Hi dejan
Da stellst du eine Menge guter, sogar sehr guter Fragen. Die aber detailliert zu beantworten würde den Rahmen dieses Threads sprengen. Ich versuche es hier mal mit einer Frage:
Dazu müssen wir den Unterschied zwischen dem Haus Juda und dem Haus Israel kennen und wir müssen wissen, dass beide Häuser unter alle Heiden zerstreut wurden. Dies geschah beim Haus Israel ca. 721 vdZ. und bei Juda etwa 590 vdZ. (mit der Rückkehr eines Überrestes nach 70 Jahren) und ca. 70 bzw. 135 uZ. Etliche von uns meinen, Christen zu sein, aber in Wahrheit sind sie Nachfahren von Juden oder vielleicht sogar von den 10 verlorenen Stämmen. Wenn du zu den Verlorenen aus dem Haus Israel gehörst, kennt YHVH, der Elohim Abrahams, Isaaks und Jakobs deine Gene bestens und Er zeigt dir früher oder später deine wahre Identität. Gemäss der aktuellen jüdischen Forschung finden wir in Deutschland Spuren von Gad (Gothen), in den Niederlanden Sebulon, Norwegen Naftali oder z. B. in Dan-mark Spuren von Dan. Vorfahren der gälisch sprechenden Kelten, der Gallier oder der Galizier (Nordwest-Spanien) weisen auf Galazien hin und die Galater wiederum auf den Galil, den Ursprung der 10 Stämme, der auf Deutsch auch als Galiläa bekannt ist. Bei Völkerwanderungen ist die Namensgebung des Ursprungslandes schon immer mit eingeflossen. So gibt es in den USA gemäss Google-Earth z. B. zehn Ortschaften, die Warschau (Warsaw) heissen - womit klar wäre, von wo diese Einwanderer ursprünglich kamen.Aber was macht Jeshua bedeutsam im Hinblick auf die nichtjüdischen Völker
Erst, wenn wir um diese anthropologischen Fakten wissen, verstehen wir dieses Wort von Jeshua hier:
Was Jeshua aber damit meinte und was heute daraus gemacht wird, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Die verlorenen Schafe aus dem Haus Israel beziehen sich nur auf die verlorenen Stämme unter den Heiden, niemals aber auf die Heiden selbst. Dass die Juden verworfen sind und Gott seine Heilsgeschichte heute mit "uns Christen" macht, das hört man im Christentum zwar gern, es steht aber nirgends geschrieben. Von daher weiss ich, dass viele, die sich Christen nennen, verworfen sind und dass YHVH Seine Geschichte heute mit den Juden macht; die Staatsgründung Israels 1948 und die Wiedervereinigung von Jerusalem 1967 sind der beste Beweis dafür. Man muss geistlich schon ziemlich blind sein, wenn man dies nicht erkennt.Mat 15:24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel.
Es gibt viele Aussagen über den Mashiach, die noch nicht erfüllt sind, aber die christliche Religion hat bereits über die Mystik eine Abkürzung gefunden, diese Prophetien zu erfüllen und in einen babylonischen Mithras, der in Jesus umgetauft wurde, hinein zu interpretieren. Zugegeben, die christliche Moral ist nicht die schlechteste, wenn man in die Bibel schaut und sie mit anderen Religionen vergleicht. Betrachtet man aber das Leben der Vertreter der christlichen Religion, sieht es etwas anders aus. Aber das war ja im Judentum der Zeitgenossen von Jeshua nicht anders.
Der Tag, an dem durch Ruach HaKodesh (also nicht durch den katholischen Heiligen Geist) die Torah (die jüdische Torah!!!!) in die Herzen des Volkes geschrieben werden wird, steht noch aus. Ansatzweise dürfen einige von uns dies bereits erfahren. Die Ausgiessung des Ruachs auf die Juden an Shavuot (nicht an Pfingsten) hat nichts mit der christlichen Religion zu tun. Dass später auch ein Cornelius mit dieser Gabe bedacht wurde, hängt einzig damit zusammen, dass er eine freundschaftliche Beziehung zu den Juden und ihrem El' pflegte - ganz im Gegensatz zum späteren Christentum.
Der einzige Name, der es Wert ist, Erwähnung zu finden, das ist der Name YHVH. Wenn ich aber diesen Namen heute verkünde, wollen Menschen in meinem Umfeld mich nicht hören; sie wollen YHVH nicht erkennen, weil sie erkennen müssten, dass ihr Jesus ein katholischer Götze ist. Jeshua war zwar ein bedeutender Jude seiner Tage und allem Anschein nach auch ein Mashiach, aber sicherlich niemals das, was christlicherseits über Jesus Christus verkündigt wird. Dass ihm Schöpfereigenschaften und Präexistenz angedichtet werden - Jeshua hätte sich zu Lebzeiten vehement gegen solche Äusserungen verwehrt, wenn sie aus dem Judentum gekommen wären; ganz zu schweigen von der Aussage, Jeshua sei Gott.Jer 31:34 Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Nächsten und ein jeder seinen Bruder lehren und sprechen: Erkennet Jahwe! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht Jahwe. Denn ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.
