Zitat Zitat von Kasper Beitrag anzeigen
an welchem Punkt kann ein normaler (d.h. nicht mit der Gabe der Vorhersehung gesegneter) Mensch dann überzeugt sagen, die Einhaltung des Gebotes mache ihn jetzt und in Zukunft unglücklich?
Man braucht keine Vorhersehung, um zu merken, dass ein JETZT vorliegender Zustand mich JETZT unglücklich macht.

Und was die Zukunft angeht: Jede Entscheidung birgt das Risiko der Fehlentscheidung, klar. Aber im Jetzt-Zustand zu bleiben und nichts zu ändern ist auch eine Entscheidung.

Zudem stellt sich bei einer solchen Argumentation mir die Frage, was ist für einen Christen deiner Meinung nach überhaupt noch verbindlich? Huch, ich habe nicht verhütet und bin ungewollt Schwanger? – Kein Problem, ich habe meinen Irrtum erkannt und das Austragen des Kindes wäre ein Verharren in Sünde, also berichtige ich den Fehler mit einer Abtreibung und wage einen Neuanfang, denn Gott will nicht, dass ich wegen einer ungeplanten Geburt und den Risiken einer Schwangerschaft womöglich unglücklich werde?
Wenn du nur einen Satz mehr zitiert hättest, Kasper, dann wäre vielleicht klarer geworden, wie das gemeint war und wie nicht.
Aber um deine Frage kurz und bündig zu beantworten: Ja, es gibt Situationen, in denen ich eine Abtreibung für vertretbar halte. Das werde ich aber in diesem Thread nicht diskutieren.