Dass das Buch Genesis nicht als Tatsachenbericht zu werten ist, dürfte mittlerweile so ziemlich Allgemeingut sein. Aber auch bei den folgenden Büchern ist es nun einmal so, dass sie über Ereignisse berichten, die Jahrhunderte vor der Niederschrift stattfanden, also über Jahrhunderte hinweg teilweise vermutlich nur mündlich überliefert wurden. Das trübt natürlich die Zuverlässigkeit. Dazu kommt noch, dass (vermutlich) historische Ereignisse oft in religiösem Sinne interpretiert werden, was mitunter wohl auch gewisse Zurechtbiegungen erforderlich gemacht haben wird.
Weiters gibt es in der Bibel Texte, die gar nicht den Anspruch erheben, Geschichte zu erzählen, sondern nur erbauliche religiöse Literatur sein wollen. Oder denke an das Buch Judith, in dem von den Assyrern gesprochen wird, obwohl eindeutig die Babylonier gemeint sind, und das auch nicht gut mit der Geschichte Judas, wie sie in den Büchern der Könige und den Büchern der Chronik dargestellt wird, zusammenpasst.





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