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    Standard Nachkommen Kajins

    Nachkommen Kajins

    Vers 17. da erkannte Kajin seien Frau, sie empfing und gebar Channoch. Er ward ein Stadterbauer und nannte die Stadt nach dem Namen seines Sohnes Chennoch.

    Die Stadt ist ein Komplex von Menschen, die nur aus Menschenkräften ihre Existenz schaffen. Des Städters Acker sind sein Kräfte, sein Geist und seien Fähigkeiten. Die vom Lande produzierten Stoffe erhalten so aus der Hand der Kunst und Industrie den Stempel der Menschenintelligenz. Auf dem Lande wird der Acker, und in der Stadt der Mensch kultiviert.
    Dieser Gegensatz von Stadt und Land tritt auch in den Gesetzen hervor. Der Stamm Levi, ohne Anteil am Land, bekommt Städte. Mörder wurden in Städte verwiesen.
    Es ist so charakteristisch, dass das erste Städteleben mit Kajin, dem vom Boden Gelösten und auf sich Verwiesenen, beginnt. Sein erster Sohn gab ihm das Bedürfnis, eine Zukunft zu gründen, und es gab für ihn kein (?) anderes Mittel.


    Vers 18: Dem Chanoch wurde Irad geboren, Irad zeigte Mechujael, Mechijael Metuschael Metuschael erzeugte Lemech.

    In Chennoch erkennen wir den Städtegründer, und in den hier aufgeführten Geschlechtern das Städtewesen in seinen Hauptrichtungen.

    חֲנוֹךְ Chenoch: Rüsten, üben. Die Kräfte Gottes, welche dem Menschen in Kajin gegeben wurden, muss sich nun entwickeln, so nannte er seinen Sohn Chenoch.

    עִירָד Irad: Die Erziehung findet Widerstand an dem Ungebundenheit liebendem Geschlecht. עִירָד das dem עָרוֹד gleicht, dem Waldtier.

    מְחוּיָאֵל, מְחִיָּיאֵל Mechujael, in welchem das Göttliche erlöscht war אֵל מְחִי der das Göttliche verlöschte, מְחוּיָאֵל in der Jugend passiv, מְחִיָּיאֵל im Alter dann aktiv zerstören

    מְתוּשָׁאֵל Metuschael: Volksmasse suchend.

    לֶמֶךְ Lamech: Bedeutung ungewiss.

    Vers 19: Lemech nahm sich zwei Frauen: die eine hiess Ada, die andere Zilla. Vers 20: Ada gebar Jawal; dieser war der erste der sesshaften Viehzücht (in Zelten unter den Herden wohnen). Vers 21: Seines Bruders Name war Juwal; dieser war der erste aller Harfen- und Flötenspieler. Vers 22: Auch Zilla gebar Tuwal-Kajin, der schärfte allesm das Kupfer und Eisen scheidet, Tuwal-Kajins Schwester aber war Naama.

    (Die Ägypter hatten auch Vieh, und nur wegen dem Vieh verachteten sie die Israeliten nicht, sondern wegen des Nomadenlebens, gegenüber der sesshaften Viehzucht)

    יָבָל Jawal, יוּבָל Juwal תּוּבַל־קַיִן Tuwal-Kajin, alle drei aus יבל gebildet und bedeutet bringen, heimbringen, einbringen.

    יָבָל.ist die aktive Personalform, also derjenige, der etwas einbringt, Werte schafft. Gewerbs- und Kaufleute, die verdienende Klasse

    יוּבָל.passiv, er produziert nicht, sondern ihm wird gebracht.
    Mit Juwal wird die Kunst eingeführt, Musik, welche das Gemüt, Gefühle und die Stimmung anspricht. Sie ist in der von Gott (kajinitischen) abgewendeten Welt ebenso notwendig wie das Gewrbe. Sie sucht die mit Gott aus dem Inneren entflohenen Harmonie durch äussere Anstrengung wider zu bringen. So steht sie zur Wiedererziehung des Menschen zum Guten und Wahren da. Sie schafft keine wirklichen Werte, und hat höhere Bedürfnisse als materiellen Wertbesitz.

    תּוּבַל.mit ת gebildete Substantive bezeichnenden abstrakten Begriff einer Tätigkeit / Zustandes, die Produktion, das Produzieren. Er schafft nicht, was man unmittelbar geniessen kann, sondern er schafft die Mittel zu Fortschritt in Gewerbe und Kunst, er schafft das Schaffen, Werkzeuge (Kupfer, Eisen). Es ist dann Tuwal-Kajiin, die eigentlich Produktion Kajins, der Stolz des kajianitischen Geschlechts,

    נַעֲמָה Naama, die sinnlich Schöne.


    Vers 23: Da sprach Lemech zu seinen Frauen: Ada und Zilla, höret meine Stimme, Frauen Lemechs, vernehmt meien Rede; denn einen Mann hab eich getötet zu meiner Wunde und ein Kind zu meiner Beule. Vers 24: Wenn auf Kajin die Rache siebenfach ruht, so auf Lemech sieben und siebzigfach!

    Hier gibt es verschiedene Auffassungen, sie lassen alle mehr oder weniger die Schwierigkeit ungelöst.

    Es gibt eine Parallele der kajinitischen Geschlechterreihe mit der sethitischen (Kp 5) in leicht modifizierter und geänderten Form. Auch dort erscheint am Ende ein Lemech (V29), der einen bedeutsamen Satz über die Zukunft des Geschlechtes sagt: „29 Und er gab ihm den Namen Noah, indem er sagte: Dieser wird uns trösten über unserer Arbeit und über der Mühsal unserer Hände von dem Erdboden, den der HERR verflucht hat.“

    So wird im getöteten Manne ein Ahn, und im Kinder der Sohn erblickt. Lemech hatte drei Söhne und mit ihnen die menschliche Kultur gegründet. Erfüllt da nicht ein stolzes Selbstgefühl die Brust? Allein die Lebenserfahrung hat seinen Geist mit dem bitteren Gegenteil erfüllt. So sagt die Rede (an seine Frauen, Mütter der Nachkommen, also demnach betrifft es alle Menschen): „Nicht gesühnt, getötet habe ich den Ahn, gemordet die Jugend und mir selbst mit allem die tiefste Wunde geschlagen!“


    Alle Bestrebungen der Kultur, im Dienste Gottes stehend, sind heilig und beglückend. Anders wird es ein Mord an der Menschheit, ein verblenden. Es opfert Vergangenheit und Zukunft und gewinnt die Gegenwart nicht.


    (Zusammenfassende Kommentare aus Bereshit von Samson Raphael Hirsch)

    Alef
    Geändert von anonym002 (15.04.2012 um 16:13 Uhr)


 

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