Zitat Zitat von bonnie Beitrag anzeigen
Wie subjektiv ist der „schöpferische Plan“ für einen einzelnen Menschen in der großen Masse eigentlich?
Sehr subjektiv, würde ich sagen. Wenn ich davon ausgehe, dass Gott mit mir einen Plan hat, dann ist es meine ganz persönliche Aufgabe, diesen Plan zu erkennen. Das kann mir niemand abnehmen. Und auch die Entscheidung, dieser Erkenntnis zu folgen oder nicht, ist meine eigene, denn dazu hat Gott mir einen freien Willen gegeben.

Und niemand kann sagen, dass er "DEN" göttlichen Gesamtplan kennt, insofern kann es hier kein objektives Maß geben. Und keine Beurteilung, ob jemand am göttlichen Plan vorbei gelebt hat.

Ein Leben, dass „weniger Spuren“ hinterlässt- ist es nicht erfüllt?
Wie will man messen, wie viele Spuren ein Leben hinterlassen hat? Was zählt als Spur? Und soll man lieber tiefe oder breite Spuren ziehen?

Es ist nicht möglich, die Spuren zu bewerten, die ein Leben hinterlassen hat, zumindest nicht absolut und nicht mit so kurzem zeitlichem Abstand. Insofern sind solche Sätze in einer Begräbnisrede nur ein Versuch, die Hinterbliebenen zu trösten. Die Gefahr ist groß, dass es nur ein platter Trost wird.