Mir scheint es ein Widerspruch zu sein, voller Sünde und deshalb dem Tode geweiht zu sein und doch von Sündenfreiheit zu sprechen.
Entweder bin ich sündlos oder ich bin es nicht. Allein der Gedanke an Sünde spricht nicht für Sündenfreiheit. Wäre ich sündlos, so würde ich die Sünde nicht kennen und an sie nicht denken können. Sie wäre mir fremd. Kenne ich die Sünde nicht, so wäre ich auch kein Sünder, denn ich wüsste nicht was Sünde ist und wäre deshalb frei von Sünde. Damit ist ein jeder Mensch ein Sünder von Anbeginn der Welt und bleibt es bis zum Ende des Lebens, weil er ein Bewusstsein für Sünde bekommt. Doch von wem bekommt er das? Von Menschen oder von Gott?
Wenn wir jetzt schon sündlos sind, wieso gibt es ein Gericht?



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