Natürlich war Jesus Jude - aber eben nicht ein durchschnittlicher jüdischer Prediger, sondern ein Reformer. Und natürlich muss man die damalige Zeit mitberücksichtigen, wenn man Jesus verstehen will.
Ägypten und Jordanien schon.
Ich glaube nicht, dass diese Vision den Palästinensern und Arabern gefallen wird. Dieses "friedvolle" Zusammenleben unter einem jüdischen Fürsten wird der Messias mit Waffengewalt erzwingen bzw. aufrechterhalten müssen. Womit wir bei der Frage wären, ob Gott die gewaltsame Unterdrückung von Minderheiten und Oppositionellen gutheißt. Mit dem im AT vermittelten Gottesbild ist das problemlos vereinbar, mit dem des NT nicht.
Das AT kennt aber auch keine Erlösung, sondern eine Unterwelt (Scheol), wie sie eher heidnischen Religionen wie der griechischen entspricht: als freudlosen Ort, an dem die Seelen öde dahinvegetieren.
Nur das Buch Daniel lehrt ein Jenseitsbild im christlichen Sinn: Dan. 12,2: "Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schmach, zu ewigem Abscheu."
Das ist im Judentum aber auch nicht viel anders: Dort werden auch noch Kinder und Kindeskinder bis zur 4. Generation von Gott für die Verbrechen ihrer Vorfahren bestraft. Was können sie für die Verbrechen ihrer Vorfahren?
Mit der Lehre von der Erbsünde habe ich aber auch nichts am Hut. Den Evangelien lässt sie sich nicht entnehmen, den Apostelbriefen auch nicht wirklich. Im Wesentlichen ist sie ein Konstrukt verschiedener Kirchen. In verschiedenen Varianten kommt sie in allen großen Konfessionen vor.
Das Matthäus-Zitat ist eine Aufforderung an die Menschen, nicht an Gott.





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