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Bedeutet das nun, dass Jesus nicht der Mensch gewordene Gott, unser aller Schöpfer von Ewigkeit, ist?
"So haben wir doch nur einen Gott, den Vater. Von ihm stammt alles, und wir leben auf ihn hin. Und einer ist der Herr: Jesus Cristus" (1Kor. 8:6)
"Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus." (1Tim. 2:5)
"Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht." (Apg. 2:36)

Und ist es überhaupt für das Heil der Menschheit wichtig, dass jeder Mensch da genau derselben Ansicht ist?
"Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgezogen.
Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott.
Und jeder Geist, der Jesus nicht (so) bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, daß er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt."
(1Joh. 4:1-3)
Der Mensch ist Fleisch, Gott aber ist Geist. Wer also Jesus als Mensch bekennt, dessen Geist ist aus Gott, wer aber Jesus als Gott bekennt, dessen Geist ist nicht aus Gott.

Jedes Kind hat doch ein anderes Verhältnis zu seinem Vater, zu seiner Mutter und das innere Bild von ihnen verändert sich mit der Zeit und den Erfahrungen.
Nicht, wenn es zum Dogma festgesetzt wurde. Ein Dogma verhindert den geistigen Wachstum

Wer kann mir darum meinen Erkenntnismangel verübeln, da Jesus mich (subjektiv spürbar) angenommen hat zumindest ebensogut wie Seine eigenen Henker, und da ich mich dazu bekenne, dass ich ein beschränkter, begrenzter, oft auch hilfloser Mensch, ein Lernender, ein Anfänger, ja ein Kind und zuweilen sogar ein hilfloses Schaf (mit herzlich wenig Verstand begabt) bin?
Wie lange hält dieser Zustand an?
"Denn obwohl ihr der Zeit nach schon Lehrer sein müßtet, braucht ihr von neuem einen, der euch die Anfangsgründe der Lehre von der Offenbarung Gottes beibringt; Milch habt ihr nötig, nicht feste Speise.
Denn jeder, der noch mit Milch genährt wird, ist unfähig, richtiges Reden zu verstehen; er ist ja ein unmündiges Kind;
feste Speise aber ist für Erwachsene, deren Sinne durch Gewöhnung geübt sind, Gut und Böse zu unterscheiden."
(Hebr. 5:12-14)

Wenn ein Kind mit zwei Jahren nicht geht, mit fünf nicht redet, machen die Eltern sich Sorgen - es stimmt etwas nicht.

Hier muß man aber den Hintergedanke der Trinitätslehre erwähnen: Jesus konnte ohne Sünde leben da er selbst Gott war. Wir sind aber schwache Menschen und können das nicht.

"Jeder, der Sünde tut, handelt gesetzwiedrig; denn Sünde ist Gesetzwiedrigkeit.
Ihr wißt, daß er erschienen ist, um die Sünde wegzunehmen, und er selbst ist ohne Sünde.
Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht. Jeder der sündigt, hat ihn nicht gesehen und ihn nicht erkannt. ..."
(1Joh. 3:4-10)

Wie aber die Liebe zu definieren ist, ...
"Darin haben wir die Liebe erkannt, daß er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben.
Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben?
Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit."
(1Joh. 3:16-18)
"Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso." (Lk. 3:11)
"... es geht um einen Ausgleich.
Im Augenblick soll euer Überfluß ihrem Mangel abhelfen, damit auch ihr Überfluß einmal eurem Mangel abhilft. So soll ein Ausgleich entstehen,
wie es in der Schrift heißt: Wer viel gesammelt hatte, hatte nicht zu viel, und wer wenig, hatte nicht zu wenig."
(2Kor. 8:13-15)

Unser Ziel ist Kommunismus, b.z.w. Theokommunismus.
"Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. ...
Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Gründstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös
und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte."
(Apg. 4:32-35)
Das waren die Werke der ersten Liebe!

Dann aber lesen wir in Offenbarung:
"Ich werfe dir aber vor, daß du deine erste Liebe verlassen hast.
Bedenke, aus welcher Höhe du gefallen bist. Kehr zurück zu deinen ersten Werken! ..."
(Off. 2:4,5)

"Dank" der Trinitätslehre wurde der Leib Christi in eine weltliche Organisation verwandelt, das Reich Gottes ins Jenseits verschoben, und diese Werke in weite Ferne grückt.

Ich verstehe nicht, warum Christen als Folge der Trinitätslehre nicht das rechte Verständnis von Einheit in der Liebe haben können. Soweit ich das für mich persönlich begriffen habe, stellen Vater, Sohn und Heiliger Geist die Dreifaltigkeit des einen Gottes dar, wie Er Sich dem Geschöpf / der Schöpfung gegenüber verhält, genau wie wir im Irdischen Körper, Seele und Geist als einen Menschen definieren, was doch auch eine Dreifaltigkeit ist. Wer käme denn deswegen auf den Gedanken, dass der Mensch deswegen in drei verschiedenartigen Persönlichkeiten anwesend ist. Aus welchem Grunde sollte also die Trinitätslehre einen Menschen hindern, sich eins zu fühlen mit allen und allem und das Gebot der Nächstenliebe zu leben? - Habe ich da etwas falsch aufgefasst?
Daß jeder einzelne Mensch die Dreifaltigkeit Gottes wiederspiegelt, ist Individualismus. Nur zusammen sind wir das Bild Gottes: Adam mit seiner Frau; Christus mit seiner Gemeinde.
Wir sollen miteinander, mit Christus, und mit Gott so eins sein, wie Jesus es mit dem Vater ist.
Die Trinitätslehre schließt das aus. Oder kannst du das? Ist überhaupt für einen Trinitarier möglich zu sagen: ich und Christus sind eins? Das sollten wir aber.

Hier würde mich die Bibelstelle interessieren, wo das geschrieben steht, damit ich mich darin vertiefen kann.
"Ihr nehmt es ja offenbar hin, wenn irgendeiner daherkommt und einen anderen Jesus verkündigt, als wir verkündigt haben, wenn ihr einen anderen Geist empfängt, als ihr empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, als ihr angenommen habt." (2Kor. 11:4)
"Ich bin erstaunt, daß ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und daß ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet.
Doch es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und das Evangelium Christi verfälschen wollen.
Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.
Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht."
(Gal. 1:6-9)