Daher ist es verständlich daß die Verkünder des Evangeliums ihre Botschaft mit dem Gedankengut der Nationen entsprechend verbunden haben.
Und Israel soll dann verpflichtet sein dieses Gedankengut zu übernehmen, obwohl Gott ihnen ihr "eigenes" gab? Das klingt sehr komisch für mich. Das wollten auch schon andere Hochkulturen (Ägypten, Griechenland, etc), dass Israel sich diesem Gedankengut hingibt.

Es ist doch in Ordnung, wenn andere Völker ihre Gottesweisheiten bekommen haben. Niemand in Israel wird es diesen Völkern nicht gönnen. Doch was soll bitte Jesus damit zutun haben oder gar seine Jünger?

Ich kann es jetzt nicht schnell finden, aber im verkürzten babylonischem Talmud hab ich eine ziemlich negative aussage über Jesus gelesen.
Ich weiß was du jetzt meinst. Aber ich darf dir mal diesbezüglich Fachliteratur empfehlen, auch von christlicher Seite!!! - wo längst nachgewiesen wird, das diese Geschichte eben überhaupt nichts mit Jesus von Nazareth zu tun hat. Auch wieder so ein hartnäckiges Ammenmärchern, übrigens schon aus Zeiten des Mittelalters.
Z.B. Jesus von Nazareth in der Tamudischen Überlieferung / Prof. Johann Maier / Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt.

"Aber du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Sein Ursprung liegt in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen." (Micha 5:1.)
Na nur gut, dass Jesus in Nazareth geboren wurde! Das glaubte und wusste sogar ein Herr Luther und verwies auf umfangreiche Texteingriffe der Kirchenväter, die aus Nazareth ein Betlehem zauberten. (Kann man übrigens in alten Textversionen noch nachlesen) Ach ja, Jesus von Nazareth, dass allein sollte schon zu denken geben.

Wenn die Juden ihn so sehen werden, dann werden sie auch seine Lehre begreifen.
Wie nun?

Samu