Dass Jesus Gott ist und dass er des lebendigen Gottes Sohn ist und der Sohn der heiligen Gottesmutter Maria ist - gut an diesem katholischen Dogma können wir nicht rütteln und ich muss es den Heiden wohl oder übel lassen, die sich Christen nennen. Eigenartigerweise wurde Jesus von der dritten Person der Gottheit gezeugt, aber der Vater, die erste Person der Gottheit war sein Vater. Wenn aber "Gott" sein Vater, war, dann war er selbst auch sein eigener Vater, denn er ist ja auch Gott - da stimmt doch was nicht! Beim Juden Jeshua jedoch ist alles stimmig; denn er sprach: "Was vom Ruach geboren wird, ist Ruach und was vom Fleisch geboren wird, ist Fleisch. Der Mensch Jeshua konnte also niemals vom Ruach gezeugt worden sein - und vom imaginären katholischen Heiligen Geist schon mal gar nicht.
Ich empfehle dir einmal, die Kapitel 1. Mose 37-50 zu lesen. Diese 14 Kapitel handeln hauptsächlich von einem einzigen Mann: Josef Ben Yaakov! Sein Leben ist prophetisch das Leben von Jeshua. Ja, sogar seine heidnische, ägyptische Identität Zaphenat-Paneach (Jesus Christus) findet Erwähnung. Auch er wurde wider Willen zu einem Gott gemacht, der sogar von seinen Brüdern angebetet wurde. Als Wesir neben Pharao war auch Zaphenat-Paneach per Dogma jungfräulich gezeugt worden, wie jeder andere Pharao auch. Es gab aber einen Tag, da offenbarte sich der Halbgott Zaphenat-Paneach seinen Brüdern so, wie sich der Halbgott Jesus Christus gewissen Menschen in meinem Umfeld und in diesem Forum einmal geoffenbart hat. Besonders erwähnt wird, dass Zaphenat-Paneach alle Ägypter hinaus schickte und zu seinen Brüdern sprach: "Ich bin euer Bruder Josef". Anschliessend gab es zwei verschiedene Arten von Menschen: Solche, die ihn noch immer als Herrn Zaphenat-Paneach (Herr Jesus Christus) bezeichneten und solche, die Josef (Jeshua) zu ihm sagten. Klar, die einen, das waren die Ägypter und die anderen, das waren seine Brüder.
Sein Weib erhielt Zaphenat-Paneah aus den Heiden und ihr Name (Asnath) weist eindeutig auf den Namen der ägyptischen Gottesmutter Neith (Neith-angehörig) hin http://de.wikipedia.org/wiki/Neith_(...he_Mythologie).
Heute gehört die Christenheit auch der heiligen Gottesmutter an (geboren von der Jungfrau Maria.... evang. Glaubensbekenntnis). Weite Teile ignorieren diesen Umstand leider, gemäss meiner Beobachtung. Aber da heraus (heraus!!!!) kommt - irgendwie - die "Braut" des Mashiach wie der Überrest aus den verlorenen Stämmen auch aus den Heiden heraus kommt. Der Parallelen zwischen Jeshua und Josef (Jesus Christus/Zaphenat-Paneach) gäbe es noch mehr, aber wir belassen es einmal hiermit. Wenn du die Kapitel betend gelesen hast, werden dir mit diesem Schlüssel noch andere Kronleuchter aufgehen! Alle, die Zaphenat-Paneach anbeteten, wurden später versklavt, aber die Brüder von Josef lebten in Freiheit im Land Gosen. Dies steht auch für diejenigen Heiden zu erwarten, die sich Christen nennen und andererseits auch für diejenigen, die das Zeugnis haben, Brüder von Jeshua zu sein (Röm 8:29).
Du siehst, es lohnt sich durchaus, nicht einfach einzelne Verse aus der Schrift heraus zu picken und ein Dogma darauf aufzubauen. Der Ruach der Wahrheit leitet uns in alle Wahrheit. Ob es sich um 2000 Schweine in Gerasa handelt oder um das Kamel, das angeblich durch ein Nadelöhr geht oder um den Unterschied zwischen Jesus und Jeshua oder um noch etwas ganz anderes.
Shabbat Shalom, Shomer



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