@Rafi
Es tut mir leid, aber wenn Du Deine Bibel kennen würdest, dann wüstest Du, dass dies nur das zweithöchste Gebot ist.Ach.... wie war das noch gleich mit dem höchsten Gebot...
"Hasse deinen Nächsten wie dich selbst" oder sowas in der Art war das doch, oder... oder hies es doch "liebe deinen Nächsten wie dich selbst"?
@Alef
Das mit dem besseren Bund ist nicht - ich betone NICHT - auf meinem Mist gewachsen. Tipp von mir: lies mal den Hebräerbrief! Und noch etwas: der neue Bund ist nicht der "gute" Bund, sondern nur der "bessere". Alle Bünde waren gut: der Bund mit Noah, der mit Abraham und auch der mit Mose. Ich glaube keinem "Christen" mehr, der behauptet, dass der Bund mit Moses schlecht gewesen und durch ein "Neues Testament" abgelöst worden wäre.
@James
Ich habe tiefes Bedauern und Mitgefühl mit Dir, dass Du einmal mit mir einer Meinung sein musst - aber ich freue mich auch schon für Dich: es muss ja nicht so bleiben *gggg*.
@Samu
Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie es zu dem Missverständnis kommen konnte. In der Tat: Ich war durch Aussagen von Dir ziemlich verunsichert und habe mir gedacht: "Also, dann denkt der Gute doch orthodoxer als ich gemeint hatte..." Ich war davon ausgegangen, dass Du die Opfertheologie für heidnisches Machwerk anschaust. Für die meisten von uns ist aber ein Rabbi Jeshua nicht denkbar, dem das Attribut "Lamm Gottes, das die Sünden der Welt trägt" amputiert wurde.
Es gibt keine christliche Opfertheologie. Das, was Du als "Opfertheologie" bezeichnest ist nämlich völlig hebräisch. Wenn alljährlich am Jom Kippur der Kohen Gadol in das Kodesh HaKodesh zum Opfern eintrat, dann hatte das eine tiefe geistliche Bedeutung! Es war nämlich u. A. eine prophetische Handlung, die im Sohn Gottes seine Erfüllung finden sollte:
Heb 9: 22-28 Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz; und ohne Blut vergießen geschieht keine Vergebung. 23 So mußten nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchem gereinigt werden; aber sie selbst, die himmlischen, müssen bessere Opfer haben, denn jene waren. 24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit Händen gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; 25 auch nicht, daß er sich oftmals opfere, gleichwie der Hohepriester geht alle Jahre in das Heilige mit fremden Blut; 26 sonst hätte er oft müssen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber, am Ende der Welt, ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die Sünde aufzuheben. 27 Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht: 28 also ist auch Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.
Eigenartigerweise wurden die Opfer im Tempel aufgehoben, nachdem dieses vollkommene Opfer des Messias vollendet war. Dieses Opfer des Sohnes Gottes hat sozusagen das Opfern im Tempel abgelöst - nicht für die Juden allein, nein, auch für die Heiden. Wer nun dieses Opfer verachtet, aus welchem Grund auch immer, was meinst Du: kann der das Leben in sich bleibend haben? Kann der im Messias bleiben? Er hat sein Leben für uns gelassen und verlangt von uns "nur", dass wir mit Brot und Wein seines Todes gedenken.
Ich gehe einmal davon aus, dass im heutigen Judentum diese Opfertheologie aufgegeben wurde - zur Zeit Jeshuas aber war sie noch vielen präsent. Wie sonst hätte der Verfasser des Hebräerbriefes ausgerechnet diese Erklärung abgeben können?
Joh 6: 56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.
Joh 15: 6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen.
Griechisches Denken? Es ist ja von Jochanan, und der hat gemäss Deiner Aussagen viel zu viele griechische Elemente in seinen Schriften. Also gut; als logische Konsequenz schmeissen wir doch den griechischen Johannes aus der Bibel raus! Das Evangelium, die Briefe, die Offenbarung - weg damit! Und dann müssen wir aber auch alle Lehren des Johannes in den anderen Schriften auslöschen - und im Tenach denn auch noch gerade. Was meinst Du, wie viel vom Wort JAHWEHS noch übrig bleibt?
Ich weiss, es klingt wieder ein wenig spitz, ein wenig überspitzt, aber betrachten wir uns diesen Sachverhalt doch einmal aus diesem Blickwinkel!
Shalom vom Shomer



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