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Hybrid-Darstellung

  1. #1

    Standard

    Lieber Luxdei, es ist nicht alles verloren nein, Gott ist Barmherzig mit uns Unwissenden, Ungläubigen und uns Himmelsguckern.

    Doch ich verliere mich in diesem Religionskrieg, dass ist der Punkt! Es ist nicht mein Krieg und doch bin ich auf diesem Schlachtfeld als Feind oder Freund präsent. Soll das mein Lebenswerk sein?

    Fakt ist eins, diese Religion war mir immer fremd, auch wenn ich unglaublich viel von und über diese weiß. Mein Verständnis ist immer dort zum Scheitern geraten, wo Geschichtslügen mit theologischen Absichten legitimiert wurden. Meine Begeisterung hat immer dort versagt, wo unter dem Deckmantel des Juden Jeshua Hellenistengötter den Menschen untergejubelt werden. Meine Liebe ist immer dann erkaltet, wenn man mit Hölle und Teufel Menschen in diesen Glauben zwingen wollte – ob argumentativ oder auch physisch. All das geschieht vor meinen Augen und wie soll ich damit umgehen, mit diesem sich Versagen-wollen, diesem Scheitern-geraten und dieser erkalteten Liebe. Ich muß mich nicht belügen, es trifft letztlich nicht nur diese Religion, sondern auch die Anhänger dieser Religion, nicht offen aber heimlich und versteckt, in der letzten Herzensecke. Ich will aber ein reines und offenes Herz behalten ohne innere Mördergrube. Sag mir, wie geht man damit um?

    Absalom

  2. #2
    luxdei Gast

    Standard

    Lieber Absalom,

    wie schon gesagt, kann ich Dich sehr gut verstehen.
    Es ist wichtig, daß wir unserer eigenen Bestimmung folgen, nicht der eines anderen. Deshalb lag es und liegt es mir ferne, Dich zu etwas zu bewegen. Sollte es so angekommen sei, habe ich mich schlecht ausgedrückt.
    Es waren meine Gedanken zu diesem Thema. Gedanken, die aus meiner Geschichte mit dieser Religion entspringen. Aus meinen Erfahrungen mit ihren Anhängern.
    Ich sehe diese Fanatiker, diese Fundamentalisten unter den Usern. Und ich sehe ihre Angst und Selbstzweifel. Angst vor Gott, Angst vor einem Gericht, das kommen soll. Das ängstliche Klammern an einem Strohhalm, der nicht hält. Sie verstehen nicht, daß sie Gespenster fürchten.
    Ich gedenke nicht, sie zu heilen. Denke aber, daß es für mich richtig ist, diesem blinden Fundamentalismus etwas entgegen zu setzen.

    Gruß
    LD

  3. #3

    Standard

    Ich habe dich nicht falsch verstanden lieber Luxdei, es waren nur Gedankengänge von mir.

    Denke aber, daß es für mich richtig ist, diesem blinden Fundamentalismus etwas entgegen zu setzen.
    Richtig, es ist ein gutes Argument.

    ABS

  4. #4
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    Lieber absalom

    Jeder gute Christ weiss, dass Gott über seinem Wort wacht. Als Shomer (deutsch: Wächter) weiss ich, was wachen bedeutet und ich will das einmal an diesem Vers veranschaulichen. Nun, wenn Gott über seinem Wort wachen würde, so wie man es sich christlicherseits vorstellt, dann hätte bereits diese Behauptung, schon schwerwiegende Konsequenzen. Sie nennen IHN dann nämlich einen Lügner, ohne es zu wissen.

    Jer 1:12 Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wachen über mein Wort, daß ich's tue.
    An dieser einen Stelle bezieht sich der "HERR" auf ein ganz bestimmtes Wort und nicht auf das, was Christen als "Wort Gottes" verkauft wird.

    Eine andere Stelle in der Schrift, dass ER über Sein Wort wacht, so dass es nicht verändert wird, gibt es nicht. Wer dem HEILIGEN in Israel das Wort im Mund verdreht, muss sich nicht wundern, wenn alles, was er zu glauben meint, einmal den Jordan 'runtergeht. Ich habe mich bereits hier dazu entschieden, mit christlichen Vorstellungen aufzuräumen. Wehe aber denen, die damit bis zur Schwelle des Sheols warten! Dann werden alle Christen heulen, weil sie sehen werden, in wen sie gestochen haben.

    Gemäss Moses und den Propheten dürfte der Jude Jeshua Ben Josef genau so im Sheol auf seine Auferstehung "warten", wie alle anderen auch. Und wenn dem nicht so wäre, würden mir daraus keine Nachteile erwachsen. Nur der christliche Jesus ist von den Toten auferstanden, wie dies auch über gewisse Gottheiten in der griechischen Mythologie beispielsweise erzählt wird.

    Ich erkenne eine Prophetie von Jeshua für unsere Zeit. Da haben wir zehn Jungfrauen, von denen fünf klug und fünf töricht waren. Als ich noch Christ war, da war ich ach so froh, dass ich bei den klugen Jungfrauen war, die vor der grossen Trübsal entrückt würden. Heute weiss ich, dass ich mich damals in einem schweren Irrglauben befand. Wenn Jungfrauen um Mitternacht Lampen fertig machen, dann hat das auch etwas mit wachen zu tun. Und was die dann auf dem Weg dem Bräutigam entgegen zu sehen bekommen, was sich alles so im Schutz der Dunkelheit getummelt hat - sie werden ganz schön erschrecken. Der "Wahrheitsgehalt" der 2000 Schweine des Lukas nimmt sich dagegen vergleichsweise harmlos aus.
    Im übrigen denke ich, daß es bei dem "historischen Jesus" immer wieder um den "anderen Jesus" geht, vor dem Paulus immer gewarnt hat, d.h. es geht um den Antichristen, der den echten Christus verdrängen und ersetzen möchte.“
    Solche Brocken sind da in der Tat happiger!

