, als man es sich vorstellt.
Wenn es Jemand nicht selbst erlebt hat, kann er hier kaum mitreden, ausser bla-bla.

Das Buch von Johannes K. habe ich nicht gelesen und ich werde es mir nicht kaufen, da ich selbst alles schon hautnah erlebt habe.

Obwohl es für mich nichts besonderes ist, finde ich es gut, dass Johannes K. seine Zeit im Knast zum Guten genutzt, und er den richtigen Weg für sich mit Gott gefunden hat.

Auch ich bin während meiner Haftzeit auf Jesus gestossen und er führt mich bis heute eigentlich wunderbar -- Gott sei Dank.


Ein jeder Straftäter/Sünder muss halt seine Suppe selbst auslöffeln, die er sich eingebrockt hat.


Verwechsel Du bitte nicht weiterhin Mord mit Totschlag, denn beim Totschlag fehlt der Vorsatz.

So sehe ich das Ganze!