Weshalb auch nur sollte der Mensch seit dem Sündenfall so denken, dass der Ewige gegen ihn ist? Solches Denken ist doch nicht allgemein und kommt allein aus der Lehre der Kirche.

So muss das „Judentum“ Gott nicht milde stimmen, nicht durch Opfer oder Werke, um Vergebung zu erlangen.
Die Kirche lehrte da entgegen der jüdischen Lehre. So interpretierte man vieles im Leben Jesu aus der kirchlichen Lehrtradition, wie stellvertretende Opfer, wie es im Heidentum gelehrt wird und der Tenach fremd ist, denn Gott braucht keine Opfer, auch kein Ersatzopfer, damit er vergeben kann, und somit ist dies kaum begründet auf jüdisches Verständnis, in welchem Jesus ja lehrte. Liebe und Vergebung braucht kein stellvertretendes Opfer, sondern das Erkennen und zugeben des falschen Handelns. ... vergib uns ... wie wir vergeben ...


Jesus lehrte eigentlich auch, dass man den Vater um Vergebung bitten soll (und nirgends, dass man das nur bei ihm machen kann), wie im "Unser Vater" oder im Gleichnis des Pharisäers und Zöllners im Tempel, als der Zöllner gerechtfertigt nach Hause ging. Dies alles hat sich auch nicht durch Tod und Auferweckung Jesu geändert, denn selber lehrte er es danach nicht erneut anders.

Jesus rief eindeutig zur Busse und Umkehr auf, das heisst auch also zur Erkenntnis der Sünde und auch der bitte um Vergebung, der Reue und zur Gesinnungsänderung.


Lehit

Alef