Zitat Zitat von samu Beitrag anzeigen
Denn Tora bedeutet eben nicht – wie aberwitzig dargestellt - Gesetz im juridischen Sinn, sondern Wegweisung! Oder meinst du etwa ernsthaft Gott dachte sich, Liebe, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Freiheit, etc. kann man durch Gesetze befehlen? Es sind noch immer Herzensangelegenheiten, welche sich jeglichem juridischen Gesetzesbegriff entziehen. Dass allerdings oft gewisse Menschen meinen selbst das zur Doktrin erklären zu müssen ist ein trauriger Tatbestand.
Lieber samu = ich sprach von der mizwa in dem hier von dir kommentierten Zitat.
Gebote
"Das hebräische Wort für Gebot ist mizwa. Im Judentum ist die bar mizwa eines Knaben oder die bat mizwa eines Mädchens ein wichtiges Fest der Familie und der Gemeinde. Nach zwölf Lebensjahren und nach der religiösen Grundausbildung erreicht ein Kind die religiöse Mündigkeit. Es liest aus der tora, der Weisung Gottes, und verpflichtet sich zur Beachtung der mizwa, des Gebots Gottes. Es wird ein ‹Sohn des Gebots› oder eine ‹Tochter des Gebots›, und das heisst, dass jetzt im religiösen Bereich das Gesetz die Elternschaft antritt. Das Leben wird von den Geboten bestimmt, von denen es nach jüdischer Vorstellung so viele gibt wie Knochen im Körper, nämlich 613; der religiös mündige jüdische Mensch stellt also mit seinem Körper das ganze Gesetz mit allen seinen Geboten dar. Unter ihnen gibt es so viele Verbote wie Tage des Jahres, nämlich 365." (erklärung aus der Zürcher Bibel)

Weisung
"Das Wort Weisung ist eine Übersetzung des Hebräischen Wortes tora, das im Alten Testament eine lange Geschichte hat und in verschiedenen Zusammenhängen und Bedeutungen gebraucht wird. Im Sinn von ‹Unterweisung› ist tora zunächst die Aufgabe der Eltern: «Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung durch deinen Vater, und verwirf nicht die Weisung deiner Mutter», heisst es in Spr 1,8. Hier geht es um die Unterweisung eines Heranwachsenden, Weisung ist Einweisung ins Leben. Neben den Eltern sind auch die Priester mit tora betraut. Sie mündlich zu erteilen, gehört zu ihren Hauptaufgaben am Heiligtum. Die Weisung gilt als wörtlicher Kultbescheid JHWHs und orientiert über Fragen von heilig und profan, rein und unrein. Laien erfahren von Priestern, wie richtig vorzugehen ist. Hier ist Weisung Einweisung in kultische Ordnungen. Als eine verengende Vereinnahmung der tora JHWHs wird dieses priesterliche Verständnis von den Propheten kritisiert. Für sie ist tora etwas viel Umfassenderes: der ganze Wille JHWHs, nicht nur einzelne von Priestern festgesetzte Regeln. Das Deuteronomium und die von ihm geprägten Texte, später die Chronik und die von ihr abhängige Literatur binden die tora schliesslich eng an die Person des Mose und die Gesetzgebung am Sinai. Diese tora des Mose wird nun zur Weisung schlechthin. In einem spezifischen Sinn ist mit Weisung daher die Gesamtheit der fünf Bücher Mose bezeichnet. - Das Griechisch sprechende Judentum übersetzte tora zum grössten Teil mit nomos (‹Gesetz›) und erweiterte den Begriff damit durch neue Bedeutungsaspekte.(Erklärung der Zürcher Bibel)

Ich bezog mich auch vorher auf die mizwa - was die Thora ist, ist mir bekannt.
Ein sachlicher Austausch, wäre interessanter und lohnender als dein zunehmend unsachlicher werdender Schreibstil.
Dir aber dennoch ein angenehmes Kalenderjahr 2008 / 5768 (Rest)

Frank