"Der Herr schaute auf Abel und sein Opfer, aber auf Kain und sein Opfer schaute er nicht."

Gott schaut nicht erst auf das Opfer und dann auf den, der es gebracht hat, sondern umgekehrt. Also, ging es hier nicht um das Opfer, sondern um die Herzenseinstellung des Menschen.

Es heißt, daß Kains "Taten böse, die Taten seines Bruders aber gerecht waren." (1Joh. 3:12.)

Und "das Opfer der Frevler(Sünder) ist (dem Herrn) ein Greuel, zumal es in schlechter Absicht dargebracht wird.

Wendet einer sein Ohr ab, um die Lehre nicht zu hören, dann ist sogar sein Gebet ein Greuel."
(Spr. 21:27; 27:9.)

Kain lebte gegen sein Gewissen, er war sich seiner bösen Taten wohl bewußt, und dachte, mit einem Opfer Gott zufrieden stellen zu können. Das ist der Weg Kains, den auch heute viele gehen.

"Schon manche haben die Stimme ihres Gewissens mißachtet und haben im Glauben Schiffbruch erlitten." (1Tim. 1:19.)

"Für die Reinen ist alles rein; für die Unreinen und Ungläubigen aber ist nichts rein, sogar ihr Denken und ihr Gewissen sind unrein.
Sie beteuern Gott zu kennen, durch ihr Tun aber verleugnen sie ihn."
(Tit. 1:15,16.)

"Wir wissen (aber), daß Gott Sünder nicht erhört." (Joh. 9:31.)

Darum heißt es: "Kehrt(denkt) um!"

Abel lebte nach bestem Wissen und Gewissen. Und mit den Redlichen, b.z.w. Gerechten hat Gott Gemeinschaft. (Spr. 3:32.)
Darum hat Gott auf Abel und sein Opfer geschaut. (Es nicht angenommen, sondern geschaut. Aber das ist ein anderes Tema.)