    Jak 3:12 Kann auch, liebe Brüder, ein Feigenbaum Ölbeeren oder ein Weinstock Feigen tragen? Also kann auch ein Brunnen nicht salziges und süßes Wasser geben.
    Shabbat Shalom,
    Shomer

  5. #5
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    Was spricht denn dagegen, daß Jeshua von Gott auferweckt wurde? Da gab es doch auch andere, oder?

    Grüße dejan

  6. #6
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    Nun, lieber dejan, dazu sollte man die Bibel kennen:
    Dan 9:26 Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und nichts mehr sein. Und das Volk eines Fürsten wird kommen und die Stadt und das Heiligtum verstören, daß es ein Ende nehmen wird wie durch eine Flut; und bis zum Ende des Streits wird's wüst bleiben.
    Aus dieser Prophetie geht klar hervor, wann der Gesalbte ausgerottet werden würde und die Zeitangabe hat sich bei Jeshua korrekt erfüllt. Wenn hier aber steht, dass er nichts mehr sein wird, und die christliche Religion von Jesus das Gegenteil behauptet (gekreuzigt, begraben, auferstanden, aufgefahren gen Himmel....), dann kann es sich bei Jesus und bei Jeshua nur um zwei verschiedene Identitäten handeln. Weiter: Wenn Jeshua von den Toten auferstanden wäre, dann wäre Moses ein falscher Prophet gewesen:
    Deu 18:15 Einen Propheten wie mich wird der HERR, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen.
    Ich lese nämlich an keiner Stelle, dass Moses von den Toten auferstanden und gen Himmel gefahren ist. Aber fragen wir uns doch einmal, warum in der Tenach so wenig bis nichts über den Mashiach zu finden ist! Für mich wurde jedenfalls diese Aussage hier zu einem Schlüssel für alle Erkenntnisse:
    Amo 3:7 Denn der HERR HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis den Propheten, seinen Knechten.
    Dies bedeutet, wenn ich im katholischen NT eine Aussage finde, die der Tenach widerspricht, kann es sich nur um eine nachträgliche Redaktion derjenigen Institution handeln, die von den Kirchenvätern angefangen bis zu Luther und noch darüber hinaus erfolgreich und unkontrolliert die alten Schriften ihren Bedürfnissen anpassen konnte. Solche Stellen, wie diese hier, wären auch einmal zu prüfen:
    Luk 24:27 Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.
    Hier lautet nämlich meine Frage: Um welche Schriften ging es? Darüber finden wir bedenkliches Schweigen, während wir andererseits doch viel Halacha (Auslegung der Tenach) von Jeshua haben.

    Die in Beröa werden christlicherseits hoch gepriesen, weil sie geprüft haben. Und an was haben sie geprüft? An der Tenach natürlich; denn andere Schriften gab es im (messianischen) Judentum damals nicht und ein NT schon mal gar nicht. Wenn ich aber heute prüfe und feststellen muss, dass nach Beröa einiges verändert wurde, dann bin ich ob der Ideenvielfalt, die nachträglich eingeflossen ist ziemlich erstaunt und erstaunt bin ich auch über die geistliche Blockade, die das Dogma vom "unfehlbar geoffenbarten Wort Gottes" bei den meisten Christen hinterlassen hat.

    Wenn ich heute prüfe, wie die in Beröa damals und ich stelle fest, dass es sich nicht also verhält, weht mir ein eiskalter Wind ins Gesicht. Ich empfehle nur, statt kritiklos gewisse Vorstellungen zu übernehmen, sie zu prüfen. Wenn dabei sowas herauskommt, wie bei Absalom die 2000 Schweine in Gerasa, ist das noch "lustig", aber wenn man durch die Beschäftigung mit der Schrift erkennt, dass der Vater des Juden Jeshua der torahtreue Josef war und nicht die dritte Person der Gottheit, der sogenannte Heilige Geist, dann geraten noch mehr christliche Grundfesten ins Wanken. Dass Jesus von den Toten auferstanden ist, das habe ich nicht infrage gestellt; denn es ist ein katholisches Dogma. Dass dies aber bei Jeshua der Fall war, steht angesichts der Prophetie sehr zu bezweifeln. Jeshua wird nämlich nicht dadurch ein Mashiach, dass man ihm die Auferstehungsgeschichte von Jesus unterjubelt, im Gegenteil.

    Shabbat Shalom, Shomer
    Geändert von Shomer (08.08.2009 um 09:52 Uhr) Grund: Korrektur

  7. #7
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    Danke, Shomer für deine Ausführungen. Ich werde sie mit bedenken.

    Ich dachte bei Auferweckung (nicht Auferstehung, denn das würde implizieren, das es jemand aus eignener,denn aus Gottes Kraft heraus tut) eher an Elija mit dem Wagen und so. Oder sollte das eher eine Vision gewesen sein?

    Ich glaube übrigens auch nicht, das Jeshua gleich Gott und Heiliger Geist ist. Ist so ein Nonsens! Aber was macht Jeshuas bedeutsam im Hinblick auf die nichtjüdischen Völker und Gott und seine Vorraussagen, daß er den Heiligen Geist geben würde. Was ist anders nach Jesu Tod (siehe Apg) als vorher. Eine Menge von Juden müssen sich ja in Jeshua geirrt haben. Was hat Jeshua denn neu gebracht, wenn nicht den Weg zum Vater zu öffnen. Was hat sich für die Juden geändert? usw.

    lg Dejan


 

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