@“Jünger“
Ah auch aus dieser Wortverwandtschaft speist du deinen Jesusgottglauben. Der Einfachheit halber hier ein Auszug aus Wikipedia: „Wie in vielen anderen hebräischen Vornamen ist in „Jehoschua“ (יְהוֹשׁוּעַ), westaramäisch „Jeschua“ (יְשׁוּעַ) oder „Jeschu“ (יְשׁוּ), eine Kurzform des Gottesnamens enthalten. Der ins Griechische übertragene Vorname Jesus lautet daher als Satz: JHWH rettet oder JHWH ist Rettung. In der Offenbarung des Johannes Offb 19,1-6 findet sich mehrmals der Ausruf Halleluja, die deutsche Transkription des hebräischen (הַלְּלוּיָהּ ) (halelu-Jáh), das sich aus dem Imperativ Plural von halal (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“) und Jah, der Kurzform des Gottesnamens JHWH, zusammensetzt.“
Bleibt die Frage, ob nun alle Personen mit Namensgleichheiten zu JHWH zu Gott werden? Und natürlich heben sich dadurch auch ganz viele Aussagen des N.T. ganz unweigerlich auf. Z.B. Apg.: 2 ff „Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde. Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen. + Nachdem er durch die rechte Hand Gottes erhöht worden war und vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen hatte, hat er ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört. + …Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht…, etc.“ Folglich müssen diese Aussagen alle gelogen sein. Spätestens an dem Punkt, wo Jesus die Hilfe JHWH benötigt, um von den Wehen des Todes befreit zu werden müssen wir von zwei Göttern sprechen, einem toten Gott und einem lebenden Gott und der tote Gott benötigt die Hilfe des lebenden Gottes. Genau diese Theologie vertraten die Gnostiker und die übernahmen diese Lehre vom Hellenismus. Wenn Jesus und JHWH die gleiche Identität hätten, dann fragt sich, warum JesusJhwh sich selbst nicht von den Wehen des Todes befreien konnte?
Man könnte an zig Bibelstellen gleiche Szenarien darlegen, die unlösbar sind und letztlich dazu führen müssen, dass man sagen muß entweder lügt die christliche Theologie oder aber
Textschreiber des N.T.
Du und deine Theologieschule machst Gott zum widersprüchlichen Sophisten und Gespött, kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen von „Gott“ abwenden, denn durch solche „Theologen“ wie dich werden Ideologien in die Welt gesetzt, die bei näherer Prüfung im besten Fall, lediglich Interpretationen sind. Solche Interpretationsgötter, die auf papierenen Füßen stehen haben ganz und gar nichts mit einem lebendigen Gott zu tun.
Nun zu dem „Namen“, man kann in so ziemlich allen hebräischen Namen Gottesbegriffe wieder finden. Das ist kein Zufall, sondern so gewollt. Und wer ernsthaft glaubt das „JHWH“ der personelle Eigenname / Personalname Gottes ist, hat absolut nichts von der Tanach – der hebräischen Bibel verstanden.
Das erste Ehje steht in einer Zeitform (futurisches Präsens) und hat die Deutungsmöglichkeit von „ich bin“ oder aber auch „ich werde“. Konjunktivisch setzt Tur Sinai dafür „ich mag sein“ ein, was der Sachlage inhaltlich wohl am nächsten kommt. Das Ascher durchbricht die erste Form von Ehje und setzt mit seiner Relativform „welches / welcher“ den zweiten Ehje in ein ganz neues Verhältnis. Das futurische Präsens wird durchbrochen und zum generellen Präsens ohne jedoch das futuristische Präsens ganz zu verlassen. Ich werde sein, welches/r ich sein werde, oder ich bin, welches/r (der/das) ich bin. Vers 12 und 14b bezeugt diesen futuristischen Präsenz. Nach den Regeln der hebräischen Syntax bedeutet JHWH: Ich bin das Daseiende. Nicht mehr und nicht weniger!
Moses Anfrage an Gott verlief anders als erhofft, Moses bekam nicht einen Personennamen eines Gottes (wie es in anderen Kulten üblich war), sondern er bekam eine Gewissheit darüber was wirklich ist.
Gottes Selbstauslegung - Ich bin- entzieht sich menschlicher Verfügungsmacht, denn es ist eben nicht ausdeutbar, wie umfassend das Dasein Gottes ist. JHWH spricht vom Dasein Gottes, das zur Gewissheit für Israel sein soll und eben nicht von Personennamen!
Aber ganz speziell an deine Adresse gerichtet kann ich dir aus rein religionshistorischer Sicht belegen, dass du einem hellenistischen Mysterienkult angehörst und das hat alles absolut nichts mit dem Gott Israels zutun. Spätestens dort, wo Menschenopfer als Gottes Willen gelehrt werden, was laut Tora strengstens verboten ist und Gott ein widerwärtiger Gräuel ist, trennt sich dein Mysterienkult von den Schriften Israels und somit auch von dessen Gott. Aber was du glaubst das ist mir letztlich gänzlich egal.
Wie erkannten deine Glaubensbrüder der apostolischen Zeit schon folgendes: „Wenn wir (Christen) behaupten, der Logos, nämlich Jesus Christus, unser Paidagogos (Lehrer/Erzieher), sei gekreuzigt worden, gestorben, wieder auferstanden und in den Himmel aufgestiegen, so bringen wir doch im Vergleich mit euren Zeussöhnen nichts befremdliches vor. Wenn wir sagen, Jesus sei der Logos Gottes aus Gott geboren, so ist das doch etwas, was wir mit euch (Griechen und Römern) gemeinsam haben, die ihr doch auch den Hermes, den von Gott Kunde bringenden Logos nennt. Und sollte man daran Anstoß nehmen, dass Jesus gekreuzigt worden ist, so hat er auch das mit euren erwähnten Zeussöhnen gemeinsam, die doch auch gelitten haben (Dionysios, Herakles, Osiris, Attis, Mithras, etc). (Justin I. Apol. 21 + 22)“
Da fällt mir doch ein: „Schöpft Mut, ihr Eingeweihte! Da nun der Gott wohlbehalten auferstanden ist, wartet auf euch ebenfalls die Rettung aus aller Mühseligkeit!“ (Attiskult)
Na dann viel Freude beim Mysterienkult.
Absalom



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