Ja, das liebe Thema Sex (gäll Mami :mrgreen: )
Problematisch ist ja diese Schul-Geschichte bloss, wenn Kinder zu religiösen oder andersweitig spirituellen Praktiken gezwungen werden, die sie nicht ausüben wollen.
Aber hey, Sexualkunde erachte ich persönlich als ein Schulfach, das wichtig ist - auch für überzeugte Christen. Und wenn die Eltern an diesem Prozess teilhaben und zusätzlich zur Theorie in der Schule den Kindern auch noch ihre Werte, ihre persönliche Auffassung von gelebter Sexualität vermitteln, noch besser.
Es geht einfach darum, dass dieses Thema nicht verteufelt wird. Wenn man seine Kinder so isoliert und Sex zum Tabu macht, wie soll man sich fallen lassen können, wenn es einmal so weit sein soll. Unter solchen Umständen sehe ich nur Hochzeitsnächte voller Schmerzen bei Frauen und Erektionsprobleme bei Männern (obwohl beides gleichzeitig anatomisch schwer machbar ist :lol: ); man kann ja nicht entspannt und gelassen mit der Thematik umgehen, denn nie wurde einem Sex als etwas Wertvolles, das zu uns gehört, weitervermittelt.
Und dann dieses "Sex vor der Ehe"-Ding. Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass man sich einfach bewusst sein sollte, was man da tut. Ein Mensch, der keinen ausserehelichen Sex hat, einfach weil es in der Bibel steht oder es die Eltern so wollen und sich somit auch nicht bewusst ist, was er tut oder warum er etwas nicht tut, ist in meinen Augen keinen Schritt weiter, als jemand, der "unbewusst" Sex praktiziert. Geschweige denn als jemand, der dies bewusst tut, reflektiert, sich hinterfragt und dann unter gegebenen Umständen sein Verhalten korrigiert.
Ich bin seit nunmehr acht Jahren mit meiner Freundin zusammen. Aus der Sicht von manchen von Euch, haben wir den Fehler begangen, schon vor der Ehe Geschlechtsverkehr zu haben. Die Konsequenz aus diesem "Fehler" ist inzwischen vier Jahre alt, ca. 110cm gross, erfreut sich am Leben und ist glücklich darüber, dass auch Mama und Papa glücklich sind.
Eben ist unser Schatz noch einmal aufgewacht, ich habe sie wieder zu Bett gebracht und sie hat mir ihren Teddy gegeben: "Er will heute bei Dir schlafen, Papi". Diesen "Fehler" würde ich immer wieder machen, er ist etwas vom besten und schönsten, was ich in meinem Leben getan habe, Gott hat sie in unsere Obhut gegeben.
Vielleicht heiraten wir mal, vielleicht auch nicht. Aber unser zweites Kind steht in der Prioritätenliste sicher weiter oben...
Ach, eigentlich geht mich dieses Thema ja gar nichts an, mein Spiegelbild ertrage ich ganz gut... Ich hoffe einfach, dass durch diesen Anti-Sex-Fundamentalismus nicht allzu manches genuss- und verantwortungsvolle Sexualleben schon im Keim erstickt wird. Lasst Eure Kinder aufklären, klärt sie mit auf, vermittelt ihnen Eure Werte, lebt sie ihnen vor und dann lasst Eure Kinder eigene Entscheidungen treffen. Und habt ein wenig Gottvertrauen, dass alles gut kommt!
Segne Dich selbst, indem Du anderen hilfts!
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