Wird Jesus im AT erwähnt?

Der Name Jesus wird sicher nirgends im Tenach erwähnt, der ist lateinisch. Jesus hiess sicher auch nicht so.
Jesus hiess auch nicht Immanuel, wie man diese Stelle aus Jesaja so gerne auch missbraucht.


Es wird vom Messiach berichtet, von dem der Ewige spricht: 5. Mo 18,18 ...... einen Propheten wie dich aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen, ich will meine Worte in seinen Mund legen.... . Der Messiach einer wie Moshe, und Mose war ein Mensch!


Zum Melchisedek: Der Hebräerbriefschreiben sagt nirgends, dass dieser Melchisedek Jesus sei. Demnach ist das keine Aussage, dass Jesus im AT erwähnt wird. Er ordnet höchstens das Priesteramt dem des Melchisedek zu, welches aber keineswegs ein Hohepriesteramt gewesen war.


Woher sollte der Hebräerbriefschreiber wissen, dass Melchisedek keinen Vater und keine Mutter hatte? Deshalb heisst es noch lange nicht, dass Melchisedek Jesus sei sollte, das ist Spekulation und auch der Hebräerbrief sagt das nicht aus. Nun, sie werden einfach nicht erwähnt. Nach alter jüdischer Überlieferung ist er Shem der Sohn von Noach.


Ja, ehe Abraham war ich, sagte Jeshua, so wurde der Messiach als das Urlicht zu Beginn der Schöpfung geschaffen, was also nicht seit Ewigkeit. So sah Abraham ja auch schon die Tage des Messiach, auch wenn sie nicht zur selben Zeit lebten. So ist es wie Paulus es auch in 1. Kol 1,15 sagt: Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der ERSTGEBORENE (protokos, also proto, zuerst hervorgebracht!!!)).


Sprüche 8: da ist von Weisheit die Rede und nicht vom Messiach. Es ist deine Interpretation, die die Weisheit gleich Jesus macht. Steht aber mitnichten hier.


Psalm 22: Ein Psalm Davids aus tiefer Not. Seine ganz persönlichen Erfahrungen. Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Kann das nur der Messiach sagen?


So ist wohl der Messiach seit Urbeginn der Schöpfung existent, (wie auch Abraham und andere), aber nicht seit Ewigkeit, das ist nur der Ewige allein.


Zudem noch zu Psalm 110,4: 4 Geschworen hat der HERR, und es wird ihn nicht gereuen: »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks!«

Meistens wird der Vers wie oben übersetzt. Betrachtet man aber nun den hebräischen Text, was ja der Urtext ist, so sagt der Vers etwas anderes aus:

Das Wort hier für „Weise“ oder „Ordnung“ Melchisedek ist nicht richtig wiedergegeben. Das Wort hebr „aldibarti“ (das Wort Dawar kommt darin vor) bedeute hier: du bist Priester um meines Wortes (um meinetwillen) Melchisedek, was schlussendlich einen ganz anderen Sinn bekommt. Somit Rückinterpretiert man etwas mit der Septuaginta in der Hand, welche da schon sehr ungenau den Textlaut wiedergibt. Und weshalb braucht der Hebräerschreiber nicht den Urtext, wenn er schon an Hebräer schriebt, welche den Text in ihrer Urform kennen?


Mal ganz ernst, hatte Jeshua irgendwo von sich von einem, resp. seinem Priestertum gesprochen? Sollte der Ewige sich selber zum Priester und Mittler machen? Der Hebräerschreiber vergleicht da Bilder miteinander, denn ein Priester ist ein Mittler, das Bild will etwas darstellen, sagt aber nicht aus, dass es real so ist.


Jeshua war kein Levit, gehörte nicht der Priesterschaft an.
Hebr 7,12 Hatte Jeshua je irgendwo das Gesetz geändert, ja oder nein (aber wenn er gegen das Gesetz verstossen hätte, wäre er nicht untadelig darin gewesen)? Denn nur so, durch Gesetzesänderung, kann nach diesem Vers das Priestertum geändert werden.

Sicher wird mal die Zeit kommen, wenn er in seiner Pracht herrschen wird, dass es andere Ordnungen gibt, aber diese Zeit ist noch nicht ganz da.


Der Streit im die Person Jeshua geht noch nicht ganz 2000 Jahre, denn diese Sicht der Trinität kam erst so richtig im 3. Jahrhundert und manifestierte sich dadurch, dass man messianische, christusgläubige Juden aus dem Konzil ausschloss.




Gruss

Alef

PS @ Victor: Es hinterlässt auch ein etwas komisches Gefühl, wenn andern so gesagt wird, er solle mal zuerst lesen, und selber übernimmt man nur, was so in der chr. Theologie gesagt wird.

Und es ist auch nicht richtig, wenn man Zitate aus dem Zusammen herausreisst, und eine andere Bedeutung hineinlegt, welche dem Kontext des geschriebenen widerspricht.